Tochter des Grafen
Stephan II. von Blois und der
Adela
von England, Tochter von König
Wilhelm I. dem Eroberer
Brandenburg Erich: Tafel 6 Seite 13
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
XII. 2 a. RUDOLF LE BORGNE, Graf von Vermandois 1120
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* ca. 1085, + 1152 14. X.
Gemahlinnen: a) ca. 1120/25 Eleonore, Tochter Stephans
II., Gräfin von Blois?)
oIo wegen Verwandtschaft 1142
b) 1142 Alix (Petronella), Tochter des Wilhelm VIII. Graf von Poitou (siehe
XIII 82)
+ nach 1153 24. X.
c) 1152 Laurette, Tochter Dietrichs von Elsaß, Graf von Flandern
(siehe XIII 337)
+ ca. 1175
Im Jahre 1142 verstieß der königliche Seneschall Rudolf von Vermandois, als Enkel Heinrichs I. ein naher Verwandter Ludwigs VII., seine Gemahlin Eleonore, Nichte des Grafen Tedbald IV. von Blois-Champagne, um die Schwester der Königin zu heiraten, Petronilla/Alix von Aquitanien. Rudolfs Bruder Simon,Bischof von Noyon, erreichte die Zustimmung seiner Amtsbrüder in Laon und Senlis zur Auflösung der bestehenden Ehe, und die drei Prälaten verheirateten den Seneschall anschließend mit der offenbar attraktiven Dame aus dem Süden. Der in seiner Ehre schwer gekränkte Onkel Eleonores appellierte daraufhin an den Papst, dessen Legat die Bischöfe von Noyon, Laon und Senlis suspendierte, Rudolf von Vermandois aber in den Bann tat.
Vones-Liebestein Ursula: Seite 25-26
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"Eleonore von Aquitanien. Herrscherin zwischen zwei Reichen."
Die Trennung des Grafen von Vermandois von seiner Gattin
Eleonore,
die dem Grafenhaus VON DER CHAMPAGNE verwandt war, und seine nachfolgende
Heirat mit Aelith von Aquitanien wurden in der Literatur häufig der
Inititive der französischen Königin zugeschrieben. Wenn man nicht
gar, wie Regine Pernoud, unterstellte, daß Aelith selbst "liebestoll"
gewesen sei und es auf den älteren Herrn "mit den grauen Schläfen"
(der seit der Schlacht von Livry 1128 einäugig war!) abgesehen hatte.
Nun hatte aber bereits Abt Suger von Saint-Denis in seiner Lebensbeschreibung
Ludwigs VII. betont, Ludwig
VI. habe eine solche Verbindung parallel zur Eheschließung
zwischen seinem Sohn und Eleonore geplant.
Da nach kanonischem Recht Aelith erst mit dem zwölften Lebensjahr
das heiratsfähige Alter erreichte, konnte der Plan nicht vor 1142
verwirklicht werden.
Als die päpstlichen Legaten in Lagny die Scheidung
des Raoul von Vermandois von seiner
ersten Gemahlin wegen zu naher Verwandtschaft für ungültig erklärten,
belegten sie gleichzeitig Raoul und
Aelith mit dem Bann. Dabei geht aus der Korrespondenz Bernhards von Clairvaux
hervor, daß auch Eleonore jede
Einigung ablehnte, die einer Auflösung der Ehe ihrer Schwester gleichgekommen
wäre. Warf ihr der Zisterzienserabt doch vor, ihre Haltung sei unverständlich,
da auch sie selbst mit Ludwig im gleichen
Grad verwandt sei wie Eleonore von der Champagne mit Raoul
von Vermandois. Johannes von Salisbury berichtet, daß
eine endgültige Lösung erst 1148 auf dem Konzil von Reims gefunden
wurde, als sich Raouls verstoßene
Gattin bereit erklärte, gegen Rückgabe ihrer Mitgift in die Scheidung
einzuwilligen, da er "ja offensichtlich eine andere liebe".
Verwandtschaft mit Graf Raoul von Vermandois
Robert II. der Fromme König
von Frankreich
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Heinrich I. König von Frankreich
Adela von Frankreich
oo Anna von Kiew
oo Balduin V. Graf von Flandern
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Hugo I. Graf von Vermandois
Mathilde von Flandern
oo Adelheid von Vermandois-Valois
oo Wilhelm der Eroberer König von England
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Raoul (Rudolf) I. Graf von Vermandois
Adele von England
oo Stephan II. Graf von Blois
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Eleonore von Blois
Kinder:
1. Ehe
Hugo II. der Mönch
9.4.1127-4.11.1212
Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen
Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 6 Seite 13 - Ehlers
Joachim: Die Kapetinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln
2000 Seite 112 - Vones-Liebestein Ursula: Eleonore von Aquitanien.
Herrscherin zwischen zwei Reichen. Muster-Schmidt Verlag Göttingen
2000 Seite 25-26 -