Bovo I.                                                     Abt von Corvey (879-890)
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    -   890
 

Sohn des Grafen N.N.; Nepos des Abtes Warin (eventuell Enkel?)
 

Bovo I. war der Bruder oder der Vetter der Mutter der Herzogin Hadwig von Sachsen, Gemahlin Ottos des Erlauchten.

Jakobi Franz-Josef: Seite 61
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"Zur Frage der Nachkommen der heiligen Ida und der Neuorientierung des sächsischen Adels in der Karolingerzeit"

Bovo I. aber war nach Widukind ein naher Verwandter (nepos erat Warin) des Abtes Warin. Die Nachfahren Idas hatten also in Gestalt der drei "BOVONEN" den Corveyer Abtstuhl bis in die Mitte des 10. Jahrhunderts inne.

Holtzmann Robert: Seite 58
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"Geschichte der sächsischen Kaiserzeit"

Im Kloster Corvey an der Weser, auch "Neu-Corbie" genannt, da es im Jahre 822 von Corbie in der Picardie aus gegründet worden ist, berühmt durch den Besitz der Reliquien des heiligen Vitus (Veit), gab es gleichfalls einige literarische Tätigkeit und um die Jahrhundertwende zwei Äbte Bovo, von denen der erstere ein (verlorenes) zeitgeschichtliches Buch, der zweite einen Kommentar zu der berühmten, viel gelesenen Schrift des Boethius über die Tröstungen der Philosophie verfaßt hat.

Dümmler Ernst: Band II Seite 278,305,336,581
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"Geschichte des Ostfränkischen Reiches"

"Wegen der maßlosen Anfeindung der Barbaren" so sagt KARL 887 in einer kurz vorher für den Abt Bovo von Korvei ausgestellten Urkunde, "tut es not, daß wir mit unserem gesamten von Gott uns anvertrauten Volke der Verteidigung der Kirche Christi obliegen".
Nachdem der König in Frankfurt die nötigsten Verfügungen getroffen, ging er im Dezember 887 über die Pfalz Forchheim in Franken, woselbst er dem Abt Sigehard von Fulda die Immunität und Wahlfreiheit, dem Abt Bovo von Korvei für dieses Kloster sowie für Herford die Befreiung der edlen Vasallen vom Kriegsdienst zugestand, nach Regensburg.
Die beiden eng verbundenen Klöster Korvei und Herford, damals von dem Abt Bovo, und von der Äbtissin Hadwig gelenkt, erhielten von dem Anfang seiner Regierung an viele Beweise seiner Gnade.
 
 
 
 

Literatur:
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Dümmler Ernst: Geschichte des Ostfränkischen Reiches. Verlag von Duncker und Humblot Berlin 1865 Band II Seite 278,305,336 - Holtzmann Robert: Geschichte der sächsischen Kaiserzeit. Deutscher Taschenbuch Verlag München 1971 Seite 58 - Krüger, Sabine: Studien zur Sächsischen Grafschaftsverfassung im 9. Jahrhundert, Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1950 Veröffentlichung der Historischen Kommission für Hannover Seite 71-79 -
 
 
 
 
 


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