Eudoxia Athenais                           Kaiserin von Byzanz
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400 10.10.460
Athen Jerusalem
 

Tochter des Griechen Leontius
 

Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 74
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Eudokia (Aelia Eudokia)
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Ursprünglich Athenais, Tochter des athenischen Rhetoriklehrers Leontios

  oo 7.6.421 nach ihrer Taufe Kaiser Theodosios II.

Nach der Heirat ihrer Tochter Eudoxia mit Valentinian III. (437) unternahm sie eine Pilgerreise nach Jerusalem, von der sie die Gebeine des Erzmärtyrers Stephanus nach Konstantinopel mitbrachte. Nach ihrer Trennung von Theodosios lebte sie bis 20. Oktober 460 in Jerusalem, wo sie eine rege Bautätigkeit förderte. Vertrautheit mit der alten Literatur bezeugen die Darstellung des Lebens Jesu im Homercentonen und die Bearbeitung der Legende von Cyprianus von Antiochia und Justina in Hexametern. Verloren sind ein Panegrycus auf Antiochia, ein episches Werk übder den Perserkrieg des Theodosios von 422 sowie hexametrische Paraphrasen biblischer Bücher. Ihr Leben wurde im 6./7. Jh. von den byzantinischen Chronisten romanhaft ausgestaltet.



BERTELSMANN Lexikon Geschichte: Seite 228
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EUDOKIA, eigentlich Athenais, byzantinische Kaiserin 421-443
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* um 400, 460
Athen        Jerusalem

Frau Theodosius' II.

Übte großen Einfluß auf den Kaiser aus, wirkte auf die Herausgabe der Gesetzessammlung Codex Theodosianus, auf die Reorganisation der Universität in Konstaninopel und auf die Entwicklung der griechischen Hoschsprache entscheidend ein.



Lexikon Alte Kulturen: Seite 229
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Athenais
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* um 400, 460
Athen         Jerusalem

Oströmische Kaiserin

Tochter eines heidnischen Philosophen und Lehrers der Rhetorik in Athen

Erhielt bei der Taufe den Namen Aelia Eudokia und wurde 421 Gattin des Kaisers Theodosius II., 423 zur Augusta erhoben. Aelia Eudokia, auch Verfasserin profaner und religiöser Dichtungen, übte auf den Kaiser und seine Politik weitreichenden Einfluß aus. Wohl dank ihrer Initiative wurde im Jahre 452 die Hochschule von Konstantinopel zu einer bedeutenden Bildungsstätte erweitert. 441 durch Hofintrigen aus Konstantinopel vertrieben, lebte sie seit 443 dauernd in Jerusalem.



Thiele, Andreas: Tafel 489
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"

THEODOSIUS II.
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* 401, 450

 421
  oo EUDOXIA ATHENAIS, Griechin, Mitregentin
             455



GROSSE FRAUEN DER WELTGESCHICHTE: Seite 161
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EUDOXIA ATHENAIS, Kaiserin von Byzanz
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um 400-10.IX.460

Noch im 5. Jahrhundert nach Christus lehrten Nachfolger Platons an der unversehrten Akademie in Athen, und Schüler aus aller Welt saßen zu Füßen der Rhetoren oder wandelten im Glanze der unzerstörten griechischen Bauwerke und Plastiken. Hier erlernte auch die schöne Athenais von ihrem Vater, dem Sophisten Leontios, Grammatik, Rhetorik, Mathematik, Musik und Dichtkunst. Schon früh galt sie als Genie; sie disputierte, rezitierte improvisierte, bis sie bei einem Besuch in Byzanz Kaiser Theodosius kennenlernte und kurz darauf, nachdem sie getauft worden war - sie hieß jetzt Eudokia -, als seine Gattin in den "Heiligen Palast" einzog. Die Schwester des Kaisers, Aelia Pulcheria, wurde ihre Taufpatin und engste Freundin. In dem herrlichen Labyrinth der Paläste, umgeben von Poeten, Theologen und Gelehrten, verfaßte sie ein Lobgedicht zur Siegesfeier über die Perser und gebar im Porphyrgemach ihre erste Tochter, Licinia Eudoxia. Eudokia reiste nach Jerusalem, um am Grabe Christi für das Glück des Kindes zu beten. Als sie nach einem Jahre Jerusalem verließ, nahm sie die Ketten mit, an die angeblich der Apostel Petrus gefesselt worden war. Nach ihrer Rückkehr kam es zu Zerwürfnissen mit ihrem Gatten Theodosius. Eudokia ging abermals nach Jerusalem. In den Jahren, in denen sie dort weilte, wurde ihre Tochter Eudoxia, die im Jahre 437 Gemahlin des weströmischen Kaisers Valentinian III. geworden war, von dem Vandalen-König Geiserich als Gefangene nach Karthago verschleppt. Eudokia, die ihren Gatten und auch Aelia Pulcheria überlebte, erbaute in der Heiligen Stadt Armenhäuser, Kirchen und Klöster und vollendete ihre Dichtungen, vor allem das großartige Epos "Cyprianus und Justina". In der Stephanskirche zu Jerusalem fand sie ihr Grab.



7.6.421
  oo Theodosius II. Kaiser von Byzanz
       10.4.401 28.7.450
 
 
 
 

Kinder:

  Eudoxia Licinia
  422 um 480

29.10.437
  1. oo Valentinanus III. Kaiser des Weströmischen Reiches
           3.7.419 16.3.455
 

  Flacilla
     
 
 
 
 

Literatur:
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BERTELSMANN Lexikon Geschichte 1991 Seite 228 - Grant, Michael: Die römischen Kaiser. Von Augustus bis zum Ende des Imperiums. Eine Chronik. Bechtermünz Verlag Augsburg 1977 Seite 326, 349,353,363 - GROSSE FRAUEN DER WELTGESCHICHTE. Tausend Biographien in Wort und Bild. Neuer Kaiser Verlag 1987 Seite 161 - Günther Rigobert: Römische Kaiserinnen. Zwischen Liebe, Macht und Religion. Militzke Verlag Leipzig 2003 Seite 74,77,89,124,132,138,139,140,142,143,144, 145,146,149,150,162 - Lexikon Alte Kulturen, Meyers Lexikonverlag Mannheim/Wien/Zürich 1990 Seite 229- Mann Golo: PROPYLÄEN WELTGESCHICHTE. Eine Universalgeschichte. Vierter Band. Rom Die römische Welt. Verlag Ullstein GmbH, Frankfurt am Main - Berlin, Propyläen Verlag 1986 Seite 531,611 - Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München 1993 Band I Seite 160,163,168-171 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978 Seite 39-40 - Schreiber Hermann: Die Hunnen. Attila probt den Weltuntergang. Econ Verlag Wien-Düsseldorf 1990 Seite 45, 85,147,207 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 489 -