Helenos                                          Prinz von Epeiros
-----------                                        Statthalter in Tarent
um 292 v.u.Z. nach 272 v.u.Z.
 

Einziger Sohn des Königs Pyrrhos I. von Epeiros aus dem Hause der AIAKIDEN aus seiner 3. Ehe mit der Byrkenna von Illyrien, Tochter von König Bardylis
 

Thiele, Andreas: Tafel 244
**************
"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

HELENOS
---------------
* um 292 v.u.Z. † ?

Helenos sollte nach dem Willen seines Vaters Erbe in Epiros werden 278; wohl ermordet.



Bengtson Hermann: Seite 101,102,103,104,106,149
****************
"Herrschergestalten des Hellenismus."

Auf der Überfahrt von Tarent nach Sizilien berührte Pyrrhos die Stadt Lokroi, wo sein Sohn Helenos zurückgelassen wurde, um von hier aus die Interessen des Pyrrhos in Unteritalien wahrzunehmen. Nach dem Scheitern der Italienexpedition seines Vaters blieb in Tarent eine Besatzung der Epiroten unter Milon, einem Feldherrn des Pyrrhos, und Helenos zurück. Nach seinem Sieg über den Makedonen-König Antigonos II. Gonatas rief Pyrrhos seinen Sohn Helenos aus Tarent zurück.
Das Durcheinander in der Stadt Argos vergrößerte sich noch, als Helenos mit seinen Truppen in die Stadt gelangte, weil ihn ein Befehl in mißverständlicher Form erreicht hatte. Nach dem Tod seines Vaters erlaubte König Antigonos II. die Rückkehr nach Epiros.

Droysen Johann Gustav: Band III Seite 67,117,140,141
********************
"Geschichte des Hellenismus."

[60 Wie weit sich am Meere hinauf Pyrrhos' Gebiet erstreckt habe, ist nicht klar. Die illyrischen Völker im Westen Makedoniens, im Norden von Epeiros standen um 312 unter zwei Herrschaften, der des Taulantiner-Fürsten Glaukias und der des illyrischen Königs Kleitos oder seines Nachfolgers. Allerdings hatte Pyrrhos als Kind Zuflucht bei Glaukias gefunden, noch 302 war er dort bei der Hochzeit, die Glaukias' Sohn feierte [Hellenismus 2, Seite 351]; aber nach seiner Rückkehr in das reich 295 hat er unzweifelhaft das Gesamtgebiet der Taulantiner an sich gebracht, wie denn Appian. Illyr. 7 bezeugt, daß er die Küste, auf der namentlich Apollonia, Epidamnos und das von dem Tyrannen Dionys I. gegründete Lissos lag, besessen habe. Korkyra hatte Pyrrhos schon 295 als Mitgift von Agathokles vonn Syrakus erhalten [Hellenismus 2, Seite 384] und im Krieg von 288 gegen Demetrios durch Hilfe der Tarentiner (Paus. I 12, 3) gerettet. Nach den Kandavischen Bergen zu war die Grenze mit Makedonien stets wechselnd. Nordwärts grenzte Pyrrhos' Gebiet an das des illyrischen Fürsten; schon um 290 hat er sich mit Birkenna vermählt, da ihr Sohn Helenos bereits 274 in Tarent bei der Besatzung zurückbleiben konnte; Birkenna wird des illyrischen Königs Bardylis Tochter genannt, der wohl Kleitos' Nachfolger war [Hellenismus 2, Seite 395].]
Er führte 8.000 Mann Fußvolk und 500 Reiter mit sich zurück, er ließ in Tarent eine Besatzung unter Milon, ja seinem Sohn Helenos zurück. Das gleicht einer Flucht.
Um nicht in dem engen Tor Aufenthalt zu haben, sandte er an seinen Sohn Helenos, der mit dem größten Teil des Heeres vor der Stadt stand, den Befehl, einen Teil der Mauer einzureißen und den Rückzug zu decken, wenn ihn etwa die Feinde beunruhigen sollten. Die Verwirrung des Boten machte Helenos den Befehl mißverstehen, er zog, so hatte er verstanden, mit den übrigen Elefanten und den besten Truppen gleichfalls hinein, seinem Vater Hilfe zu leisten.
Und als dann Halkyoneus den auf der Flucht gefangenen Helenos freundlich und teilnehmend zum König brachte, empfing er ihn als eines Königs Sohn und sandte ihn nach Epeiros.
 
 
 
 

Literatur:
------------
Bengtson Hermann: Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen. C.  H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München 1987 Seite 167 - Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus. Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 101,102,103,104,106,149 - Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band III Seite 67,117,136,140,141 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 244 -