Petronius Maximus                        Römischer Kaiser 455
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396 31.5.455 ermordet
 

Aus vornehmer Familie
 

Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 427
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Maximus Petronius, römischer Kaiser 454-455
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Aus aristokratischer römischer Familie stammend, versah Maximus Petronius früh hohe Verwaltungsämter und scheint maßgeblich an der Beseitigung des Aetius beteiligt gewesen zu sein. Nach der Ermordung Valentinians III. (17. März 455) zum Kaiser ausgerufen, zog er sich wegen seiner Familienpolitik (Zwangsheirat der Kaiserin, Erhebung des Sohnes zum Caesar) und wohl wegen mangelnder Verbindung mit Byzanz den allgemeinen Unwillen zu und wurde nach der Landung Geiserichs in Italien getötet.



Lexikon Alte Kulturen: Band III Seite 141-142
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Petronius Maximus
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* 396, Juni 455

Römischer Kaiser (455)

Princeps senatus, von den Mördern Kaiser Valentinians III. am 16./17. März 455 zum Herrscher erhoben. Er zwang dessen Gattin Eudoxia zur Ehe, wurde aber, als der von Eudoxia gerufene Geiserich gegen Rom anrückte, auf der Flucht ermordet.



Veh Otto: Seite 98
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"Lexikon der römischen Kaiser. Von Augustus bis Iustinianus I. 27 v. Chr. bis 565 n. Chr."

PETRONIUS MAXIMUS
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Weströmischer Kaiser 455

Geboren 396 als Sproß einer vornehmen stadtrömischen Familie und bewährt in hohen Verwaltungsämtern,, wurde er nach Ermordung Valentinians III. als Haupt der Senatsaristokratie am 17. März 455 zum Augustus ausgerufen und zwang hierauf Valentinians Witwe Eudoxia zur Ehe. Ihre Tochter Eudokia vermählte er seinem zum Caesar bestellten Sohne Palladius. Als er vor dem Angriff der Vandalen aus Rom zu fliehen suchte, tötete ihn die erregte Bevölkerung (31. März 455). Die Stadt wurde anschließend von Geiserich geplündert, Eudoxia mit ihren beiden Töchtern in die Gefangenschaft abgeführt.
RE XIV 2543, KP III 1113



Thiele, Andreas: Tafel 487
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"

PETRONIUS MAXIMUS
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* 396,  455

Aus vornehmer Familie, genaue Filiationen sind nicht möglich

Petronius Maximus wurde
420 Stadtpräfekt von Rom,
433 erstmals Konsul,
439/41 Präfekt von Italien und
445 Patricius.
Er war Führer der Senatsaristokratie und wohl an den Morden am Heermeister Aetius und Kaiser Valentinianus III. beteiligt. Er wurde im März 455 selbst Kaiser. Er provozierte mit den Morden an diesen Vandalenfreunden die Romeroberung durch König Geiserich. Er floh vor ihm und wurde im Mai 455 barbarisch gelyncht.

  oo LICINIA
           

Tochter des Kaisers Theodosius II., Witwe des Kaisers Valentinian III.



Als Valentinianus III. des Petronius Gemahlin schändete, verschwor er sich mit seinen Freunden und denen des Aetius und ermordete den Kaiser. Maximus ließ sich sogleich zum Kaiser ausrufen, worauf er die Witwe Licinia Eudoxia zwang, seine Frau zu werden. Als er ihr gestand, der Mörder ihres ersten Gatten zu sein, soll diese den Vandalen-König Geiserich herbei gerufen haben. Als die Vandalen in Italien landeten, wurde Maximus und sein Sohn von den Römern ermordet.

Günther Rigobert: Seite 85,93
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"Römische Kaiserinnen. Zwischen Liebe, Macht und Religion."

Ein führender Vertreter des Senatsadels, Petronius Maximus, kurzfristig im Jahr 455 weströmischer Kaiser, wurde von ihr für das Jahr 433 zum Konnsul benannt.
Die ebenfalls gegen Aetius eingenommene Hofkamarilla gewann beim Kaiser die Oberhand. Zu ihren führenden Köpfen gehörte der Eunuch Heraclius und der Sprecher des römischen Senats Petronius Maximus. Während einer Audienz auf dem Palatin in Rom wurde Aetius am 21. September 454 vom Kaiser selbst erschlagen.
Keiner vom Gefolge des Kaisers rührte sich, die Mörder zu verfolgen, die das Diadem des Kaisers dem Petronius Maximus überbrachten, der wahrscheinlich als graue Eminenz im Hintergrund das grausame Schauspiel inszeniert hatte.
Aber schon am 17. März 455 wurde Petronius Maximus zum Kaiser des Weströmischen Reiches berufen. Sein Reichtum überzeugte den Senat und die in Rom anwesenden Truppen. Dagegn verweigerten ihm die in Gallien und Dalmatien stationierten Truppen den Gehorsam.
Um seine Stellung zu festigen, zwang Petronius Maximus die Witwe Valentinians III., ihn zu heiraten, um damit eine dynastische Verbindung zum theodosianischen Haus herzustellen. Die mit Hunerich, dem Sohn Geiserichs, verlobte Eudocia zwang der neue Kaiser, seinen Sohn Palladius zum Ehemann zu nehmen.
Das war natürlich ein Affront gegen den Vandalen-König. Daher ließ er sich nicht lange bitten, als Karthago von Rom aus heimliche Hilferufe erreichten, in denen Licinia Eudoxia und Eudocia ihn baten, sie aus ihrer mißlichen Lage zu befreien. Geiserich erschien an der Spitze einer Flotte Ende Mai 455 in der Tibermünndung. In Rom brach eine Panik aus. Petronius Maximus wurde während der Flucht aus der Stadt von den Massen erkannt und gesteinigt. So geschah es am 31. Mai 455.
 
 
 
 

  1. oo N.N.
               

     455
  2. oo 2. Licinia Eudoxia, Tochter des Kaisers Theodosius II.
               422 um 480
 
 
 
 

Kinder:

  Palladius
       455

  oo Eudoxia, Tochter des Kaisers Valentinianus III.
       um 438 nach 472
 
 
 
 

Literatur:
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Dahn Felix: Die Völkerwanderung. Germanisch-Romanische Frühgeschichte Europas. Verlag Hans Kaiser Klagenfurt 1977 Seite 108 - Gottschalk Gisela: Die großen Cäsaren. Ihr Leben, ihre Taten, ihre Zeit. Scherz Verlag Bern und München 1980 Seite 250 - Grant, Michael: Die römischen Kaiser. Von Augustus bis zum Ende des Imperiums. Eine Chronik. Bechtermünz Verlag Augsburg 1977 Seite 377, 386-389,395,399,402 - Günther Rigobert: Römische Kaiserinnen. Zwischen Liebe, Macht und Religion. Militzke Verlag Leipzig 2003 Seite 85,93 - Lexikon Alte Kulturen, Meyers Lexikonverlag Mannheim/Wien/Zürich 1990 Band III Seite 141-142 - Riehl Hans: Die Völkerwanderung. Der längste Marsch der Weltgeschichte. W. Ludwig Verlag 1988 Seite 236,237,240 - Schreiber Hermann: Die Vandalen. Siegeszug und Untergang eines germanischen Volkes. Gondrom Verlag Bindlach 1993 Seite 160,163,253 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 487 - Veh Otto: Lexikon der römischen Kaiser. Von Augustus bis Iustinianus I. 27 v. Chr. bis 565 n. Chr. Artemis & Winkler Verlag Düsseldorf/Zürich 1998 Seite 98 -