Crescentius de Theodora                           Patricius von Rom
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    -7.7.984
     Kloster San Alesso
 

Sohn des Johannes Crescentius und der Senatrix von Rom Theodora II.; Bruder von Papst Johannes XIII.
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Seite 343
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Crescentius I. de Theodora, Graf der Sabina und von Terracina
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     + 7. Juli 984
      Rom

Durch seine Mutter Theodora wahrscheinlich ein Enkel Theophylakts. Unter Papst Johannes XIII., dessen Abstammung von den CRESCENTIERN (so zuletzt P. Toubert) H. Zimmermann bezweifelt, emporgestiegen, betrieb er 974 den Sturz Benedikts VI., der im Juli 974 in der Engelsburg, der Festung der CRESCENTIER, auf Betreiben seines kurz zuvor erhobenen Gegenkandidaten Bonifatius erdrosselt wurde. Crescentius mußte sich später OTTO II. unterwerfen. Er starb als Mönch im Alexiuskloster auf dem Aventin.


Mit Crescentius de Theodora, dem Bruder Johannes XIII., schwang sich der Familienzweig der CRESCENTIER aus dem Hause TUSCULUM zum Haupt aller kaiserfeindlichen Kräfte auf. Er rebellierte 965/66 mit, wurde Patricius, Konsul und Senator von Rom. Er ließ 974 den Papst Benedikt VI. einkerkern und erhob Bonifatius VII. zum Gegenpapst. Als OTTO II. erschien, mußte er weichen, zog sich 981 in das Kloster St. Bonifacius und Alexius zurück und wurde Mönch.

Görich Knut: Seite 226,239
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"Otto III."

Damit hatte sich fortgesetzt, was sich seit der Krönung OTTOS I. 962 in Rom stets wiederholt hatte, waren doch schon unter dem Stadtpräfekten Petrus Johannes XIII. und unter Crescentius de Theodora, dem Vater des Crescentius, zuerst Benedikt VI. gestürzt und ermordet, dann schließlich Benedikt VII. aus der Stadt verjagt worden; wenigstens den Päpsten Johannes XIII. und Benedikt VII.  konnten die Kaiser zu Hilfe eilen, während Benedikt VI. vom kaiserlichen Legaten nicht gerettet werden konnte und auf Befehl Bonifaz VII. ermordet worden war. Anfang 967 hatte OTTO I. den  Stadtpräfekten ins Exil geschickt und die 12 militärischen Führer der römischen Regionen hinrichten lassen, im März 981 hatte OTTO II. Benedikt VII. nach Rom zurückgeführt, was möglicherweise der Anlaß für den Rückzug des Crescentius de Theodora ins Kloster von SS. Bonifacio e Alessio war.
Der Zeitraum zwischen 965 und 990 kann daher insgesamt als eine Phase der Expansion der CRESCENTIER in Latium gelten. Der Ausbau ihrer innerrömischen Machtposition war durch das übrigens schwer erklärbare Aufgreifen des alten Patriziustitels charakterisiert: Mit Johannes I. Crescentius (+ 998) und dem Sohn des Crescentius II. (+ 998), Johannes II. Crescentius (1003-1012), führte das jeweilige Familienoberhaupt den Titel patricius als Attribut.
 
 
 
 

   oo Sergia
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Kinder:

  Johannes I. Crescentius Nomentanus
          -29.4.998 enthauptet

  Johannes Crescentius
         -   988
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


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