Hartmann II.                                             Graf von Württemberg-Grüningen
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    -4.10.1280
 

Sohn des Grafen Konrad I. von Württemberg-Grüningen
 

Paul Friedrich Stälin: Seite 374
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"Geschichte Württembergs"

Dagegen treten jetzt hervor Graf Hartmann, wahrscheinlich Graf Konrads Sohn (wohl von 1237-1280), gleichfalls von Grüningen, und sein naher Verwandter, Graf Ulrich von Württemberg, wegen seines großen Daumens "mit dem Daumen" zubenannt. Ulrich und Hartmann wußten die Zeitumstände trefflich zur Vergrößerung ihrer Macht und ihrer Besitzungen zu benützen und mit ihnen beginnt die eigentliche Geschichte von Württemberg. Sie traten im Jahre 1246 in der Schlacht bei Frankfurt zu den Gegnern der STAUFER über und beteiligten sich auch noch später an den Kämpfen gegen König KONRAD IV.
Graf Hartmann war 1243 Gefährte Kaiser FRIEDRICHS II. in Italien, erhielt im Jahre 1252 von König WILHELM die Eigengüter und Lehen Heinrichs von Wemding, sowie zu Reichslehen die Stadt Markgröningen, mit welcher das Reichssturmfahnlehen verbunden war, das vielleicht mit dem Vortritte der Schwaben in den Reichskriegen zusammenhing, und nannte sich deshalb im Jahre 1257 "des heiligen Reichs Fahnenträger". Als "Graf von Grüningen, oder, richtiger gesagt, Graf der römischen Kirche", rühmte sich derselbe, wohl im Jahre 1256, "dass im Krieg der heiligen Kirche sein Schild nie ausgewichen sei und dass seine Lanze sich nie abgewendet habe". Übrigens hatte er einen Teil seines Kirchberger, die Grafschaft im Alpgau, mit der Burg Egolfs bereits 1243 zu Capua an Kaiser FRIEDRICH II. verkauft, und nach Graf Ulrichs Tode wurde er von dem Glücke, welches überhaupt dem von ihm ausgehenden Zweige des Hauses nicht günstig war, verlassen.
 
Stürner, Wolfgang: Teil 2 Seite 565
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"Friedrich II. Der Kaiser 1220-1250"

KONRADS IV. Niederlage ist wohl ganz entscheidend darauf zurückzuführen, daß ihn während der Schlacht unvermutet führende schwäbische Adlige, an ihrer Spitze die Grafen Ulrich von Württemberg und Hartmann von Grüningen (bei Riedlingen an der Donau), im Stich ließen, verführt offenbar von päpstlichen Geld und der Aussicht auf die Macht im Herzogtum Schwaben. Ihre Haltung ermöglichte es HEINRICH, im Dezember über Nürnberg tief in das staufische Kernland vorzustoßen, während KONRAD, der am 1. September 1246 Elisabeth, die Tochter des bayerischen Herzogs Otto geheiratet hatte, in Bayern und bei den süddeutschen Städten Rückhalt fand.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Kinder:

  Konrad 1267-1300
         -
 
  Hartmann
        - um 1273
 
  Ludwig 1267-1300
         -

  Eberhard 1267-1322
         -
 
  Agnes
          -27.5.1328
 
  oo Rudolf Graf von Montfort
               -19.10.1302
 
 
 

Literatur:
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Stürner, Wolfgang: Friedrich II. Teil 2: Der Kaiser 1220-1250, Primus-Verlag Darmstadt 1997, Seite 565 -