Tochter des N.N.
Grant, Michael: Seite 413,414
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"Die römischen Kaiser. Von Augustus bis zum Ende
des Imperiums. Eine Chronik."
Die Münzen, die Basiliskos
herausgab, bestätigen schriftliche Zeugnisse, denen zufolge er eine
höchst intensive Familienpolitik betrieb. So erhob er seine Frau
Aelia
zur Augusta und ließ sie auf Münzen abbilden. Auch ihr
Sohn Marcus
wurde zum Augustus
erhoben, nachdem er zuvor zum Caesar ernannt worden war, und als Augustus
wird er auf den in Konstantinopel geprägten Münzen erwähnt,
die den Kopf seines Vaters zeigen. Andere "aurei" (Goldmünzen) tragen
die Namen zwei weiterer Caesaren, Zenon
und Leo. Es ist anzunehmen, daß
Zenon
und Leo Caesar jüngere Söhne
des Basiliskos waren, die den Titel
"Caesar" erhielten, als Marcus zum
Augustus erhoben wurde.
Basiliskos, seine
Frau und seine Kinder, die er zum Augustus und zu Caesaren ernannt hatte,
wurden nach Cucusus (Göksün) in Kappadokien verbannt. Dort mauerte
man sie in einer ausgetrockneten Zisterne ein und ließ sie verschmachten.
Basiliskos hatte
sich aber auch seinen früheren Parteigänger, den Ostgoten
Theoderich Strabo, der inzwischen Heermeister geworden war, zum Feinde
gemacht. Der Grund dafür war, daß er einen ähnlichen Titel
und die gleiche Würde einem Lebemann namens Armatus verliehen
hatte, der der Liebhaber der Kaiserin Aelia
Zenonis war und den Spitznamen "pyrrhos" (vielleicht im Sinne
von "Rotbäckchen" zu übersetzen) trug.
Norwich John Julius: Band I Seite 195
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"Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches."
Hauptverantwortlich für den Sturz des Basiliskos
waren jedoch weder Zenon noch Illos,
sondern sein eigener Neffe Harmatios. Dieser lächerliche junge
Mann, in ganz Konstantinopel als Stutzer und Geck bekannt, war von seinem
Onkel trotz der skandalösen Affäre, die er und Basiliskos'Frau,
seine Tante Zenonis, unterhielten,
in den Rang eines Magister militum erhoben worden. Dieser Ernennung stieg
ihm so zu Kopf, dass er als Achilles verkleidet im Hippodrom paradierte.
Als er an der Spitze des Heeres gegen Zenon
und Illos erschien, luden ihn die beiden
zu Verhandlungen ein. Sie versprachen, ihm das Amt des Prätorianer-Präfekten
und seinem Sohn den Titel eines Cäsaren zu verschaffen, worauf er
sich nur zu gern auf ihre Seite schlug. So kehrte
Zenon
im Juli 477 in die Hauptstadt zurück, ohne dass sich Widerstand geregt
hätte. Der Möchtegern-Augustus, der einmal mehr in die
Hagia Sophia Zuflucht suchte, kapitulierte gegen das Versprechen, sein
Blut werde nicht vergossen; der rechtmäßige Kaiser schickte
ihn getreu seinem Wort mit seiner Familie in die Wildnis Kappadokiens in
die Verbannung, wo im darauffolgenden Winter Kälte und Hunger
ihr Los besiegelten.
oo Basiliskos Oströmischer Kaiser
†
Herbst 476
Kinder:
Marcius Mit-Kaiser
†
Herbst
476
Leo Caesar
†
Herbst
476
Basiliskos II.
†
Literatur:
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Grant, Michael: Die römischen Kaiser. Von
Augustus bis zum Ende des Imperiums. Eine Chronik. Bechtermünz Verlag
Augsburg 1977 Seite 383,413 - Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg
des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München
1993 Band I Seite 195 -