Alexander II.                                  König von Makedonien (370-368 v.u.Z.)
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um 390 v.u.Z. 368 v.u.Z. ermordet
 

Ältester Sohn des Königs Amyntas III. von Makedonien aus seiner 2. Ehe mit der Eurydike von Lynkestis, Tochter von Fürst Sirrhas
 

Thiele, Andreas: Tafel 236
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

ALEXANDER II.
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    † 368 v.u.Z. ermordet

Alexander II. folgte seinem Vater 370 v.u.Z. als König von Makedonien. Er war Gegner von Theben und Alexanders von Pherai. Krannon und Larisa unterstellten sich der makedonischen Schutzhoheit. Alexander II. wurde von seinem Stiefvater Ptolemäus "Alorites" ermordet und hinterließ einen Sohn Amyntas IV. (368 v.u.Z.-336 v.u.Z.).



Alexander II. wurde von Ptolemaios von Aloros ermordet, der anschließend bis 365 v.u.Z. Regent wurde.

Bengtson Hermann: Seite 22,46-47
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"Philipp und Alexander der Große. Die Begründer der hellenistischen Welt."

Alexander II., der ältere Bruder Philipps II., folgte seinem Vater Amyntas III. auf den Thron. Seine Regierung dauerte nur eine kurze Zeit, von 370/69 v.u.Z. bis 369/68 v.u.Z., das heißt nur ein einziges Jahr (und vielleicht ein paar Monate).
Die Regierung seines Nachfolger, des Königs Alexander II., war nur kurz, sie dauerte wenig länger als ein Kalenderjahr, von 370/69 v.u.Z. bis 369 v.u.Z., aber es war eine Periode der Aktivität, und der jugendliche König hätte sicherlich noch viel mehr erreicht, wenn er nicht durch die Nachstellungen seiner Mutter Eurydike in die Unterwelt geschickt worden wäre.
Im Lande selbst hatte sich Ptolemaios von Aloros, ein makedonischer Adliger, Schwager des jungen Königs, mit Hilfe der Königin-Mutter Eurydike gegen den regierenden Herrscher erhoben, doch gelang es dem Pelopidas, den man aus Theben herbeigerufen hatte, den Streit im Königshause zu schlichten. Kurz vorher hatte Alexander II. in Thessalien eingegriffen, hier war durch den Tod des großen Tyrannen Iason von Pherai (370 v.u.Z.) ein machtpolitisches Vakuum entstanden. Der Makedonen-König brachte die Städte Larisa und Krannon in Thessalien in seine Gewalt und belegte sie mit Besatzungen. Doch dies war nicht nach dem Sinn der Thebaner. Pelopidas befreite Larisa von makedonischer Herrschaft, auch in Nord-Thessalien versuchte er, den Einfluß Thebens zur Geltung zu bringen. Wie es heißt, soll Pelopidas den Streit zwischen Ptolemaios von Aloros und Alexander II. geschlichtet haben; als Unterpfand des Vertrages mit Ptolemaios soll Philipp, der jüngste Bruder des Königs - es ist dies der spätere Philipp II. - nach Theben geschickt worden sein. Doch dieses Ereignis gehört schon nicht mehr in die Regierungszeit Alexanders II., es fällt erst ins Jahr 367 v.u.Z.
Schwer zu schaffen machten dem König Alexander die Illyrer. Ihnen mußte der makedonische König Tribut entrichten, wie übrigens auch schon sein Vater Amyntas III. Alexander II. hat es nicht gewagt, sich mit dem Nachbarvolk in offenem Kampf zu messen, er wählte den bequemeren Weg und hatte damit Erfolg. Zu einer Katastrophe im Königshause kam es durch die Verbindung der Königin-Mutter Eurydikemit Ptolemaios von Aloros, ihrem Schwiegersohn. Der Machtkampf endete mit der Ermordung des jungen Königs Alexander II. im Frühjahr 369 v.u.Z., und zwar während eines Festes, auf dem der Waffentanz von den Makedonen aufgeführt wurde. Die Mutter hatte angeblich die Tat kaltblütig geplant, Parteigänger des Ptolemaios von Aloros haben sie ausgeführt.
 
 
 

  oo N.N.
         
 
 
 

Kinder:

  Amyntas IV.
  368 v.u.Z. 336/35 v.u.Z. hingerichtet
 
 
 
 

Literatur:
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Bengtson Hermann: Philipp und Alexander der Große. Die Begründer der hellenistischen Welt. Eugen Diederichs  Verlag München 1997 Seite 11,22,46-47,51 - Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H. Beck Verlag München 1986 Seite 40,240 - Kreißig Heinz: Geschichte des Hellenismus. Akademie-Verlag Berlin 1982 Seite 62,201 - Lauffer Siegfried: Alexander der Große. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München 1993 Seite 21,23 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 236 -