Ruprecht II. der Harte                             Kurfürst von der Pfalz (1390-1398)
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12.5.1325-6.1.1398
Amberg    Amberg

Begraben: Schönau
 

Einziger Sohn des Kurfürsten Adolf der Redliche von der Pfalz und der Irmgard von Oettingen, Tochter von Graf Ludwig VII.
 

Lexikon des Mittelalters: Band VII Spalte 1111
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Ruprecht II., Pfalzgraf bei Rhein, Herzog von Bayern, Kurfürst von der Pfalz
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* 12. Mai 1325, + 6. Janaur 1398
Amberg           Amberg

Begraben: Schönau

Eltern: Pfalzgraf Adolf und Irmgard von Oettingen

Bis zum Tod Rudolfs II. (1353) regierte Ruprecht II. gemeinsam mit seinem Onkel Ruprecht I.; danach erhielt er einen eienen Landesteil, schloß sich aber terriotorial-, reichs- und kirchenpolitisch weiterhin ganz dem Onkel an. Im Kampf gegen die Städte (1388/89) erwarb Ruprecht II. den Beinamen 'der Harte', den er hernach auch in der Verfolgung von Ketzern und Juden bestätigte. 1390 zum Hauptmann des Reichslandfriedens von Eger bestellt, erklärte er sich 1394 im Einvernehmen mit den Kurfürsten für dei dauer der Gefangenschaft König WENZELS zum Reichvikar; seit 1395 entfremdeten sich der Pfälzer und der König zunehmend. Im Bemühen um die Unteilbarkeit des Pfälzer Territoriums initiierte Ruprecht II. 1395 die sogenante Rupertinische Konstitution, die aber keine Rechtskraft erlangte.

Quellen und Literatur:
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ADB XXIX, 737-740 - Regesten der Pfalzgrafen bei Rhein, I, hg. A. Koch-J. Wille, 1894, 296-348 - M. Schaab, Geschichte der Kurpfalz, I, 1988, 91-104 - H.-D. Heimann, Hausordnung und Staatsbildung, 1993.
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Rall, Hans und Marga: Seite 183
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"Die Wittelsbacher. Von Otto I. bis Elisabeth I."

Kurfürst Ruprecht II. von der Pfalz
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* 12.5.1325, + 6.1.1398
Amberg          Amberg

Grabstätte: Zisterzienserkloster Schönau bei Heidelberg

  oo 1345
       BEATRIX
       * 1326, + 12.10.1365
                    Heidelberg

Grabstätte: Zisterzienserkloster Schönau bei Heidelberg

Eltern: Peter II., König von Sizilien aus dem Hause ARAGON, und Elisabeth von Tirol

Ruprecht II. regiert in der Kurpfalz allein 1390 bis 1398 (vertreten durch seine Onkel Rudolf II. und Ruprecht I. von 1329 bis 1338, von da an bis 1353 nur mit Ruprecht I. in einem Teil der Kurpfalz, von 1353 bis 1390 mit ihm in der ganzen Kurpfalz [1356 Goldene Bulle!]).
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Ruprecht II. der Harte war zwei Jahre alt, als er in die Rechte seines Vaters eintrat und der Hausvertrag von Pavia 1329 legte die Tätigkeit seiner Oheime fest. Er war später Mitregent seines Onkels Ruprecht I., war im Krieg gegen den "Falschen Waldemar" 1348-1353 in Sachsen gefangen und war die treibende Kraft zur Rückgewinnung der Ober-Pfalz, auf die er ursprünglich zugunsten von Kaiser KARL IV. gegen etliche Rheinzölle und Ortschaften im pfälzischen Raum verzichtet hatte. Er war der Führer im Kampf gegen die Städte und machte 1388 die Schlacht bei Döffingen und bei Pfeddersheim mit und wurde nach dem Tod des Onkels 1390 mit 65 Jahren Kurfürst von der Pfalz. Er wurde 1394/95 Reichsverweser für König WENZEL, gegen den er sich 1396 mit Nassau verbündete. Er plante die Wahl Richards II. von England zum deutschen König und erließ 1395 die "Rupertinische Konstitution" (Erbgesetz) und gewann Bergzabern. Er stand jahrelang im Schatten des berühmten Onkels, obwohl er ihm bedeutungsmäßig durchaus ebenbürtig war.
 
 
 
 

 1345
  oo Beatrix von Sizilien, Tochter des Königs Peter II.
      1326-12.10.1365
              Heidelberg
 
 
 
 

Kinder:

  Anna
  1346-22.4.1408

 1360
  oo Wilhelm I. Herzog von Berg
       1348-25.6.1408

  Friedrich
  1347- nach 1395

  Johann
  1349- nach 1395

  Mechthild
  1350-

 1378
  oo Sigost Landgraf von Leuchtenberg
       1349-   1393

  Elisabeth
  1351- vor 1401

  Ruprecht III.
  5.5.1352-18.5.1410

  Adolf
  1355-1.5.1358
 
 
 
 

Literatur:
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Hoensch, Jörg K.: Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437. Verlag W. Kohlhammer 2000 Seite 210,213,215 - Hoensch, Jörg K.: Kaiser Sigismund. Herrscher an der Schwelle zur Neuzeit 1368-1437. Verlag C.H. Beck München 1996 Seite 95,98 - Rall, Hans und Marga: Die Wittelsbacher. Von Otto I. bis Elisabeth I., Verlag Styria Graz/Wien/Köln 1986 Seite 182-185 - Seibt Ferdinand: Karl IV. Ein Kaiser in Europa 1346 bis 1378 Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 1994 Seite 224,254,328 - Spindler Max: Handbuch der bayerischen Geschichte Erster Band Das alte Bayern. Das Stammesherzogtum bis zum Ausgang des 12. Jahrhunderts. C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München -