Jolaos (Jollas)
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um 345 v.u.Z. um 318 v.u.Z.
 

Jüngerer Sohn des makedonischen Reichsverwesers Antipater
 

Thiele, Andreas: Tafel 239
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

JOLLAS
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Jollas war der Mundschenk Alexanders des Großen und sollte ihn letztlich vergiftet haben. Sein Grab wurde dem Erdboden gleichgemacht.



Droysen Johann Gustav: Band I Seite 63,457/Band II Seite 50,58,114,152
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"Geschichte des Hellenismus."

Seine erprobte Treue und die nüchteren Klarheit, mit der er militärische wie politische Verhältnisse auffaßte, machten ihn für das hohe Amt eines Reichsverwesers vollkommen geeignet; die Vermählung mit seiner Tochter schien das sicherste Mittel, die hohe Familie der LYNKESTIER zu  gewinnen; seine Söhne Kassandros, Archias und Iolaos erhielten erst später Bedeutung.
Antipatros selbst soll seinen Sohn Kassandros gesandt haben, zu rechtfertigen, was er getan; vielleicht wünschte er zugleich, dem König, bei dem sich bereits sein Sohn Iolaos als Mundschenk befand, in seinem ältesten Sohn ein neues Unterpfand seiner Treue zu geben.
Darum hatte Perdikkas sich bei Antipatros um die Hand seiner Tochter Nikaia beworben; Antipatros erklärte sich gern bereit dazu; er sandte Nikaia unter Begleitung der Archias und ihres Bruders Iolaos nach Asien.
Ihm die Stütze zu entziehen, mag Perdikkas um die Tochter des Antipatros geworben haben; jetzt kam sie, von Archais und Iolaos begleitet, nach Asien, um sich mit Perdikkas zu vermählen.
Olympias, die Königin-Mutter, hat vor Antipatros' Haß nach Epeiros flüchten müssen; sie glaubt es, und viele mit ihr, daß Antipatros am Tode Alexanders schuld gewesen, daß sein Sohn Iolaos ihm Gift gereicht habe.
War es nicht Antipatros gewesen, der sie, die Mutter des Welteroberers, mißehrt und zur Flucht nach Epeiros gezwungen, der ihre Tochter Kleopatra vor ein makedonisches Gericht geladen und auf den Tod verklagt hatte? War es nicht dessen Sohn Iolaos gewesen, der ihrem großen Sohne, wie alle Welt sagte, das Gift gereicht hatte?
Nach diesem Ausgang des Königs und der Königin wütete Olympias weiter gegen deren Freunde; sie ermordet Kassandros' Bruder Nikanor, sie ließ  das Grab seines Bruder Iolaos aufwühlen, sie ließ Hunderte von Kassandros' Freunden hinrichten.
 
 
 
 

Literatur:
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Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band I Seite 63,457/Band II Seite 50,58,114,152 - Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H. Beck Verlag München 1986 Seite 119 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 239 -