NEOPATRAS
 

Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 1091
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Neopatras
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Stadt und Herzogtum, das antike und moderne Hypate

Unter Photios ist Neopatras erstmals unter seinem mittelalterlichen Namen belegt, um 900 als Metropolis. 1204-1218 stand es erstmals unter lateinischer Herrschaft, kam aber dann an Epeiros. Beim Tode Michaels II. von Epeiros 1267/68 fiel Thessalien mit Neopatras als Hauptstadt an seinen unehelichen Sohn Johannes I. Angelos. Sein Enkel Johannes II. (1303-1318) war der letzte griechische Herrscher von Thessalien und Neopatras. Nach dessen Tod besetzten die Katalanen 1319 Neopatras und sein südthessalisches Umland und unterstellten es als eigenen Dukat ihrer Herrschaft. Die Stadt wurde als herzogliche Domäne von einem castellanus et capitaneus und einem consilium aus führenden Katalanenen der Stadtkommune verwaltet; kirchlich war sie, wie schon 1204-1218, seit 1323 Sitz eines lateinischen Erzbischofs mit Zetunion (Lamia) als Suffragan. 1390 wurde Neopatras als letzte Rest der katalanischen Territorien an Raineri Acciaiuoli übergeben, der die Stadt aber bereits im Januar 1394 an Bayezid I. verlor.