Gaudentius
--------------
434 nach 455
 

Sohn des Feldherrn Flavius Aetius aus seiner 2. Ehe mit der Pelagia, der Witwe des Grafen Bonifatius
 

Günther Rigobert: Seite 92,94,96
***************
"Römische Kaiserinnen. Zwischen Liebe, Macht und Religion."

Aetius glaubte, die zeitweilige außenpolitische Stabilität des Reiches nutzen zu können, seine eigene Position im Innern zu festigen. Im Jahr 454 verlobte er seinen Sohn Gaudentius, den ihm seine zweite Gattin Pelagia, die Witwe des Bonifatius, geboren hatte, mit Placidia, der jüngeren Kaiser-Tochter. Kaiser Valentinian III. stimmte nur widerwillig zu.
Geiserich ließ die Stadt 14 Tage lang plündern, und als er abzog, führte er die Kaiser-Witwe Licinia Eudoxia mit ihren beiden Töchtern Eudocia und Placidia und ihren Verlobten Gaudentius als Geiseln nach Karthago.
Die jüngere Tochter Placidia heiratete in Karthago den hochadligen und führenden Senator Roms Anicius Olybrius.
Schade, daß sie den fähigsten Heermeister ihrer Zeit, Aetius, nicht leiden mochte. Hätte sie ihn geheiratet, hätte Gaudentius, der Sohn des Aetius, die Kaiser-Tochter Placidia geheiratet, er wäre der Nachfolger Valentinians geworden, da dieser keinen Sohn besaß.
 
 
 
 

  v oo Placidia, Tochter des Kaisers Valentinian III.
          um 435/40 nach 462
 
 
 
 

Literatur:
------------
Günther Rigobert: Römische Kaiserinnen. Zwischen Liebe, Macht und Religion. Militzke Verlag Leipzig 2003 Seite 92,94,96 -