Germanus                                       Cäsar von Byzanz
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550/51 605
 

Nachgeborener Sohn des Feldherrn Germanus aus seiner 2. Ehe mit der Ostgoten-Königin Mathaswintha, Tochter von Prinz Eutharich
oder Sohn des Justinian ( um 582)
 

Thiele, Andreas: Tafel 491
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

GERMANUS
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    605

Filiation nicht sicher, ist möglicherweise mit Germanus Postumus identisch

Er wurde 582 durch Kaiser Maurikios Caesar, lehnte aus Bescheidenheit die Nachfolge ab und war danach nicht greifbar. 605 tauchte wieder ein Germanus als Prätendent auf, der von Kaiser Phokas ermordet wurde und wohl mit dem Caesar Germanus von 582 identisch war.

  oo CHARITO VON BYZANZ
             †

 Tochter des Kaisers Tiberios II.; Cousine



Norwich John Julius: Band I Seite 328-330
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"Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches."

Peter, zweifellos heilfroh, mit dem Leben davongekommen zu sein, eilte mit der Nachricht von der Meuterei nach Konstantinopel und überbrachte dem Kaiser eine Mitteilung der Rebellen. Diese schickten sich zur selben Zeit an, gegen die Hauptstadt vorzurücken, betonten jedoch, dass sie nicht die Absicht hätten, Phokas zum Kaiser zu machen. Maurikios würden sie zwar nicht mehr anerkennen, seiner Familie ihre Loyalität aber nicht entziehen. Sie seien bereit, seinen 17-jährigen Sohn Theodosios (er wäre der erste purpurgeborene Kaiser seit Theodosios II. gewesen) oder anderenfalls seinen Schwiegervater Germanos als Nachfolger auf den Thron zu erheben.
Zufällig befanden sich die beiden Männer gerade zusammen auf der Jagd. Sie wurden sogleich von Maurikios zurückbeordert und des Verrats bezichtigt. Theodosios wurde ausgepeitscht, Germanos, der (mit guten Grund) um sein Leben fürchtete, floh in die Hagia Sophia, wo es ihm mit Hilfe zahlreicher Anhänger gelang, mehreren Versuchen der kaiserlichen Garde, ihn mit Gewalt hinauszuzerren, zu widerstehen. Der Kaiser hatte unterdessen die Demen um Unterstützung gebeten, jene beliebten Zirkusparteien der Blauen und der Grünen, die Tiberios wieder gesellschaftsfähig gemacht hatte und die erneut wichtige Kräfte in der Stadt verkörperten. Er hatte gehofft, sich die Ergebenheit beider Gruppen sichern zu können, und war erleichtert gewesen, als sie einwilligten, die Theodosianische Mauer gegen die vorstoßenden Rebellen zu besetzen, bemerkte aber bald, dass er sich zwar auf die Loyalität der 900 aktiven Blauen verlassen konnte, die 1.500 Grünen ihm hingegen gefährlich werden konnten. In der Zwischenzeit waren in der ganzen Stadt Unruhen ausgebrochen. Eine wütende Menge hatte sich auf dem Platz vor dem Palast versammelt, stieß Verwünschungen gegen den Kaiser aus und schrie nach seinem Blut.
In Konstantinopel hatte Germanos unterdessen seine Zuflucht in der Hagia Sophia verlassen. Ermutigt durch die breite Unterstützung, die er erhalten hatte, versuchte er, die Macht zu ergreifen. Er wußte, dass alles von der Gunst der Demen abhing. Er hatte zwar stets die Blauen vorgezogen, doch es war klar, dass er keine Chance hatte ohne die Rückendeckung der viel zahlreicheren und einflußreicheren Grünen. Ihrem Anführer Sergios versprach er deshalb eine reiche Belohnung, sobald das Reich erst in seiner Hand sei. Nach reiflicher Überlegung lehnte Sergios das Angebot ab. Im Innersten davon überzeugt, dass Germanos all seinen Beteuerungen zum Trotz sich niemals wirklich gegen ihre Gegner stellen würde, schlugen sich die Grünen auf Phokas' Seite, der in der Zwischenzeit mit den Truppen den Stadtrand erreicht hatte.
Vom neuen Kaiser und seinen Gesinnungsgenossen abgesehen, überlebten von den Hauptakteuren des Dramas als einzige Germanos, der Phokas Treue schwor und dessen Leben unter der Bedingung verschont blieb, dass er Priester wurde, und Kaiserin Constantina, die mit ihren drei Töchtern in ein Kloster gesteckt wurde. Alle, die unter dem Verdacht standen, noch immer Maurikios treu zu sein, starben unabhängig von Rang und Namen durch das Henkersbeil, den Pfeilbogen und noch häufiger durch langsame Marter.
Ein Komplott nach dem anderen wurde geschmiedet. Eines sah vor, dass Phokas im Hippodrom ermordet werden und Theodoros, der Prätorianer-Präfekt des Ostens, seinen Platz einnehmen sollte. Ein anderes sah an der Stelle des Präfekten Germanos, der trotz der Priesterweihen, die er gegen seinen Willen empfangen hatte, noch immer Ambitionen auf den Thron hegte. Beide Verschwörungen wurden aufgedeckt und dem Kaiser verraten und dieser ließ umgehend alle Beteiligten hinrichten, diesmal auch Ex-Kaiserin Constantina und ihre drei Töchter.
 
 
 
 

  oo Charito von Byzanz, Tochter des Kaisers Tiberios II.
            605 ermordet
 
 
 
 

Literatur:
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Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München 1993 Band I Seite 328-330 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 491 - Thiess Frank: Die griechischen Kaiser. Die Geburt Europas. Paul ZsolnayVerlag Gesellschaft mbH Hamburg/Wien 1959 Seite 183,189,287,297 -