2. Sohn des Markgrafen
Hermann V. von Baden und der Irmgard
von Braunschweig, Tochter von Graf Heinrich I.
Rudolf I. folgte 1243
gemeinsam mit seinem Bruder Hermann
VI., war Regent für seinen Neffen Friedrich
I. und regierte ab 1268 allein. Er stritt ab 1250 mit den Nachbarn
um STAUFER- und Reichsgut in Schwaben,
stand traditionell gegen Freiburg, Württemberg, Kurpfalz und HOHENZOLLERN,
daneben besonders gegen die Bischöfe von Speyer und von Straßburg
wegen Rechten, Besitz und Vogteien. Er geriet 1273 jahrelang gegen König
RUDOLF I. VON HABSBURG, behauptete letztlich alle okkupierten
Gebiete und wurde RUDOLFS Stütze.
1279 wurden Backnang und Durlach im Rahmen der verheerenden Fehden verwüstet.
Er gewann unter anderem Liebenzell, Liebeneck, Rodt/Beinheim (= Lehen der
Abtei Weißenburg) und baute eine Landesverwaltung für den großen
Streubesitz auf, schwächte aber durch Erbteilungen unter den Söhnen
für lange Zeit sein Haus entscheidend. Er mußte das Stift Selz
abgeben, gab Lindenfels an Kurpfalz und erbte Alt-Eberstein/Vogtei Herrenalb.
Er unterstützte die Klöster insgesamt sehr und anerkannte zeitweise
König RICHARD VON CORNWALL im
Interregnum.
1250
oo Kunigunde von Eberstein, Tochter des Grafen
Otto I.
-22.4.1284
Kinder:
Adelheid Äbtissin zu Lichtenthal (1263-1295)
-18.8.1295
Hesso
-13.2.1297
Rudolf II.
-14.2.1295
Hermann VII. der Wecker
-15.7.1291
Rudolf III.
-2.2.1332
Kunigunde
-22.7.1310
oo Friedrich VI. Graf von Hechingen
- 1298
Irmgard
-8.2.
nach 1297
vor 1294
oo Eberhard II. Graf von Württemberg
13.3.1265-5.6.1325
Kunigunde
-2.7.
nach 1310
1294
oo Rudolf II. Graf von Wertheim
- vor 18.11.1306