Tochter des Grafen
Elli II. von Reinhausen; Schwester des Bischofs
Udo von Hildesheim
Richenza wurde entführt, da ihr Gatte nichtstandesgemäßer Herkunft war.
Fenske Lutz: Seite 173,175 A. 410,
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"Adelsopposition"
Bekanntlich war das Kloster
Reinhausen eine Stiftung der Grafen von Reinhausen-Winzenburg.
In seinem Fundationsbericht legt der Autor eingangs die Genealogie der
Stifterfamilie dar und berichtet dabei unter anderem, eine Schwester Bischof
Udos von Hildesheim namens
Richenza
sei
von Gerold von Immenhausen entführt und geheiratet worden.
Da aus dieser Ehe keine Nachkommenschaft hervorgegangen sei, habe Propst
Reinhard, der spätere Halberstädter Bischof, ihren Besitz erworben
und diesen seinem Neffen, dem Grafen Poppo von Blankenburg, zur Hochzeit
geschenkt.
Die diesbezügliche Erwartung Graf Hermanns dürfte
einen sehr realen Hintergrund gehabt haben, denn die Schenkung des Bischofs
in Gestalt zweier Wälder stammte aus dem Besitz Gerolds von Immenhausen,
den Reinhard käuflich erworben hatte. Gerold aber war durch
seine Heirat mit Richenza,
einer Schwester Graf Hermanns, eine beträchtliche Besitzausweitung
gelungen. Deswegen wird man vermuten dürfen, dass sich unter den an
Bischof Reinhard verkauften Gütern auch Grundbesitz befand, der aus
dem Heiratsgut seiner Gattin und damit aus dem Besitz der Grafen von Reinhausen
stammte. Es ist daher anzunehmen, dass sich die Hoffnungen des Grafen Hermann
darauf richteten, zumindest Teile davon würden nun anläßlich
der Klosterweihe durch den Bischof an das Familienkloster und damit wieder
unter seine Verfügungsgewalt gelangen.
oo Gerold Graf von Immenhausen
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