Barsine (Barsinoe)                          Geliebte Alexanders des Großen
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um 363 v.u.Z. 309 v.u.Z. ermordet
 

Tochter des Satrapen Artabazos II. von Baktrien und Urenkelin des Groß-Königs Artaxerxes II. von Persien
 

Thiele, Andreas: Tafel 237
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

ALEXANDER III. "DER GROSSE"
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* 356 v.u.Z.323 v.u.Z. (ermordet?)

  2. oo 324 v.u.Z.
         BARSINE VON BAKTRIEN
                309 v.u.Z. ermordet

Tochter des Satrapen Artabazos II. und Urenkelin des Königs Artaxerxes II. von Persien



Bengtson Hermann: Seite 209-211
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"Philipp und Alexander der Große. Die Begründer der hellenistischen Welt."

Die Frauen im Leben Alexanders:
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Und doch hat es Frauen gegeben, die seine Leidenschaft entflammt haben. Eine von ihnen war Barsine, die Tochter des Artabazos und einer Schwester des Rhodiers Mantor. Barsine war eine Frau von hellenischer Bildung. Sie verfügte über eine große persönliche Ausstrahlung. Bereits 30 Jahre alt, geriet sie nach der Schlacht bei Issos als Gefangene in die Hände der Makedonen (Parmenion hatte sie in Damaskos erbeutet). Wir wissen nicht, welche Motive Parmenion gehabt hat, diese Frau dem König zuzuführen. Alexander trat zu ihr in ein Liebesverhältnis, dem ein Knabe Herakles entsprossen ist. Herakles wurde im Jahre 327 v.u.Z. in Baktrien geboren. In Baktrien war es auch, wo Alexander in den Bannkreis der Rhoxane geriet. Barsine aber machte sich auf den Weg nach Kleinasien, sie lebte mit ihrem Sohn in Pergamon, als Alexander starb. Polyperchon ließ sie später mitsamt ihrem Sohn im Jahre 309 v.u.Z. ermorden, da er in ihm einen möglichen Kronprätendenten aus dem Weg räumen wollte. Ohne Zweifel war der Bund zwischen Alexander und Barsine auf Liebe gegründet; als aber eine neue Frau ins Leben des Königs trat, die Iranierin Rhoxane, da hat Alexander seine Geliebte nach Hause geschickt. Im übrigen ist Barsine auf die politischen Entscheidungen Alexanders ohne Einfluß geblieben, und es verlautet nichts darüber, dass er später noch einmal mit ihr in Verbindung getreten wäre.

Fox Robin Lane: Seite 48,49,134
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"Die Suche nach Alexander."

Wenige Jahre vor 350 v.u.Z. nahm Philipp II. in Pella die Familie des rebellierenden persischen Satrapen Artabazos auf, der einen Distrikt nahe des Hellespont verwaltet hatte. Artabazos sprach vermutlich Persisch und Griechisch und hatte hervorragende Verbindungen. Verheiratet war er mit einer Tochter des vorhergehenden Königs, und seine eigene Ahnenreihe ließ sich vermutlich bis auf Dareios I. zurückführen. Der Dienst in der hellenisierten Provinz am Hellespont hatte seine Familie geprägt und sie mit der  griechischen Lebensweise vertraut werden lassen. Mit sich brachte er seine vielen Söhne, seine Schwiegersöhne und seine junge Tochter Barsine. Später sollten die Söhne wieder mit Artabazos nach Persien zurückkehren und dort verantwortungsvolle Posten übernehmen. Wie Artabazos selbst liefen sie aber zu Alexander über und stellten ihren ehemaligen Gastgeber ihre umfassende Erfahrung zur Verfügung. Barsines Schwager und zweiten Ehemann fand den Tod, als er einen Gegenangriff gegen die makedonischen Eindringlinge führte. Barsine selbst sollte ein noch ungewöhnlicheres Schicksal erleiden. Sie war nach Asien zurückgekehrt und zählte zur Beute von Alexanders Siegeszug. Zeitgenossen bezeichneten als die schönste Frau in ganz Asien. Alexander nahm sie als Mätresse und wurde Vater eines gemeinsamen Sohnes mit Namen Herakles, den er aber wegen einer späteren Heirat nicht anerkannte.
Nach dem Sieg bei Issos wurde das Lager des Dareios nahe des Payas-Flussses erobert. Unter den Damen war auch die weitgereiste Barsine, die ehemalige Frau von Memnons Bruder und dann von Memnon selbst. Sie war das Mädchen, das gemeinsam mit seinem Vater Artabazos in Pella im Exil gelebt hatte, als Alexander ein kleiner Junge war. Jetzt vermerkten die Geschichtsschreiber ihre außergewöhnliche Schönheit und Alexander nahm sie als Mätresse.
Bei der Hochzeit Alexanders mit Rhoxane hatte es kaum Bedeutung, dass Barsine, seine erste zweisprachige Mätresse, gerade ein Kind erwartete. Der gemeinsame Sohn Herakles lebte später in Pergamon und wurde allgemein ignoriert.
 
 
 
 

  1. oo Mentor, Bruder des Generals Mennon
                

  2. oo Memnon, persischer General; Grieche aus Rhodos
                 
 
 
 
 

Literatur:
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Bengtson Hermann: Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders des Großen. C.  H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München 1987 Seite 15,42,48,54 - Bengtson Hermann: Philipp und Alexander der Große. Die Begründer der hellenistischen Welt. Eugen Diederichs  Verlag München 1997 Seite 209-211,252,257 - Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band II Seite 6,263 - Droysen Johann Gustav: Geschichte Alexanders des Großen. Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion Kettwig 1990 - Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H. Beck Verlag München 1986 Seite 131 - Fox Robin Lane: Die Suche nach Alexander. Georg Westermann Verlag GmbH Braunschweig 1990 Seite 48,49,105,134,135,136,144,193,216,278,307 - Geyer, Fritz: Alexander der Große und die Diadochen. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig 1925 Seite 109,132 - KLEINES LEXIKON DES HELLENISMUS. Harrassowitz Verlag Wiesbaden 1993 Seite 431,609 - Lauffer Siegfried: Alexander der Große. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München 1993 Seite 80,134,141,169,190 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 237 -