Alexander                                       Stratege für den Peloponnes
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    314 v.u.Z. ermordet
 

Sohn des Reichsverwesers Polyperchon
 

Thiele, Andreas: Tafel 238
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

ALEXANDER
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    † 314 v.u.Z. ermordet

Alexander ist der einzige wirklich greifbare Sohn Polyperchons und wurde 321 v.u.Z. Leibwächter Philipps III. durch den Reichsverweser Antipatros. Er kämpfte für den Vater mit gegen Kassandros, verhandelte 315 v.u.Z. in Kleinasien mit Antigonos I., ging zu Kassandros über und wurde dessen Stratege für den Peloponnes gegen seinen Vater. Er residierte in Korinth und wurde von Anhängern seines Vaters umgebracht.

  oo KRATESIKLEIA N.
       um 350 v.u.Z. nach 308 v.u.Z.

Sie übte grausam Rache an den Mördern ihres Mannes und blieb Herrin von Korinth und Sikyon, das sie 308 v.u.Z. an Ptolemäus I. von Ägypten übergab; danch war sie nicht mehr greifbar (hatten wohl Nachkommen).



Droysen Johann Gustav: Band II Seite 90,138-139,143,216,221,222,223
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"Geschichte des Hellenismus."

Zu Leibwächtern des Königs Philippos endlich bestellte Antipatros Autolykos, den Bruder des Lysimachos von Thrakien, Amyntas, des Peukestas von Persien Bruder, Alexandros, den Sohn des Strategen Polyperchon, Ptolemaios, den Sohn des Ptolemaios.
Aber ein Tag nach dem anderen verging, und Nikanor wich nicht; da kam die frohe Kunde, ein makedonisches Heer werde in Griechenland einrücken, und Polyperchon schickte seinen Sohn Alexandros mit einem Heerhaufen nach Attika voraus, um die Hafenstädte zu befreien. Alexandros kam mit seinen Truppen, in ihrem Gefolge ein großer Schwarm von Athenern, die teils verbannt, teils im Jahre 322 ausgewandert waren. Alexandros, der bereits in der Nähe des Peiraieus lagerte, zog es vor, vorerst ohne sie seine Pläne zu verfolgen; persönlich kam er mit Nikanor zusammen, unterhandelte mit ihnen insgeheim. Polyperchon, der mit König Philipp III. an der Spitze eines Heeres von 20.000 Mann makedonischen Fußvolkes, 4.000 Mann  Bundesgenossen, 1.000 makedonischen Rittern und 65 Elefanten erschienen war, mußte sich entschließen, die Belagerung aufzuheben; nur soviel Truppen, als das Land füglich erhalten konne, zur Beobachtung der Hafenstadt unter Befehl seines Sohnes Alexandros zurücklassend, zog er selbst mit dem übrigen Heere der Peloponnes zu.
Um diese Zeit (315 v. Chr.) kam aus der Peloponnes Alexandros, der Sohn des Polyperchon, in das Lager; es geschah infolge jener Aufforderung, die ihm und seinem Vater Aristodemos überbracht hatte. Er hatte des Vaters Vollmacht, alles Weitere mit dem Satrapen zu verabreden. Es wurde eine allgemeine Versammlung berufen; in derselben trat Antigonos als Kläger gegen Kassandros auf.
Nur in der Peloponnes, wo Polyperchon und sein Sohn Alexandros festen Fuß gefaßt hatten, zeigten sich einige Bewegungen gegen Makedonien. Den Versuch, der bei Polyperchon mißlungen war, wiederholte Kassandros bei dessen Sohn. Durch geheime Botschaft lud er ihn ein, die Sache des Antigonos zu verlassen und sein Bundesgenosse zu werden; er versprach ihm dafür die Strategie der Peloponnes, die Führung einer bedeutenden Kriegsmacht, des ferneren Ehren, wie er sie verdiene. Der Sohn tat nicht wie der Vater; ihm wurde ja geboten, wonach er strebte und woran ihn, solange er für Antigonos blieb, die Nähe des Aristodemos und mehr noch Polyperchons hinderte; es kümmerte ihn wenig, dass er fortan seinem Vater feindlich gegenüber stand; er trat, wie es scheint, mit einem guten Teil der von ihm und Aristodemos geworbenen Trupen über; in den nördlichen Teilen der Peloponnes, namentlich in Sikyon und Korinth, begann er als KassandrosStratege zu verfahren.
Wieder war Alexandros von Sikyon aufgebrochen, um die Städte, die Antigonos anhingen, zu knechten; auf dem Marsche wurde er von einigen Sikyoniern in seiner Umgebung ermordet; sie hofften ihrer Stadt die Freiheit zu gewinnen. Aber AlexandrosGemahlin, die schöne und kühne Kratesipolis, eilte, sich seiner Macht zu versichern; sie konnte sich auf die die Hingebung der Truppen verlassen, die sie sich durch ihre Güte, durch ihre Pflege der Kranken, durch ihre Almosen an Witwen und Waisen gewonnen hatte; sie war mit den Geschäften ihres Manes vertraut und nach dem Sinne jener Zeit in den Waffen geübt. Als die Sikyonier bei der Nachricht von Alexandros‘ Ermordung bewaffnet zusammenliefen, die neugewonnene Freiheit um jeden Preis zu verteidigen, stellte sie sich an die Spitze der Truppen, rückte gegen die Bürger aus, besiegte sie, ließ 30 Rädelsführer an das Kreuz heften, zwang die Stadt, sie als Herrin anzuerkennen.
 
 
 

  oo Kratesikleia (Kratesipolis)
       um 350 v.u.Z. nach 308 v.u.Z.
 
 
 
 

Literatur:
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Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band II Seite 90,138-139, 143,216,221,222,223 - Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H. Beck Verlag München 1986 Seite 1118,128 - FISCHER WELTGESCHICHTE. Band 6 Der Hellenismus und der Aufstieg Roms. Die Mittelmeerwelt im Altertum II. Fischer Bücherei KG, Frankfurt am Main 1965 Seite 52 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 238 -