Älterer Sohn des Grafen
Otto II. von Wolfratshausen aus seiner 2. Ehe mit der Adelheid
von Regensburg, Tochter von Burggraf Heinrich I. (BABONE)
GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm:
Seite 153
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26. Otto III.
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F. u. eV.
c 1105 comes
Otto de Dyessen cum duobus filiis suis Ottone
et Heinrico
SS 15,
1070 f s 10, 2. Gemahlin.
Während bei Heinrich
und der 1126 verstorbenen Adelheid, Gattin Berengars II. von Sulzbach,
die Abstammung aus Ottos
2. Ehe feststeht, ist dies bei Otto III.zunächst
zweifelhaft. Doch, wäre er ein Sohn der Justizia, so wäre
Liutpold rechtmäßiger Erbe der von ihr herrührenden österreichischen
Besitzungen gewesen und hätte sie ebenso rechtmäßig auf
seine Kinder vererben können. Aber er besaß sie allem Anschein
nach nur iure precario - nach dem Tode der Justizia und ihres Sohne Liutpold
mussten sie an die BABENBERGER heimfallen - und suchte sie, von nahendem
Siechtum bedroht, durch sein persönliches Erscheinen am Bamberger
Hof (Oefele Reg. 86 f, 89 f) an seine lebenden Söhne zu vererben;
tatsächlich sind nach Heinrichs
II. (n 37) Tod keine österreichischen Güter mehr in der
Hand der ANDECHSER. (1121 März Regensburg) anstatt Sigibotos
von Weyarn mit der Vogtei über Tegernsee und der Grafschaft an der
oberen Isar belehnt Oefele Reg. 67, Tyroller 22;
c 1125 Otto comes de Wolfratshausen
MB 8, 129; IV (datiert) 1126 Jan. Oefele Reg. 73
+ (1127) 28/5 zu Baumburg, begraben zu Seeon,
Dießen: Otto comesmonachus
factus, fundator loci istius, sepultus Sewen (Zusatz 13. Jh. obiit anno
1122) Necr. 1, 19;
Salzburg Dom: Otto comesmonachus
Necr. 2, 138
Seeon: Otto ex comite
monachus nostre congregationis, predium dedit Necr. 2, 226
Admont: Otto ex comite
monachus Necr. 2, 297.
Gemahlin:
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Lauretta (1127) Oefele Reg. 86 f,
Lauritta 1132 6/2 MB 8, 161 f unbekannter Herkunft,
lebt noch c 1140 MB 8, 128,
+ 31/8 Dießen: Lauritta comitissa fundatrix
loci huius (Zusatz 13. Jh. mater Ottonis et Hainrici comitum fundatorum
nostrorum) Necr. 1,25;
1/9 Salzburg Dom: Lauritta comitissa Necr. 2,
164
Admont: Lauretta comitissa Necr. 2, 302.
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GENAELOGISCHES HANDBUCH ZUR BAIRISCH-ÖSTERREICHISCHEN
GESCHICHTE
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Dungern Prof. Dr. Otto: Seite 21
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31. Otto IV.
III. 1121 comes, mit der Vogtei über Tegernsee belehnt
(Archiv d. Gesellsch. f. ältere deutsche Gesch. K. X. 636
1122/27 comes de Wolfratshausen (Mb. 8. 129):
1126/27 praeses de Wolfratshausen mit seinen Söhnen
Otto
und
Heinrich
(Mb. 6, 98,9)
+ 28.5.1127 - als Mönch in Seeon. In Baumburg
(Ausführungen bei Oefele 18), Nec. I. 19 (Diessen), II. 21, Seeon),
297 (Admont) z. 37. V. 387, 406, 24 (Seekauer Verbrüderungsbuch).
Gattin:
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Lauritta. 1127 (Arch. ö. G. II. 346): 6.
II. (1132 Urk. 4 bei Oefele 228).
+ 31.8. nach 1140. Nec. I. 25 (Diessen und Mb. 8. 128).
Nec. II. 302 zu 1. IX. (Admont); II. 164 a: 1. IX. (St. Rudpert, Salzburg);
II. 434 (Seekauer: Lauritta).
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HERKUNFT UND GESCHICHTE FÜHRENDER BAYERISCH-ÖSTERREICHISCHER
GESCHLECHTER IM HOCHMITTELALTER
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Gewin Dr. J.P.J.: Seite 143
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35. Otto
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Graf von Wolfratshausen, c. 1121-1127 (+).
1121/26. Vogt von Tegernsee: Oefele a.a.O. Regg. 68-71,
74-79, 82. T. 1. nr. 161b, 164, 165, 166ac, 171, 176b, 181, 183, 187, 188,
190, 191., M. B. VI. 60, 67, 69 f, 75, 78, 80, 81, 82, 92, 93, 99.
1126/27. "Otto
praeses de Wolfratzehusen"delegiert eine Leibeigene an Kloster
Tegernsee. Testes: idem
comes Otto
et filii eius Otto
(F. 53.) et Heinricus
(F. 54.): Oefele a.a.O. Reg. 81., T. 1. nr. 192., M. B. VI. 98
f.
1127. Mai 28. Baumburg. Stirbt.
Gemahlin:
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Laurittta.
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Otto III. wurde mit
der Vogtei über Tegernsee belehnt und starb als Mönch in Secon
in Bamberg.
Ausstellungskatalog Kloster Andechs:
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Herzöge und Heilige
Auf dem im März 1121 abgehaltenen Reichstag in Regensburg
erhielt
Otto III.die Vogtei über
das Kloster Tegernsee, die dem Grafen Siboto II. von Weyarn-Neuburg abgesprochen
wurde, weil er Abt Arbo von Tegernsee 1118 veranlasste hatte, dem aus Italien
zurückkehrenden Kaiser den angeforderten Proviant zu verweigern.
In Tegernsee wusste man von dem neuen Herrn später
mehr Schlechtes als Gutes zu berichten. Er habe die Klosterleute durch
übermäßige Abgaben bedrückt und harte Richter bestellt.
Besonders verübelte man ihm aber, daß er seine Schwester, Gräfin
Adelheid von Sulzbach, gegen den Widerstand der Mönche im
Kloster bestatten ließ, und dass er es Erzbischof Konrad I. von Salzburg
erlaubte, die von Bischof Heinrich von Freising geweihten Altäre zu
zerstören.
Die Gründe, die Kaiser
HEINRICH V. bewogen hatten, dem ANDECHSER ein Amt zu
übertragen, das mindestens ebensoviel, wenn nicht sogar mehr als eine
Grafschaft einbrachte, sind nicht bekannt. Spielten die Verdienste des
Vaters noch eine Rolle, oder hatte sich der Sohn bereits als zuverlässiger
Helfer des SALIERS
erwiesen? Auch das
Eintreten hoher Adeliger für den ANDECHSER könnte von
Bedeutung gewesen sein.
oo Lauritta
-31.8.nach 1140
Kinder:
Heinrich II.
-2.5.1157
Otto VI.
-10.11.1136
Agnes Äbtissin zu Neuburg 1065/69
- nach
1169
Literatur:
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Die Andechs-Meranier in Franken. Europäisches
Fürstentum im Hochmittelalter. Verlag Philipp von Zabern Mainz 1998
Seite 9,11,14, 66,95,266 -