Sohn des Prinzen Andromachos
von Syrien aus dem Hause der SELEUKIDEN
Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 14
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Achaios, seleukidischer Feldherr
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Sohn des Andromachos und Cousin oder Onkel des Antiochos III.
In dessen ersten Regierungsjahren war Achaios
Reichsverweser
in Kleinasien. Er besiegte Attalos I. von
Pergamon und gewann so ehemaliges
seleukidisches
Gebiet zurück (223-222 v. Chr.); 220 v. Chr. rief sich Achaios
in Laodikeia selbst zum König aus. 216 v. Chr. rächte sich
Antiochos
III., und 215-213 v. Chr. wurde Achaios
in
der Festung von Sardes belagert. Er wurde dazu überredet, an einem
Fluchtversuch teilzunehmen, doch von seinen Begleitern verraten und gefesselt
an Händen und Füßen an Antiochos
III. ausgeliefert. Achaios
wurde enthauptet, sein verstümmelter Leichnam in eine Eselshaut
eingenäht und gekreuzigt.
ACHAIOS DER JÜNGERE
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† 213 hingerichtet
Achaios der Jüngere wurde Vize-König von Kleinasien zu Sardes, eroberte große Teile von Kleinasien von Pergamon zurück, begann gegen die königliche Hauptlinie zu rebellieren und nahm um 220 v.u.Z. den Titel König an. Er eroberte zeitweise Nord-Syrien dazu, stützte sich gegen den NeffenAntiochos III. auf Ägypten und Rhodos. Er mußte nach zweijähriger Belagerung in Sardes kapitulieren und wurde von Antiochos III. hingerichtet.
oo LAODIKE
VON PONTOS
†
Tochter des Königs Mithridates II. (Cousine)
vgl. Seleukiden Ia
În den Notständen zu Anfang der Regierung des
dritten
Antiochos
finden wir diese Verbindung der Zivil- und Militärgewalt in einer
Hand; Achaios erhält „die Dynastie“,
das heißt die Gesamtgewalt für die Länder diesseits des
Tauros, die Satrapien von Medien und Persien und die über diese oberen
Provinzen.
An dieser Stelle ist eines besonderen Umstandes zu erwähnen.
Als Antiochos der Große gen Babylonien
ziehen will, empören sich seine Truppen wegen mangelnden Unterhaltes;
sie beruhigen sich, als Zufuhr kommt, nur die Kyrrhesten, etwa 6.000 Mann,
nicht; sie müssen in förmlicher Schlacht bezwungen werden, sie
finden meist den Tod. Auf ihre Empörung besonders hatte Achaios,
der das Diadem angenommen, seine Hoffnung gesetzt, aber seine Truppen
weigern sich, gegen ihren angestammten König zu ziehen.
Der König Seleukos Soter
zog mit dem Anfang des Jahres 222 mit sehr bedeutender Heeresmacht über
den Tauros; seiner Mutter Bruder, der kühne Achaios,
war mit ihm, derselbe, dessen Vater in Alexandreia gefangen war. Der Pergamener
wurde zurückgedrängt; bereits in Phrygien stand das seleukidische
Heer; mag es wahr sein, dass der junge König es nicht zu führen
verstand, er wurde von Nikanor und dem Galater Apaturios
ermordet. Eine Angabe läßt vermuten, dass es auf Anstiften der
ihm Nahestehenden geschah; jedenfalls Achaios
war
ohne Schuld, er ließ sofort die Mörder ergreifen, hinrichten;
er wies das Diadem zurück, das ihm das Heer, dessen vollste Hingebung
er besaß, anbot; er führte den Krieg mit rascher Entschiedenehit
weiter. Es war ein Sohn des Seleukos
vorhanden; so riefen die Truppen, die in Syrien zurückgeblieben waren,
des Königs Bruder zum Thron. Achaios
war mit der Gewalt über die Länder jenseits des Tauros, die er
eben jetzt dem Reich wiedereroberte, betraut. In der Tat über Erwarten
schnell waren die Erfolge, die Achaios
gewann; selbst die feste Burg von Sardeis fiel in seine Gewalt, Attalos
wurde
auf das kleine dynastische Gebiet seiner Vorgänger zurückgeworfen.
Ja er legte dem König Briefe vor, - Polybios
hält sie für untergeschoben -, in denen Achaios
angab, dass er von Alexandreia aus aufgefordert sei, sich der Gewalt zu
bemächtigen, dass ihm jeden mögliche Unterstützung an Geld,
Truppen und Schiffen versprochen sei, wenn er das königliche Diadem
annehme. Dass Ägypten um jeden Preis gern Achaios
gewonnen hätte, war zu natürlich, als dass Antiochos nicht an
die in jenen Briefen bezeichneten Tatsachen hätte glauben sollen;
so setzte Hermeias es durch, dass der Feldzug nach Koilesyrien fürden
komenden Frühling beschlossen wurde. An Achaios‘
Treue, wie glänzende Anerbietungen ihm auch Alexandrien aus gemacht
würden, war nicht im entferntesten Grund zu zweifeln; seinen Erfolgen
in Kleinasien hatte man es zu danken, dass Ägypten dort auf der Westküste
außer Ephesos und Samos nichts mehr behauptete, dass Attalos
auf seine Residenz zurückgedrängt war, dass die freien Städte
der syrischen Hoheit zurückgegeben waren.
oo Laodike von Pontos, Tochter des Königs
Mithridates II.
†
Cousine
Literatur:
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Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus.
Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 190, 192,193,195,237 - Droysen
Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band Seite
44,47,235,301,310,379,380,387,395,407,408,412 - FISCHER WELTGESCHICHTE.
Band 6 Der Hellenismus und der Aufstieg Roms. Die Mittelmeerwelt im Altertum
II. Fischer Bücherei KG, Frankfurt am Main 1965 Seite 161,162,163
- Hölbl Günther: Geschichte des Ptolemäerreiches.
Politik, Ideologie und religiöse Kultur von Alexander dem Großen
bis zur römischen Eroberung. Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt
1994 Seite 53,112-114-116 - KLEINES LEXIKON DES HELLENISMUS. Harrassowitz
Verlag Wiesbaden 1993 Seite 98,285,334,344,422,535,542,596, 610,623,714,720
- Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur
europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs-
und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994
Tafel 249 -