Sohn des Tyrannen Agathokles
von Syrakus
Droysen Johann Gustav: Band II Seite 271
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"Geschichte des Hellenismus."
Agathokles sandte
an Ophellas Lebensmittel in reichster Fülle, damit sich die
verbündeten Truppen erholten; er sandte Ophellas gleichsam
als Geisel seinen Sohn Herakleides,
einen Jüngling von großer Schönheit; er wußte,
dass Ophellas der unnatürlichen Liebe zu Knaben ergeben sei;
er sagte seinem Sohne, er möge freundlich und doch spröde gegen
Ophellas
sein, möge bis zum Tage, den er ihm nannte, zögern, dem Fürsten
die letzte Gunst zu gewähren. Als nun die meisten kyrenaischen Truppen
sich in der Gegend zerstreut hatten, um Gras und Lebensmittel zu beschaffen,
berief Agathokles sein Heer zur Versammlung:
Ophellas sei ein Verräter, er mißbrauche den Knaben,
der ihm anvertraut worden.
Nach Afrika zurückeilend, erlitt
Agathokles eine schwere Niederlage, es folgte Empörung
seiner Truppen; heimlich von dannen eilend, ließ er seine zwei Söhne
zurück; gegen sie empörten sich die kyrenischen Truppen; am Jahrestag
nach Ophellas Tod ermordeten sie die beiden Jünglinge.
Literatur:
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Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus.
Primus Verlag 1998 Band II Seite 271 -