Ältester Sohn des Grafen
Luitold von Mömpelgard und der Willibirg von Wülfingen
Enkel des Herzogs
Konrad von Schwaben und Cousin der Kaiserin
Gisela
Glocker Winfrid: VIII, 169; Seite 349
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"Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der
Politik"
Berengar
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+ 1027 III 27 oder an einem der folgenden
Tage
"filius Liutoldi comitis de Alamannia"
Wie schon Bresslau, Jahrbücher Konrads II. Band 1
Seite 146, vermutet, war der junge Berengar,
der in den Tagen der Kaiserkrönung KONRADS
II. bei Tumulten in Rom ums Leben kam, wohl ein Sohn Liutolds
von Mömpelgard; vgl. dazu Hlawitschka, Untersuchungen Kap II.
bei Anm. 84.
Denn: KONRAD war ein umsichtiger Heerführer, der seine Truppen keinen unnötigen Gefahren aussetzte, der - wie Weihnachten 1037 in Parma - auch in kritischen Situationen einen kühlen Kopf bewahrte, der - wie 1026 in Ravenna oder auf den Zügen gegen die Slawen - zu persönlichem Einsatz bereit war, der sich gelegentlich um verletzte Kämpfer wie um jenen Krieger, der 1026 in dem blutigen Handgemenge mit den aufständischen Ravennaten einen Fuß verloren hatte, selbst kümmerte und sie belohnte und der schließlich tapfere, im Gefecht gefallene Streiter seiner Sache besonders zu ehren verstand wie den jungen kriegerischen Grafensohn Berengar aus Schwaben, der 1027 bei römischen Straßenkämpfen ums Leben kam und auf des SALIERS Geheiß hin im Atrium des Petersdomes nahe bei dem Grab des Kaisers OTTO II. bestattet wurde.
Hlawitschka, Eduard: Seite 103,167-169
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"Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten Hälfte
des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands"
Wir wissen zum Beispiel von einem Berengarius
filius Liutoldi comitis de Alamannia, der 1027
in den Tagen von KONRADS II. Kaiserkrönung
in Rom den Tod fand und der vom kaiserlichen Kaplan Wipo als iuvenis
... multum nobilis charakterisiert wird. KONRAD
II. habe ihn, quoniam sibi dilectus et familiaris fuerat,
direkt neben dem Graf Kaiser OTTOS II. beisetzen
lassen. Diese engen Beziehungen einer familiaritas des jungen Berengar
zum Kaiser sind sofort verständlich, wenn sein Vater, Graf Liutold,
als Sohn Herzog Konrads von Schwaben betrachtet wird: er war dann
der Vetter von
Kaiser KONRADS II. Gemahlin
Gisela.
Oder darf man annehmen, daß Ita eine Tochter (oder
Enkelin) des 1027 ums Leben gekommenen Berengarius
filius
Liutoldi comitis de Alamannia war und über den im gleichen
Reichenauer Gedenkeintrag als Sohn Konrads und Judiths erkennbaren
Liutoldus
laicus Erbanteile Kunos/Herzog
Konrads von Schwaben besaß? Der Nellenburger beziehungsweise
Schaffhauser Besitz nördlich von Chur, der neben solchem der Grafen
von Achalm lag, könnte so gut als ein über Berengar
auf
Ita überkommener Teil des ursprünglich dem Grafen Liutold
zugefallenen Erbe seines Vaters Herzog Konrad gewesen sein.
Literatur:
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Bresslau, Harry, Jahrbücher des Deutschen
Reiches unter Konrad II. Band 1, Seite 146 - Erkens Franz-Reiner:
Konrad II. Herrschaft und Reich des ersten Salierkaisers. Verlag Friedrich
Pustet Regensburg 1998 Seite 209 - Glocker Winfrid: Die Verwandten
der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik. Böhlau Verlag Köln
Wien 1989 Seite 349 - Hlawitschka, Eduard: Untersuchungen zu den
Thronwechseln der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte
Süddeutschlands, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1987 Seite 103,167-169-