Sohn des Markgrafen Aledram I. von Montferrat
Otto I. folgte seinem Vater als Markgraf von Montferrat, führte viele typische Fehden mit den Nachbarn und behauptete sich.
Bresslau, Harry: Band 1 Seite 391-393
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"Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Konrad II."
Das Haus der Aledramiden
§ 2. Die ersten Aledramiden
Nehmen nun weiter an der Klostergründung die Brüder
Wilhelm
III. und Riprand teil, deren Vater Oddo
als schon verstorben und als ein Bruder Anselms
bezeichnet
wird (Willielmus
et Riprandus germanis filio bonae memoriae
Oddoni,
siehe unten: quod praedictus quondam Oddo,
qui fuit genitor et germanus noster), so erkennen wir in ihnen mit Sicherheit
die Söhne des 961 erwähnten Oddo I., des Sohnes Aledrams.
Von Wilhelm
und Riprand liegt auch noch eine freilich sehr verstümmelte
Urkunde aus der Zeit OTTOS III. vor,
in welcher sie über Güter in der Grafschaft Acqui zu Gunsten
des Bistums verfügen. Riprand darf man aber nicht, wie Moriondi
und andere Italiener tun, mit dem gleichnamigen Bischof von Novara identifizieren,
der etwa seit 1038 regiert.
Demnächst kommt in Betracht HEINRICHS
II. Urkunde für Kloster Fruttuaria vom Jahre 1014. HEINRICH
bestätigt
hier dem Kloster unter anderem "omnes terras illas, quas dederunt Ugo
clericus et mater ejus et fratres ejus,
Anselmi marchionis filii,
et Wilielmus
et Riprandus fratres, filii marchionis
Oddonis, id est in Arzunga, in Maleria et in Tredino, in Cornate,
in corte Oriola et juxta mare in comitatu Savonensi." Sowohl die Namen
der beteiligten Personen, wie die der geschenkten Güter, namentlich
der cortis Oriola zeigen deutlich, daß wir es hier mit Nachkommen
Aledrams
zu tun haben. Da an den Schenkungen, die zwischen 1003, das Gründungsjahr
von Fruttuaria, und 1014 fällt, wohl Anselms I. Frau und Söhne,
aber er selbst nicht mehr beteiligt ist, so muß sein Tod jedenfalls
vor das Jahr 1014 gesetzt werden. Als seinen und der Gisela Sohn
lernen wir hier Ugo clericus kennen, der mehrere Brüder gehabt
haben muß. Hugo ist Geistlicher; die Versuche Mulettis und
anderer, die clericus für einen Beinamen erklären, der ihm wegen
seiner peritia litterarum gegeben sei, ihn mit einem Markgrafen Hugo von
Toskana zu identifizieren, sind entschieden hinfällig; der letztere
gehört, wie wir sehen werden, ins Haus der OTBERTINER.
Wilhelm und Otbert
heißen in unserem
Placitum von 1004 eben nicht germani und sind demnach aller Wahrscheinlichkeit
nach auch nicht Brüder gewesen. Vielmehr spricht alles dafür,
daß wir in ihnen die aledramidischen
Vettern Otbert I., den Sohn Anselms I., und Wilhelm
III., den Sohn Oddos I., zu
erkennen haben - die Gleichheit der Namen nicht nur, sondern auch die des
Rechtes, nach welchem sieleben, sowie der Gegend in der sie begegnen; sahen
wir doch schon oben, wie 991 Anselm I. sein Kloster Spigno dem Bischof
von Savona unterordnete, wie ferner vor 1014 die Söhne Anselms
I. und die Söhne Oddos I.
Kloster Fruttuaria mit Grundbesitz in der Grafschaft Savona ausstatteten.
Wer diese Identität leugnet, müßte zu derselben Zeit, in
derselben Gegend die Existenz zweier verschiedener Markgrafengeschlechter
mit gleichem Namen, gleichen Lebens-, Rechts- und Besitzverhältnissen
vorauzusetzen. Das ist allerdings eine Annahme, vor der San Quintino nicht
zurückscheut - und sie hat ihn später zu ganz absonderlichen,
ja geradezu absurden Konsequnzen geführt, auf die wir noch einmal
mit einigen Worten zurückkommen müssen - von der aber eine gesunde
Kritik sich fernhalten wird.
Unsere Urkunde berechtigt nun zu einer Reihe weiterer
Folgerungen. Sind die Vettern Otbert I. und Wilhelm
III. im gemeinsamen Besitz der Grafschaft Savona, so müßten
auch ihre Väter Anselm I. und Oddo
I. schon gemeinsame Besitzer derselben
gewesen sein; es ist daraus zu schließen, daß schon
Aledram
die
Grafschaft erworben hatte, und daß seine Söhne dies Erbe in
ungeteiltem Besitz behielten.
oo N.N. von Piacenza, Tochter des Grafen Riprand
-
Kinder:
Wilhelm I.
- vor
1042
Riprand Graf
-
Stammvater der Markgrafen von Viarigi, zu Montemagno und Occimiano.
Ota
-
oo Otto von Monfalcone
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Literatur:
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Bresslau, Harry: Jahrbücher des Deutschen
Reiches unter Konrad II. Band 1 Seite 391-393 - Hlawitschka, Eduard:
Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien (774-962), in Forschungen
zur Oberrheinischen Landesgeschichte Band VIII Eberhard Albert Verlag Freiburg
im Breisgau 1960 Seite 109,119 -