Sohn des N.N.
Lexikon Alte Kulturen: Band I Seite 506
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Constantius III. (Flavius Constantius)
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* Naissus (Nis), †
Ravenna 2. September 421
Kaiser (421)
Mehrfach Konsul, gelang es
Constantius III., 415 die Westgoten nach Spanien abzudrängen
und mit dem Sieg über Konstantin III.
das westliche Imperium zu stabiliseren. Nach der Heirat mit Galla
Placidia (417) 421 von Flavius Honorius
zum Augustus erhoben.
GALLA
PLACIDIA
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† 450
berühmte Frauengestalt der spätrömischen Zeit
Von den Westgoten 410 entführt; 421 Augusta, 425-437 Hauptregentin.
1. oo 414
ATHAULF, Westgoten-König
† 415
2. oo 417
KONSTANTIUS III. FLAVIUS
† 421
Constantius III. war
unbekannter Herkunft und kam aus dem Balkanraum. Er diente sich unter Kaiser
Theodosius
I. hoch, wurde 411 durch Honorius
oberster Heermeister (Comes et magister militum) und war seitdem
der eigentliche Herrscher Westroms. Er besiegte die verschiedenen Gegen-Kaiser,
war ab 414 mehrmals Konsul, ab 415 Patricius. Er gewann Gallien
und Spanien zurück und wurde 421 durch Honorius
zum Kaiser erhoben, von Byzanz aber nicht anerkannt.
Constantius III. (Flavius C.)
Weströmischer Kaiser 421, war zu Naissos (Nisch)
geboren und diente sich als ausgezeichneter Militär seit Theodosius
I. empor.
Heermeister im Westen, gewann er großen
Einfluß auf den unbedeutenden Honorius,
der ihn angesichts seiner Erfolge über Usurpatoren wie Westgoten durch
die Vermählung mit seiner Schwester Galla
Placidia (417), mehrere Konsulate und die freilich von Ostrom
nicht anerkannte Erhebung zum Augustus (8. Februar 421) auszeichnete.
Sein baldiger Tod (2. September 421) zerstörte die an ihn geknüpften
Hoffnungen für das Westreich.
RE IV 1099, KP I 1292
Da starb am 2. September 421 an einer Rippenfellentzündung
unerwartet Kaiser Constantius III.
417
oo 2. Galla Placidia
388/92 † 27.11.450
Kinder:
2. Ehe
Valentinianus III.
3.7.419 † 16.3.455
Honoria Justa Grata
418 † um 455
Literatur:
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Ihr Leben, ihre Taten, ihre Zeit. Scherz Verlag Bern und München 1980
Seite 249 - Grant, Michael: Die römischen Kaiser. Von Augustus
bis zum Ende des Imperiums. Eine Chronik. Bechtermünz Verlag Augsburg
1977 Seite 326,345,358,362,369,372,375, 379 - Günther Rigobert:
Römische Kaiserinnen. Zwischen Liebe, Macht und Religion. Militzke
Verlag Leipzig 2003 Seite 62-64,67-69,70-75,97,124,125,127,142 - Heuss
Alfred: Römische Geschichte. Georg Westermann Verlag Braunschweig
1960 Seite 477 - Lexikon Alte Kulturen, Meyers Lexikonverlag Mannheim/Wien/Zürich
1990 Band I Seite 506 - Mann Golo: PROPYLÄEN WELTGESCHICHTE.
Eine Universalgeschichte. Vierter Band. Rom Die römische Welt. Verlag
Ullstein GmbH, Frankfurt am Main - Berlin, Propyläen Verlag 1986 Seite
531,561,564,578,582,608
-
Schreiber Hermann: Auf den Spuren der Goten. List
Verlag München 1977 Seite 270 - Schreiber Hermann: Die Hunnen.
Attila probt den Weltuntergang. Econ Verlag Wien-Düsseldorf 1990 Seite
208 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln
zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-,
Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 484 - Veh Otto: Lexikon der römischen
Kaiser. Von Augustus bis Iustinianus I. 27 v. Chr. bis 565 n. Chr. Artemis
& Winkler Verlag Düsseldorf/Zürich 1998 Seite 40-41 -