Ältester Sohn des Grafen
Balduin VI. von Flandern und der Richilde
von Mons-Valenciennes, Tochter von Graf Renier
Brandenburg Erich: Tafel 20 Seite 40
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
XI. 102. ARNULF III., Graf von Flandern 1070
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* ca. 1012, + 1067 1. IX..
Gemahlin: 1028 Adelheid, Tochter König Roberts II.
von Frankreich, Witwe Richards III. Herzog der Normandie (siehe XI. 245)
+ 1079 8. I.
Anmerkungen: Seite 138
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XI. 101. Arnulf III.
Vanderkindere I, 300.
Ehlers Joachim: Seite 75
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"Die Kapetinger"
Als Graf Balduin VI. im Jahre 1071[Richtig ist sicher: 1070] starb, hatte sein noch minderjähriger Sohn Arnulf unter der Regentschaft seiner Mutter Richilde von Hennegau die Nachfolge angetreten, doch Balduins Bruder Robert ("der Friese") nutzte die bald aufkommende Unzufriedenheit des flandrischen Adels mit dem hennegauisch dominierten Grafenhof und suchte eigene Ansprüche durchzusetzen, gestützt auf die Städte Brügge, Gent und St-Omer. Richilde verlobte sich deshalb mit Wilhelm fitz Osbern, dem Truchseß Wilhelms des Eroberers, und bestellte ihn zum Vormund ihres Sohnes, dem auf diese Weise das Erbe der Grafschaft erhalten werden sollte. Gleichzeitig verhandelte sie mit dem französischen König und übertrug ihm zur Vorbereitung eines Bündnisses die Abtei Corbie (Dep. Somme). Deshalb konnte Philipp I. sein Heer, zu dem auch das normannische Kontingent Wilhelms des Eroberers sowie südflandrische und hennegauische Truppen gestoßen waren, als Hilfszug zur Unterstützung eines bedrohten Vasallen führen. Am 22. Februar 1071 kam es südlich von Dünkirchen bei Cassel zur Schlacht, in deren Verlauf Arnulf fiel und Philipps Heer eine deutliche Niederlage erlitt.
Douglas David C.: Seite 228
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"Wilhelm der Eroberer"
Am 16. Juli 1070, fünf Wochen nach Abfahrt der Flotte Sweyns von Ostanglia, starb Baldwin VI., Graf von Flandern und Schwager König Wilhelms. Sofort erhob sich die Frage der Nachfolge. Die beiden jungen Söhne Baldwins VI., Arnulf und Baldwin, erhielten Flandern bzw. den Hennegau, doch übernahm angesichts ihrer Jugend ihrte Mutter Richildisdie Herrschaft. Ihr wurde vor allem in Flandern starker Widerstand entgegengesetzt, an dessen Spitze ein Sohn Baldwins V., Robert "le Frison", stand. Daraufhin wandte sich Richilde sofort an König Philipp I. um Hilfe; doch suchte sie auch an anderer Stelle um Beistand nach und setzte sich aus diesem Grunde mit Wilhelm FitzOsbern in Verbindung, der zu dieser Zeit der engste Vertraute König Wilhelms war. Zu Beginn des Jahres 1071 hatte der König den Grafen in die Normandie gesandt, um die von Maine her drohende Gefahr im Auge zu behalten. Nun erbot sich Richildis, Wilhelm FitzOsbern zu ehelichen und setzte ihn zum Vormund über ihren Sohn Arnulf ein.Er nahm das Angebot an und eilte zur Unterstützung seines Mündels und der ihm bestimmten Gemahlin "wie zu einem Spiel" nach Flandern, wobei er, wie erzählt wurde, nur von 10 Rittern begleitet wurde. Die Entscheidungsschlacht fand am 22. Februar 1071 bei Cassel statt und endete mit der Niederlage Richildis, dem Tod Wilhelm FitzOsbern und der Einsetzung Roberts le Frison als Graf von Flandern.
Jäschke Kurt-Ulrich: Seite 98
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"Die Anglonormannen"
Am 16. Juli 1070 war Wilhelm
des Eroberers Schwager Graf Balduin VI. gestorben. Seine
beiden jungen Söhne Arnulf
und
Balduin wurden mit Flandern
und Hennegau ausgestattet; der Regentschaft ihrer Mutter Richildis widerstand
aber namentlich in Flandern eine starke Opposition unter Führung eines
anderen Sohnes Balduins V., nämlich Roberts des Friesen. Dagegen
suchte Richildis nunmehr mit Hilfe des KAPETINER-Königs
Philipp I. zu gewinnen, sondern bot ihre Hand Wilhelm fitzOsbern
an unterstellte ihren Sohn Arnulf seiner Vormundschaft. Wilhelm
fitzOsbern ging darauf ein, eilte mit geringer Gefolgschaft nach Flandern
und verlor am 22. Februar 1071 bei Cassel Braut und Leben: Robert
der Friese setzte sich als Graf von Flandern durch.
Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen
Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 20 Seite 40 -
Douglas
David C: Wilhelm der Eroberer Herzog der Normandie. Diederichs Verlag München
1994 Seite 228 - Ehlers Joachim: Die Kapetinger. W. Kohlhammer GmbH
Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 75 - Ehlers Joachim/Müller
Heribert/Schneidmüller Bernd: Die französischen Könige
des Mittelalters. Von Odo bis Karl VIII. 888-1498. Verlag C. H. Beck München
1996 Seite 118 - Jäschke Kurt-Ulrich: Die Anglonormannen. Verlag
W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln Mainz 1981 Seite 98 - Lampert
von Hersfeld: Annales/Annalen Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt
2000 Seite 136,140,142 -