Sohn des Grafen
Hugo und der Hildegard; sein Bruder war Guntram
der Reiche, der Ahnherr der HABSBURGER
Büttner Heinrich:
**************
"Geschichte des Elsaß"
Hugo, Guntram und
Eberhard faßten den Entschluß, die Abtei Lüders
wiederherzustellen. Obwohl Lüders auf burgundischem Gebiet lag, schritt
König
OTTO I. sofort ein, schaltete die Grafen Eberhard und Hugo
aus und führte die Revindikation des Besitzes von Lüders als
Reichsgut durch. Von sich aus nahm OTTO I. die
Neugründung vor. Als Vögte des Klosters blieben die Grafen Eberhard
und Hugo, aber sie mußten dieses
von OTTO I. als Lehen angesehene Amt
mit dem burgundischen Herzog Rudolf teilen.
In den Jahren 951 und 956 ist Hugo
als Graf im unteren Elsaß bezeugt.
Vollmer Franz: Seite 140,179
************
"Die Etichonen"
So werden die EBERHARDE
und
LIUTFRIDE am Oberrhein
die stärksten Gewalten. Die früher königlichen Rechte sind
nun weitgehend in ihren Händen, wie uns dies bei den Abteien Lure
und Münster-Granfelden bezeugt ist. Kein Wunder, dass OTTO
DER GROSSE
in seinem Bestreben, auch am Oberrhein seine königliche
Macht tatsächlich durchzusetzen, mit den drei etichonischen
Brüdern Hugo,
Eberhard und Guntram zusammenstößt. In der Abtei Lure greift
OTTO I. selbst ein und nimmt den Brüdern
Eberhard und Hugo
die
von diesen usurpierte Abtei entgegen. Ihrem Bruder Guntram wird von OTTO
I. der offene Prozeß gemacht, seine Amtsgüter werden
ihm entzogen.
Hugo ist als Sohn
Hugos
und Bruder Eberhards und Guntrams aus der Lüderser Tradition bekannt,
aber auch durch ein Diplom OTTOS I.
gesichert. 959 muß er zusammen mit seinem Bruder Eberhard - wohl
im Zusammenhang mit dem königlichen Prozeß gegen ihren Bruder
Guntram - die usurpierte Abtei Lüders dem König zurückgeben.
Sicherlich brachte dieser königliche Eingriff auch sonst noch fühlbare
Beschneidungen der Stellung Hugos.
Von seiner Tätigkeit und Nachkommenschaft ist aber nichts weiter zu
erkennen.
Hlawitschka, Eduard: Seite 107
*****************
"Die Anfänge des Hauses Habsburg-Lothringen. Genealogische
Studien zur Geschichte Lothringens und des Reiches im 9.,10. und 11. Jahrhundert"
Brunos Urgroßvater Graf Eberhard war seinerseits
wieder der Sohn eines Hugo,
denn OTTO DER GROSSE bezeichnete 959
den Ort Lüders/Lure, an den das Kloster Alanesberg verlegt wurde,
als locum quem accepimus a filiis Hugonis,
Heberhardo et Hugone. Zur Gleichsetzung
Eberhards mit jenem Heberhardo sind wir voll berechtigt, zumal ja
doch "Wibert" auch Lüders/Lure ausdrücklich als "Hauskloster"
dieses Geschlechts hervorhebt. Der bezeichnete Personenkreis ist ferner
ausgiebig bekannt durch die Vita S. Deicoli. Man ersieht aus ihr unter
anderem, daß den beiden in der OTTO-Urkunde
genannten Söhne Hugos
noch ein weiterer Bruder beizugesellen ist: der Graf Guntram, den OTTO
DER GROSSE in einem vielbeachteten Prozeß 952 seiner einflußreichen
Stellung und seines großen Besitzes beraubte.
Literatur:
-----------
Hlawitschka, Eduard: Die Anfänge des Hauses
Habsburg-Lothringen. Genealogische Studien zur Geschichte Lothringens und
des Reiches im 9.,10. und 11. Jahrhundert, Saarbrücken 1969, Seite
107,116,122,138,146,151 -