Hunerich                                        König der Wandalen (477-484)
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411/15 23.12.484
 

Ältester Sohn des Vandalen-Königs Geiserich
 

Thiele, Andreas: Tafel 221
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

HUNERICH
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      484

Hunerich folgte 477 seinem Vater als König der Vandalen. Erste Anzeichen der Dekadenz bei ihm und seinem Volk durch Klima und römische Überkultur zeigten sich. Er gab dem oströmischen Druck nach und gestattete das Einsetzen katholischer Bischöfe. Hunerich regierte seit 481 mit Terror, um die Senioratsverfassung zugunsten des Sohnes zu ändern. Das Religionsedikt von 484 führte zu inneren Unruhen, da nun die römischen Ketzergesetze auf die Katholiken angewandt wurden.

  1. oo N. DER WESTGOTEN
                  

  2. oo EUDOXIA VON ROM
                     

Tochter des weströmischen Kaisers Valentinian III. und Schwägerin des weströmischen Kaisers Olybrius



Nach dem Senioratsprinzip folgte Hunerich seinem Vater in der Regierung, während der der Abfall der maurischen Stämme und der gleichzeitige Zerfall des riesigen Reiches begann.
 
 
 

  1. oo N.N. (Westgotin)
                

  2. oo Eudoxia, Tochter des Kaisers Valentinian III.
           um 438 nach 472
 
 
 

Kinder:
2. Ehe

  Hilderich
  457 533

  Theoderich
          vor 484
 
 
 
 

Literatur:
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Dahn Felix: Die Völkerwanderung. Germanisch-Romanische Frühgeschichte Europas. Verlag Hans Kaiser Klagenfurt 1977 Seite 23,24,26,29 - Ensslin Wilhelm: Theoderich der Große. F. Bruckmann KG München 1959 Seite 82,306 - Gregor von Tours: Fränkische Geschichte. Phaidon Verlag, Essen und Stuttgart 1988 Buch II Kapitel 3 - Günther Rigobert: Römische Kaiserinnen. Zwischen Liebe, Macht und Religion. Militzke Verlag Leipzig 2003 Seite 91,93,95,101 - Offergeld Thilo: Reges pueri. Das Königtum Minderjähriger im frühen Mittelalter. Hahnsche Buchhandlung Hannover 2001 Seite  107,108,111-113,115 - Quast Helmut W.: Geiserich. Vandale ohne Vandalismus. Casimir Katz Verlag Gernsbach 1987 - Riehl Hans: Die Völkerwanderung. Der längste Marsch der Weltgeschichte. W. Ludwig Verlag 1988 Seite 231,233,234,236,239,242,244,245-247,250 - Schreiber Hermann: Die Vandalen. Siegeszug und Untergang eines germanischen Volkes. Gondrom Verlag Bindlach 1993 Seite 160,169,196,226,231,237,239,250,285,296,298,302,313,316,320,323,326,329,339 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 221 -