Aus vornehmer Familie
Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 427
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Maximus Petronius, römischer Kaiser 454-455
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†
Aus aristokratischer römischer Familie stammend,
versah Maximus Petronius früh
hohe Verwaltungsämter und scheint maßgeblich an der Beseitigung
des Aetius beteiligt gewesen zu sein. Nach der Ermordung Valentinians
III. (17. März 455) zum Kaiser ausgerufen, zog er
sich wegen seiner Familienpolitik (Zwangsheirat der Kaiserin, Erhebung
des Sohnes zum Caesar) und wohl wegen mangelnder Verbindung mit Byzanz
den allgemeinen Unwillen zu und wurde nach der Landung Geiserichs
in Italien getötet.
Römischer Kaiser (455)
Princeps senatus, von den Mördern Kaiser
Valentinians III. am 16./17. März
455 zum Herrscher erhoben. Er zwang dessen Gattin Eudoxia
zur Ehe, wurde aber, als der von Eudoxia
gerufene Geiserich gegen Rom anrückte,
auf der Flucht ermordet.
PETRONIUS MAXIMUS
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Weströmischer Kaiser 455
Geboren 396 als Sproß einer vornehmen stadtrömischen
Familie und bewährt in hohen Verwaltungsämtern,, wurde er nach
Ermordung Valentinians III. als Haupt
der Senatsaristokratie am 17. März 455 zum Augustus ausgerufen
und zwang hierauf Valentinians Witwe
Eudoxia
zur Ehe. Ihre Tochter Eudokia
vermählte
er seinem zum Caesar bestellten Sohne Palladius.
Als er vor dem Angriff der Vandalen aus Rom zu fliehen suchte, tötete
ihn die erregte Bevölkerung (31. März 455). Die Stadt
wurde anschließend von Geiserich geplündert,
Eudoxia
mit ihren beiden Töchtern in die Gefangenschaft abgeführt.
RE XIV 2543, KP III 1113
PETRONIUS MAXIMUS
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* 396, † 455
Aus vornehmer Familie, genaue Filiationen sind nicht möglich
Petronius Maximus wurde
420 Stadtpräfekt von Rom,
433 erstmals Konsul,
439/41 Präfekt von Italien und
445 Patricius.
Er war Führer der Senatsaristokratie und wohl an
den Morden am Heermeister Aetius und Kaiser Valentinianus
III. beteiligt. Er wurde im März 455 selbst Kaiser.
Er provozierte mit den Morden an diesen Vandalenfreunden die Romeroberung
durch König Geiserich. Er floh
vor ihm und wurde im Mai 455 barbarisch gelyncht.
oo LICINIA
†
Tochter des Kaisers Theodosius II., Witwe des Kaisers
Valentinian III.
Günther Rigobert: Seite 85,93
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"Römische Kaiserinnen. Zwischen Liebe, Macht und
Religion."
Ein führender Vertreter des Senatsadels, Petronius
Maximus, kurzfristig im Jahr 455 weströmischer Kaiser,
wurde von ihr für das Jahr 433 zum Konnsul benannt.
Die ebenfalls gegen Aetius eingenommene Hofkamarilla
gewann beim Kaiser die Oberhand. Zu ihren führenden Köpfen gehörte
der Eunuch Heraclius und der Sprecher des römischen Senats Petronius
Maximus. Während einer Audienz auf dem Palatin in Rom wurde
Aetius
am 21. September 454 vom Kaiser selbst erschlagen.
Keiner vom Gefolge des Kaisers rührte sich, die
Mörder zu verfolgen, die das Diadem des Kaisers dem Petronius
Maximus überbrachten, der wahrscheinlich als graue Eminenz
im Hintergrund das grausame Schauspiel inszeniert hatte.
Aber schon am 17. März 455 wurde Petronius
Maximus zum Kaiser des Weströmischen Reiches berufen.
Sein Reichtum überzeugte den Senat und die in Rom anwesenden Truppen.
Dagegn verweigerten ihm die in Gallien und Dalmatien stationierten Truppen
den Gehorsam.
Um seine Stellung zu festigen, zwang
Petronius Maximus die Witwe Valentinians
III., ihn zu heiraten, um damit eine dynastische Verbindung
zum theodosianischen Haus herzustellen.
Die mit Hunerich, dem Sohn Geiserichs,
verlobte Eudocia zwang der neue Kaiser,
seinen Sohn Palladius zum Ehemann zu
nehmen.
Das war natürlich ein Affront gegen den Vandalen-König.
Daher ließ er sich nicht lange bitten, als Karthago von Rom aus heimliche
Hilferufe erreichten, in denen Licinia Eudoxia
und Eudocia ihn baten, sie aus ihrer
mißlichen Lage zu befreien. Geiserich
erschien an der Spitze einer Flotte Ende Mai 455 in der Tibermünndung.
In Rom brach eine Panik aus. Petronius Maximus
wurde während der Flucht aus der Stadt von den Massen erkannt und
gesteinigt. So geschah es am 31. Mai 455.
1. oo N.N.
†
455
2. oo 2. Licinia Eudoxia, Tochter des Kaisers
Theodosius II.
422 † um 480
Kinder:
Palladius
† 455
oo Eudoxia, Tochter des Kaisers Valentinianus III.
um 438 † nach
472
Literatur:
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Dahn Felix: Die Völkerwanderung. Germanisch-Romanische
Frühgeschichte Europas. Verlag Hans Kaiser Klagenfurt 1977 Seite 108
- Gottschalk Gisela: Die großen Cäsaren. Ihr Leben, ihre
Taten, ihre Zeit. Scherz Verlag Bern und München 1980 Seite 250 -
Grant,
Michael: Die römischen Kaiser. Von Augustus bis zum Ende des Imperiums.
Eine Chronik. Bechtermünz Verlag Augsburg 1977 Seite 377, 386-389,395,399,402
- Günther Rigobert: Römische Kaiserinnen. Zwischen Liebe,
Macht und Religion. Militzke Verlag Leipzig 2003 Seite 85,93 - Lexikon
Alte Kulturen, Meyers Lexikonverlag Mannheim/Wien/Zürich 1990 Band
III Seite 141-142 - Riehl Hans: Die Völkerwanderung.
Der längste Marsch der Weltgeschichte. W. Ludwig Verlag 1988 Seite
236,237,240 - Schreiber Hermann: Die Vandalen. Siegeszug und Untergang
eines germanischen Volkes. Gondrom Verlag Bindlach 1993 Seite 160,163,253
- Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur
europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-,
Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 487 - Veh Otto: Lexikon der römischen
Kaiser. Von Augustus bis Iustinianus I. 27 v. Chr. bis 565 n. Chr. Artemis
& Winkler Verlag Düsseldorf/Zürich 1998 Seite 98 -