Otto I.                                                       Markgraf von Montferrat (969-991)
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   -   991
 

Sohn des Markgrafen Aledram I. von Montferrat
 

Otto I. folgte seinem Vater als Markgraf von Montferrat, führte viele typische Fehden mit den Nachbarn und behauptete sich.

Bresslau, Harry: Band 1 Seite 391-393
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"Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Konrad II."

Das Haus der Aledramiden

§ 2. Die ersten Aledramiden

Nehmen nun weiter an der Klostergründung die Brüder Wilhelm III. und Riprand teil, deren Vater Oddo als schon verstorben und als ein Bruder Anselms bezeichnet wird (Willielmus et Riprandus germanis filio bonae memoriae Oddoni, siehe unten: quod praedictus quondam Oddo, qui fuit genitor et germanus noster), so erkennen wir in ihnen mit Sicherheit die Söhne des 961 erwähnten Oddo I., des Sohnes Aledrams. Von Wilhelm und Riprand liegt auch noch eine freilich sehr verstümmelte Urkunde aus der Zeit OTTOS III. vor, in welcher sie über Güter in der Grafschaft Acqui zu Gunsten des Bistums verfügen. Riprand darf man aber nicht, wie Moriondi und andere Italiener tun, mit dem gleichnamigen Bischof von Novara identifizieren, der etwa seit 1038 regiert.
Demnächst kommt in Betracht HEINRICHS II. Urkunde für Kloster Fruttuaria vom Jahre 1014. HEINRICH bestätigt hier dem Kloster unter anderem "omnes terras illas, quas dederunt Ugo clericus et mater ejus et fratres ejus, Anselmi marchionis filii, et Wilielmus et Riprandus fratres, filii marchionis Oddonis, id est in Arzunga, in Maleria et in Tredino, in Cornate, in corte Oriola et juxta mare in comitatu Savonensi." Sowohl die Namen der beteiligten Personen, wie die der geschenkten Güter, namentlich der cortis Oriola zeigen deutlich, daß wir es hier mit Nachkommen Aledrams zu tun haben. Da an den Schenkungen, die zwischen 1003, das Gründungsjahr von Fruttuaria, und 1014 fällt, wohl Anselms I. Frau und Söhne, aber er selbst nicht mehr beteiligt ist, so muß sein Tod jedenfalls vor das Jahr 1014 gesetzt werden. Als seinen und der Gisela Sohn lernen wir hier Ugo clericus kennen, der mehrere Brüder gehabt haben muß. Hugo ist Geistlicher; die Versuche Mulettis und anderer, die clericus für einen Beinamen erklären, der ihm wegen seiner peritia litterarum gegeben sei, ihn mit einem Markgrafen Hugo von Toskana zu identifizieren, sind entschieden hinfällig; der letztere gehört, wie wir sehen werden, ins Haus der OTBERTINER.
Wilhelm und Otbert heißen in unserem Placitum von 1004 eben nicht germani und sind demnach aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht Brüder gewesen. Vielmehr spricht alles dafür, daß wir in ihnen die aledramidischen Vettern Otbert I., den Sohn Anselms I., und Wilhelm III., den Sohn Oddos I., zu erkennen haben - die Gleichheit der Namen nicht nur, sondern auch die des Rechtes, nach welchem sieleben, sowie der Gegend in der sie begegnen; sahen wir doch schon oben, wie 991 Anselm I. sein Kloster Spigno dem Bischof von Savona unterordnete, wie ferner vor 1014 die Söhne Anselms I. und die Söhne Oddos I. Kloster Fruttuaria mit Grundbesitz in der Grafschaft Savona ausstatteten. Wer diese Identität leugnet, müßte zu derselben Zeit, in derselben Gegend die Existenz zweier verschiedener Markgrafengeschlechter mit gleichem Namen, gleichen Lebens-, Rechts- und Besitzverhältnissen vorauzusetzen. Das ist allerdings eine Annahme, vor der San Quintino nicht zurückscheut - und sie hat ihn später zu ganz absonderlichen, ja geradezu absurden Konsequnzen geführt, auf die wir noch einmal mit einigen Worten zurückkommen müssen - von der aber eine gesunde Kritik sich fernhalten wird.
Unsere Urkunde berechtigt nun zu einer Reihe weiterer Folgerungen. Sind die Vettern Otbert I. und Wilhelm III. im gemeinsamen Besitz der Grafschaft Savona, so müßten auch ihre Väter Anselm I. und Oddo I. schon gemeinsame Besitzer derselben gewesen sein; es ist daraus zu schließen, daß schon Aledram die Grafschaft erworben hatte, und daß seine Söhne dies Erbe in ungeteiltem Besitz behielten.
 
 
 
 

  oo N.N. von Piacenza, Tochter des Grafen Riprand
              -
 
 
 
 

Kinder:

  Wilhelm I.
         - vor 1042

  Riprand Graf
        -

Stammvater der Markgrafen von Viarigi, zu Montemagno und Occimiano.

  Ota
        -

  oo Otto von Monfalcone
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Literatur:
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Bresslau, Harry: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Konrad II. Band 1 Seite 391-393 - Hlawitschka, Eduard: Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien (774-962), in Forschungen zur Oberrheinischen Landesgeschichte Band VIII Eberhard Albert Verlag Freiburg im Breisgau 1960 Seite 109,119 -
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


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