Baryaruk                                          Seldschuken-Sultan (1094-1105)
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um 1080
Januar 1105

Ältester Sohn des Sultans Malik Schah I.

Mayer, Hans Eberhard: Seite 52
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"Geschichte der Kreuzzüge"

In Syrien war bis 1095 Tutusch, der Bruder des großseldschukischen Sultans Malik Schah, die beherrschende Figur gewesen. Er hatte den FATIMIDEN und Turkmenen Damaskus, Jerusalem und Akkon abgejagt. Sein Staatsgebilde war zugleich Puffer gegenüber den FATIMIDEN und Rivale für die übrigen seldschukischen Gebiete. Im Jahre 1086 erlangte er zu seinen palästinensischen und südsyrischen Besitzungen noch Aleppo hinzu, aber nun fand Malik Schah es an der Zeit einzugreifen und setzte ihm genehme Herrscher in Mosul, Aleppo und Antiochia ein. Als er 1092 starb und das großseldschukische Reich zerfiel suchte Tutusch seine Macht wiederum auszudehnen, aber er wurde von seinem Neffen Barkyaruk nach Syrien zurückgetrieben. Immerhin konnte er Aleppo seinem Herrschaftsbereich hinzufügen. Als er starb, erbte sein einer Sohn Ridwan (1095-1113) Aleppo, der andere Dudak (1095-1104), bekam Damaskus.

Runciman, Steven: Seite 327,353,418
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"Geschichte der Kreuzzüge"

Der Gegen-Kalif, der ABBASIDE el-Mustazhir, war ein schattenhafter Jüngling, der von Ganden des Seldschuken-Sultans in Bagdad regierte. Doch auch der Sultan selbst, Barkiyarok, der älteste Sohn des großen Malik Schah, ermangelte der Macht und Befähigung seines Vaters. Seine Brüder lehnten sich fortgesetzt gegen ihn auf. Er hatte sich genötigt gesehen, den jüngsten Bruder Sandschar mit Khorassan zu belehnen, und vom Jahr 1099 an lag er mit Mohammed, einem anderen Bruder, im Krieg; dieser brachte schließlich die Provinz Irak an sich.
Während des Jahres 1103 war die ganze östliche islamische Welt von einem Bürgerkrieg zwischen dem Seldschuken-Sultan Barkiyarok und seinem Bruder Mohammed zerrissen. Im Januar 1104 wurde zwischen ihnen Frieden geschlossen; der Sultan behielt Bagdad und das Hochland des westlichen Iran; sein dritter Bruder Sandschar hatte sich bereits Khorassan und das östliche Iran verschafft; und Mohammed erhielt den nördlichen Irak und die Gezira sowie die Hoheitsrechte über Diarbekir und ganz Syrien. Es war keine haltbare Abmachung. Jeder der Brüder hoffte, sie baldigst umzustürzen, und intrigierte inzwischen mit sämtlichen türkischen und arabischen Fürsten, um sich Verbündete zu verschaffen.
Als Sultan Barkiyarok im Jahr 1104 genötigt war, sein Herrschaftsgebiet mit seinem Bruder Mohammed zu teilen, wurde Mossul dem Bereich des letzteren zugewiesen. Dschekermisch versuchte, sich unabhängig zu machen, indem er erklärte, er schulde Barkiyarok allein Treuepflicht; er bot Mohammeds Truppen die Stirn, aber im Januar 1105 starb Barkiyarok, und jetzt ging sein gesamtes Erbe auf Mohammed über.





Literatur:
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Mayer, Hans Eberhard: Geschichte der Kreuzzüge, Verlag W. Kohlhammer GmbH 1995 Seite 52 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978 Seite 327,353,418,438 -