Justinus                                           Byzantinischer Feldherr
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um 525 568 ermordet
             Alexandria
 

Ältester Sohn des Feldherrn Germanus aus seiner 1. Ehe mit der Pessara N.; Großneffe von Kaiser Justinian I.
 

Thiele, Andreas: Tafel 491
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

JUSTINUS
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        568 ermordet

Justinus wurde 540 schon Konsul, wurde Chef der Hofgarde und Magister militum und galt ab 550 als Thronerbe. Er kämpfte auf dem Balkan und gegen Persien und wurde von Justin II. ermordet.



Browning Robert: Seite 27,214,220,224
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"Justinian und Theodora. Herrscher in Byzanz."

Germanus starb im Jahre 550 als Oberkommandierender einer Heeresgruppe. Germanus hinterließ zwei Söhne, Justin und Justinian; der ältere war wie sein Vater ein hervorragender Soldat. Auch zwei Brüder des Germanus, Boraides (wiederum ein thrakischer Name) und Justus, kamen in die Hauptstadt  und erreichten verantwortungsvolle Positionen in der Militärhierarchie.
In der Hauptstadt wurden Truppen bereitgestellt, die von dem Eunuchen Scholasticus und von Justin, dem ältesten Sohn des Germanus, kommandiert wurden. Im Frühjahr 551 wollte man den Barbaren eine Lektion erteilen, doch man kam nicht weit. Bei Adrianopel wurde die Armee durch einen neuen Slawenvorstoß völlig aufgerieben.
Um 557 hatten die Awaren die Ebenen nördlich des Kaukasus erreicht. Der König der christlichen Alanen vermittelte Kontakte zum römischen Befehlshaber in Lazika, Justin, dem Sohn des Germanus und Neffen des Kaisers. Sie verlangten Siedlungsland und Anerkennung als foederati, im Klartext: Sie forderten die Zahlung von Subsidien durch die Römer. Für Justin kam das Anliegen sicherlich nicht überraschend, und da er einsah, daß es sich hier nicht um einen der üblichen Grenzzwischenfälle handelte, die vor Ort geklärt werden konnten, schickte er die Gesandten nach Konstaninopel weiter.
Praktisch kamen für die Nachfolge nur Angehörige der kaiserlichen Familie in Frage. Die Auswahl mußte aber zwischen zwei Anwärtern getroffen werden, die man schwerlich zugunsten der jüngeren Verwandten übergehen konnte: zwischen Justin, dem Sohn des Germanus, und Justin, dem Sohn von Justinians Schwester Vigilantia.
Justin, der Sohn des Germanus, war um 525 geboren. Wie die meisten Männer in der Verwandtschaft Justinians hatte er in der Armee Karriere gemacht. Wohl kamen ihm Prestige und Popularität seines Vaters zugute, doch als Kommandeur hatte er sich ebenfalls ausgezeichnet. Zuletzt war ihm mit Lazika und Thrakien die Überwachung heikler Frontabschnitte zugewisen worden, wo er mit den Awaren geschickt verhandelte. Seine Militärpflichten hielten ihn aber von der Hauptstadt fern, so daß er die politische Planungsarbeit Justinians eher als Außenstehender erlebte.
Beide Kandidaten hatten anscheinend ein gutes persönliches Verhältnis zueinander. Einige Quellen berichten auch, sie hätten einige Jahre vor dem Tod des Kaisers einen Vertrag geschlossen, nach dem jeder den andern im Fall der Wahl unterstützen sollte. Alle Welt wartete auf eine offizielle Ankündigung, doch vergeblich. Inzwischen beobachtete Justin, der Sohn des Germanus, an der Spitze seiner Armee weiterhin die kriegerischen Awaren jenseits der Donau.
In der Nacht zum 14. November starb Justinian plötzlich ohne jedes Anzeichen einer Krankheit. Der einzige Beamte an seinem Totenbett war Callinicus, der einzige Zeuge der letzten Worte des Kaisers, die Justin, den Sohn seiner Schwester Vigilantia, zu seinem Nachfolger bestimmten.

Thiess Frank: Seite 41,46
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"Die griechischen Kaiser. Die Geburt Europas."

Auch die einflußreichsten Würdenträger der Kirche hatten fraglos vordem ihr Plazet gegeben, und als am nächsten Tage der zweite Thronprädentent, der Großneffe des verstorbenen Kaisers und Sohn des Germanus - auch erhieß Justin - vom Tode Justinians erfuhr, war es schon zu spät, um noch viel zu unternehmen. Er schien sich mit den Tatsachen abzufinden und mit ihm wer sonst noch auf den Thron gehofft hatte. Trotzdem blieb Tiberios sehr aufmerksam und ließ für alle Fälle auch den Zirkus militärisch umstellen. Diese Vorsicht macht - auch im Hinblick auf später Vorgänge - nachdenklich. Sollte Justin Grund gehabt haben, den ältesten Sohn des Germanos zu fürchten? Es sieht so aus. Nicht nur hatte dieser seine militärische Befähigung bereits unter Beweis gestellt, sondern er besaß auch einen Bruder (der wieder Justinian hieß) und dem wir noch als Strategen von hohem Rang begegnen werden.
Doch sei es, daß Justin nicht recht Lust hatte, das hochverräterische Spiel mitzumachen, sei es, daß er es für gut hielt, sich unwissend zu stellen und abwartend den Dingen ihren Lauf zu lassen, er folgte seiner Abberufung durch den Kaiser und wurde nach kurzem Aufenthalt als Befehlshaber der Leibwache von Justin nach Alexandria geschickt, wo er sich freilich nicht lange seiner Stellung als Provinzstatthalter (dux) erfreuen sollte. Er ist im Bette umgebracht worden. Zu derselben Zeit (567) gelang es, die Verschwörung gegen den Kaiser aufzudecken. Man darf für wahrscheinlich halten, daß geplant war, nach der Vergiftung des Kaisers den Sohn des Germanos auf den Thron zu setzen [4 Auch Groh, der dem Euagrius Glauben schenkt, sieht sich gezwungen, Zusammenhänge zwischen Justins Ermordung und der Verschwörung für wahrscheinlich zu halten. Daß keineswegs nur die byzantinsiche, sondern die gesamte Weltgeschichte bis in unsere Tage von Mordtaten förmlich durchsetzt ist, kann des Kaisers Schuld an dieser Untat nicht verringern. Ebensowenig sollte man die Zwangslage, in der sich Justin befand übersehen. Er war von Justinian zum Nachfolger bestimmt worden und hatte die Herrschaft legal, dazu unter Umständen angetreten, die ihm Maßnahmen aufzwangen, von denen er sich eine Rettung des Imperiums vor dem Ruin versprach.].
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Literatur:
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Browning Robert: Justinian und Theodora. Herrscher in Byzanz. Manfred Pawlak Verlagsgesellschaft mbH, Herrsching 1988 Seite 27,214,220,224 - Mann Golo: PROPYLÄEN WELTGESCHICHTE. Eine Universalgeschichte. Vierter Band. Rom Die römische Welt. Verlag Ullstein GmbH, Frankfurt am Main - Berlin, Propyläen Verlag 1986 Seite 644 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 491 - Thiess Frank: Die griechischen Kaiser. Die Geburt Europas. Paul ZsolnayVerlag Gesellschaft mbH Hamburg/Wien 1959 Seite 41,43,46,118,122 -
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Justinus
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um 520 568 ermordet
 

Ältester Sohn des Feldherrn Germanus aus seiner 1. Ehe mit der Pessara N.
 

Thiele, Andreas: Tafel 491
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

JUSTINUS
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    568 ermordet

Justinus wurde 540 schon Konsul, wurde Chef der Hofgarde und Magister militum und galt ab 550 als Thronerbe. Er kämpfte auf dem Balkan und gegen Persien und wurde von Justin II. ermordet.



Thiess Frank: Seite 41,43,46,118,122
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"Die griechischen Kaiser. Die Geburt Europas.!

Auch die einflußreichsten Würdenträger der Kirche hatten fraglos vordem ihr Plazet gegeben, und als am nächsten Tage der zweite Thronprätendent, der Großneffe des verstorbenen Kaisers und Sohn des Germanos - auch er hieß Justin -, vom Tode Justinians erfuhr, war es schon zu spät, um noch viel zu unternehmen. Er schien sich mit den tatsachen abzufinden und mit ihm wer sonnst noch auf den Thron gehofft hatte.
Diese Vorsicht macht - auch im Hinblick auf spätere Vorgänge - nachdenklich. Sollte Justin Grund gehabt haben, den ältesten Sohn des Germanos zu fürchten? Es sieht so aus. Nicht nur hatte dieser seine militärische Befähigung bereits untter Beweis gestellt, sondern er besaß auch eionen Bruder (der wieder Justinian hieß) und dem wir noch einem Strategen von hohem Rang begegnen werden.
Zu jener Zeitr befand sich der Sohn des Germanus als militärischer Oberbbefehlshabe von Armenien im Orient.
Justins Zustimmung glaubten die Verschwörer gewiß zu sein. Doch sei es, daß
 

Literatur:
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Browning Robert: Justinian und Theodora. Herrscher in Byzanz. Manfred Pawlak Verlagsgesellschaft mbH, Herrsching 1988 Seite 27,214,220,224 - Mann Golo: PROPYLÄEN WELTGESCHICHTE. Eine Universalgeschichte. Vierter Band. Rom Die römische Welt. Verlag Ullstein GmbH, Frankfurt am Main - Berlin, Propyläen Verlag 1986 Seite 644 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 491 - Thiess Frank: Die griechischen Kaiser. Die Geburt Europas. Paul ZsolnayVerlag Gesellschaft mbH Hamburg/Wien 1959 Seite 41,43,46,118,122 -