Ulrich (Oldrich)                                         Herr von Rosenberg
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13.1.1403-28.4.1462
 

Sohn des Herrn
 

Lexikon des Mittelalters: Band VII Spalte 1033
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Rosenberg, Ulrich von (Oldrich)
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* 13. Januar 1402, + 28. April 1462

Mitglied der böhmischen Hochadelsfamilie ROSENBERG, stand ursprünglich den Hussiten nahe, zu deren entschiedensten Gegnern er aber seit 1419 zählte. Er bekämpfte vor allem die Taboriten und unterstützte die Politik SIEGMUNDS und ALBRECHTS II. in Böhmen. Nach der Schlacht bei Lipany wurde er zum führenden Repräsentanten der Katholiken und  gründete den sogenannten Strakonitzer Verein (1449), der gegen die durch Georg von Podiebrad utraquistisch orientierte Gruppierung auftrat. Der bis 1452 dauernde Krieg schwächte Ulrich von Rosenbergs Stellung, doch gelang es ihm, den Familienbesitz in Böhmen zu stärken.
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Jörg K. Hoensch: Seite 308,311
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"Die Luxemburger"
 
Erst als sich ALBRECHT verpflichtet hatte, die Kompaktaten ebenso strikt zu beachten wie die Rechte und Freiheiten der Länder der böhmischen Krone, stimmten eine Adelsmehrheit von Kalixtanern und Katholiken, angeführt von Ulrich von Rosenberg, sowie die Vertreter der wichtigsten Städte unter Berufung auf die uxemburgische Thronfolgeordnung und die 1364 von KARL IV. abgeschlossene Erbverbrüderung mit dem Hause HABSBURG am 27. Dezember 1437 in Prag für ALBRECHT.
Während die Nebenländer Mähren, Schlesien und dei Lausitzen Ladislaus vorbehaltlos huldigten, konnten die beiden innerböhmischen Mächtegruppierungen kein Einvernehmen über die Person eines neuen Monarchen erzielen. Vor allem Ulrich von Rosenberg, Anführer der Katholiken und gemäßigten Utraquisten, verstand die Entscheidung zu verzögern, denn im Falle eiens dynastischen Interims durften die Barone hoffen, nach der Lösung vom Erbprinzip und der Rückkehr zur Königswahl ihre ständischen Mitbestimmungsrechte erweitern und vielleicht sogar das seit langem angestrebte Endziel, eine reichsfürstliche Stellung einzunehmen, erreichen zu können.
 
 
Literatur:
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Jörg K. Hoensch, Kaiser Sigismund. Herrscher an der Schwelle zur Neuzeit 1368-1437 Verla C.H. Beck München 1996,
Seite 318,326,412,430,463,592