Herakleides                                    Prinz von Syrakus
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    308 v.u.Z. ermordet
 

Sohn des Tyrannen Agathokles von Syrakus
 

Droysen Johann Gustav: Band II Seite 271
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"Geschichte des Hellenismus."

Agathokles sandte an Ophellas Lebensmittel in reichster Fülle, damit sich die verbündeten Truppen erholten; er sandte Ophellas gleichsam als Geisel seinen Sohn Herakleides, einen Jüngling von großer Schönheit; er wußte, dass Ophellas der unnatürlichen Liebe zu Knaben ergeben sei; er sagte seinem Sohne, er möge freundlich und doch spröde gegen Ophellas sein, möge bis zum Tage, den er ihm nannte, zögern, dem Fürsten die letzte Gunst zu gewähren. Als nun die meisten kyrenaischen Truppen sich in der Gegend zerstreut hatten, um Gras und Lebensmittel zu beschaffen, berief Agathokles sein Heer zur Versammlung: Ophellas sei ein Verräter, er mißbrauche den Knaben, der ihm anvertraut worden.
Nach Afrika zurückeilend, erlitt Agathokles eine schwere Niederlage, es folgte Empörung seiner Truppen; heimlich von dannen eilend, ließ er seine zwei Söhne zurück; gegen sie empörten sich die kyrenischen Truppen; am Jahrestag nach Ophellas Tod ermordeten sie die beiden Jünglinge.
 
 
 
 

Literatur:
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Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band II Seite 271 -