Lexikon des Mittelalters: Band VII Spalte 1033
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Rosenberg
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Böhmische Hochadelsfamilie, die auf Vitek
von Price (Witiko, + 1194) zurückgeht, der als Gefolgsmann
der PREMYSLIDEN die Grundlagen für einen raschen politischen und wirtschaftlichen
Aufstieg der Familie legte. Vor 1250 errichtete
Vitek III. die Burg "Rosenberg" an der Moldau, nach der
sich die Familie nannte. Die Nachfolger erwarben bedeutende Landes- und
Kirchenämter sowie große Besitzungen vor allem in Süd-
und W-Böhmen. Nicht nur ihre politischen Absichten, sondern auch ihre
verwandtschaftlichen Verbindungen zu österreichsichen und deutschen
Adelsgeschlechtern verbanden die ROSENBERGER
mit der Reichspolitik. Zum politischen und kulturellen Zentrum ihres Besitzes
wurde seit dem 14. Jh. Krummau (Krumlov). Im 14. und 15. Jh. standen die
ROSENBERGER häufig an der Spitze
des Adelsopposition gegen die herrschende Dynastie der LUXEMBURGER;
bis ins 16. Jh. bewahrten die ROSENBERGER
ihre bedeutende Stellung, 1611 starben sie aus.
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