Arghun                                             Il-Chan von Persien (1284-1291)
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  † 1291

Sohn des Il-Chans Abaga

Mayer, Hans Eberhard: Seite 250
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"Geschichte der Kreuzzüge"

Nur der mongolische Il-Khan Argun (1284-1291) versuchte noch einmal, gegen die Mamluken eine Allianz zusammenzubringen. In richtiger Einschätzung der Lage suchte er bei den palästinensischen Franken erst gar keine Unterstützung, sondern wandte sich gleich nach Europa. Von 1285 bis 1289 durchreisten seine Gesandten das Abendland und brachten Briefe des Il-Khan nach Rom, Paris und London, aber überall waren die europäischen Mächte mit ihren eigenen Problemen beschäftigt, und außer leeren Versprechungen und höflichen Entschuldigungen bekamen die Gesandten nichts zu hören.


Runciman, Steven: Seite 1177,1180-1182,1207
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"Geschichte der Kreuzzüge"

Mit Khubilais Zustimmung setzte Abagas Sohn Arghun in Khorasan, wo er Statthalter war, einen Aufstand ins Werk. Er erlitt anfänglich eine Niederlage, aber Ahmed wurde schon bald von seinen Heerführern im Stich gelassen und am 10. August 1284 bei einer Palastverschwörung
ermordet. Arghun bestieg unverzüglich den Thron. Gleich seinem Vater war er ein religiöser Eklektiker. Er neigte persönlich dem Buddhismus zu, aber sein Wesir Sa'ad ed Daulah war ein Jude, und sein bester Freund war der nestorianische Katholikos Mar Jahballah. Er besaß großen Einfluß auf den neuen Ilkhan, der sehnsüchtig danach verlangte, die Heiligen Stätten der Christenheit vor den Muselmanen zu retten, aber stets erklärte, er werde dies nur tun, wenn die christlichen Könige des Abendlandes ihn dabei unterstützten.
Im Jahr 1285 schrieb Arghun an Papst Honorius IV., um gemeinsame Schritte vorzuschlagen, erhielt jedoch keine Antwort. Zwei Jahre später beschloß er, eine Gesandtschaft nach dem Westen zu schicken.
Die Könige des Westens waren in der Tat, wie Rabban Sauma erkennen mußte, von ihren eigenen Sorgen und Beschwernissen geplagt. Der unheilvolle Geist Karls von Anjou vereinte sich mit der alten Rachsucht des Papsttums, um jedem Kreuzzug den Weg zu versperren.
Arghun wollte nicht glauben, daß die Christen des Westens bei all den frommen Beteuerungen ihrer Treue und Hingabe an das Heilige Land seinem drohenden Schicksal mit solcher Gleichgültigkeit begegnen konten. Bald nach Ostern 1289 schickte er einen zweiten Gesandten mit Briefen zum Papst und zu den Königen von Frankreich und England.
Trotz der wenig verheißungsvollen Antworten, mit welchen Buscarel zurückkehrte, schickte Arghun ihn nochmals aus. Die Abgesandten kehrten untröstlich nach Rom zurück, wo sie während des ganzen Sommers blieben. Um diese Zeit war es schon zu spät. Das Schicksal Outremers war bereits entschieden, und der Ilkhan Arghun war tot.
Der Ilkhan von Persien blieb ein möglicher Verbündeter; aber Arghun hatte mit seinem Unvermögen, das Abendland vor dem Fall von Akkon zu Taten aufzurütteln, eine grausame Enttäuschung erlebt. Er gedachte nichts mehr zu unternehmen. Im Jahre 1295, kurz nach Arghuns Tod, führte der Ilkhan Ghazzan den Islam als Staatsreligion im Ilkhanat ein und schüttelte sein Lehnstreueverhältnis zum Groß-Khan ab.





Kinder:

  Ghazzan
       
1304

  Öljeitü
       
1316





Literatur:
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Mayer, Hans Eberhard: Geschichte der Kreuzzüge, Verlag W. Kohlhammer GmbH 1995 Seite 250 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978 Seite 1177,1180-1182,1207 -