Csaba                                             Hunnen-Prinz
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Sagenhafter Sohn des Hunnen-Königs Attila
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 362
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Csaba
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Sagenhafter jüngster Sohn des Hunnen-Königs Attila († 453) von der Tochter des Kaisers Honorius († 423), der nach dem Bruderkrieg (proelium Crimildinum) um das Erbe Attilas erst nach Griechenland geflohen, dann in die Urheimat Skythien zurückgekehrt sein soll. Sein Sohn Edemen soll mit den ungarischen „Hunnen“ 888 wieder nach Ungarn zurückgekehrt sein, wo die zurückgelassenen Reste der Hunnen, die Szekler, sein Andenken erhalten haben. Diese zum Sagenhelden gewordene literarische Gestalt erscheint erst in Simon Kézais »Gesta Hungarorum« (um 1283) und dient hier als Bindeglied der Identifizierung von Hunnen und Ungarn. Die Quellen der synkretistischen Persönlichkeit Csabas sind: Jordanes, Getica, cap. 50, über das Schicksal des jüngsten Sohnes Attilas, Hernac; das Nibelungenlied über Etzel und Kriemhilds Rache; die Tradition der Székler (2. Cs.); die Familientradition des Fürstengeschlechts Aba (3. Cs.).