Tochter des N.N. aus der spanisch-romanischen Oberschicht
Thiele, Andreas: Tafel 484
**************
Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und
Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"
THEODOSIUS
I. "DER GROSSE"
-------------------------------------------
* 346, † 395
1. oo AELIA FLACILLA
† 386
Theodosius war in erster Ehe (376-386) mit der ebenfalls aus Spanien stammenden Aelia Flaccilla, in deren Namen er Münzen herausgab, verheiratet und in zweiter Ehe mit Galla. Zu den Kindern aus erster Ehe zählten Arcadius und Honorius.
Gottschalk Gisela: Seite 244,247
***************
"Die großen Cäsaren. Ihr Leben, ihre Taten,
ihre Zeit."
Theodosius wurde am
11. Januar 347 in Spanien geboren und war mit Flacilla
verheiratet, die ihm zwei Söhne schenkte.
Valentinian II. floh
zu Theodosius, der nach dem Tode der
Flacilla
seine Schwester Galla
geheiratet hatte.
Günther Rigobert: Seite 44,162
***************
"Römische Kaiserinnen. Zwischen Liebe, Macht und
Religion."
Als im Jahr 376 die Westgoten mit Erlaubnis des Kaisers
Valens die Donau überquerten, befand sich Theodosius,
der
spätere Kaiser, in Spanien und kümmerte sich um seine dort
liegenden Güter. In diesem Jahr heiratete der Neunundzwanzigjährige
seine erste Gattin Aelia Flacilla,
die der spanisch-romanischen Oberschicht entstammte. Ein Jahr darauf
wurde sein Sohn Arcadius, der spätere
Kaiser Ostroms, geboren, und im Jahr 384 kam Honorius,
der künftige Kaiser Westroms, zur Welt.
Obwohl schon früher Kaiserinnen ihren Gatten in
das Feldlager begleiteten, erscheint erstmalig auf den Münzen die
Kaiserin mit dem Feldherrenmantel bekleidet. Außerdem sieht man oberhalb
des Kopfes eine Hand, die einen Kranz trägt, was bedeutet, daß
die Kaiserin von Gott gekrönt sei [13 W. Schuller: Frauen in
der römischen Geschichte (Konstanzer Bibliothek Band 4), Konstanz
1987, Seite 108.]. Damit näherte sich in der offiziellen Bildpropaganda
die Kaiserin mehr ihrem Gatten, von dem man erwartete, daß er von
Gott auserwählt sei. Aelia Flacilla
war eine gläubige Christin, von der man berichtete, sie habe sich
ganz besonders der caritativen Pflege und Hilfe der Kranken und Siechen
gewidmet [14 A. Demandt, a.a.O., Seite 303.]. Ihr politischer Einfluiß
auf ihren Gatten scheint nur begrenzt gewesen zu sein.
Nach zehnjähriger Ehe starb Aelia
Flacilla.
Aufgrund ihres Vermögens und durch ihre soziale
Position waren die Frauen selbstbewußter geworden; sie bestimmten
mehr und mehr ihren Lebensweg nach eigenem Wiillen. Aelia
Flacilla, Aelia Eudoxia,
Galla
Placidia und Pulcheria drängten
ihre Gatten, Söhne und Brüder zur kompromißlosen kämpferischen
Orthodoxie und veranölaßten sie zu harten Gesetzen gegen die
Heiden und Häretiker.
376
oo 1. Theodosius I. der Große Römischer
Kaiser
11.1.346 † 17.1.395
Kinder:
Honorius
9.9.384 † 15.8.423
Arcadius
377 † 1.5.408
Literatur:
-----------
Gottschalk Gisela: Die großen Cäsaren.
Ihr Leben, ihre Taten, ihre Zeit. Scherz Verlag Bern und München 1980
Seite 244,247 - Grant, Michael: Die römischen Kaiser. Von Augustus
bis zum Ende des Imperiums. Eine Chronik. Bechtermünz Verlag Augsburg
1977 Seite 326,345,348,355 - Günther Rigobert: Römische
Kaiserinnen. Zwischen Liebe, Macht und Religion. Militzke Verlag Leipzig
2003 Seite 44,45,162 - Schreiber Hermann: Auf den Spuren der Goten.
List Verlag München 1977 Seite 140 - Thiele, Andreas: Erzählende
genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband
2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II
Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 484 -