Brandenburg Erich: Tafel 32 Seite 65
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
X. 83. MARQUARD, Herzog von Kärnten
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* ca. 1020, † 1076 16. VI.
Gemahlin:
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Liutberge
†
vor 1103
MARKWART IV.
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† 16. VI 1076
1039 Graf der KÄRNTENER MARK
gründet St. Lambrecht
oo LIUTBIRG
† 15.XI...
Tochter von Liutold II. Graf von Plain
MARKWART II. (IV.)
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† 1076
oo LIUTBIRG
VON PLAIN, Tochter des Grafen Liutold
II. von Plain
†
† (1076) 16/6 St. Lambrecht: Marchwardus
institutor huius loci Necr. 2, 328.
Gemahlin:
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Liutbirg siehe oben zu c 1065; ihre
Herkunft erhellt
aus dem Namen ihres
zweitältesten Sohnes Liutold,
sie war eine Tochter Liutolds II.
aus dem Hause der WILHELMINE und
LIUTOLDE,
der Ahnen der Grafen von Plain (siehe da n 11)
† 15/11 St.
Lambrecht: Liupirgis ducissa Carynthie
mater fundatoris (ducis Heinrici)
Necr. 2, 340
Admont: Liuza comitissa Necr.
2, 206.
Der Mönch
Burkhard von St. Gallen sagt, dass Kaiser
HEINRICH auf die Nachricht von der Wahl Rudolfs
von Rheinfelden zum deutschen König, gleich nachdem er
das Osterfest zu Verona zugebracht habe, unter Begleitung des Herzogs
Marquard und seines Sohnes
Liutold durch Kärnten
nach Deutschland zurückgekehrt sei. Da nun dies im Jahre 1077
geschah
und der Ostersonntag jenes Jahres auf den 16. April fiel, so hätte
nach dieser Nachricht,
Herzog Marquard
am 16. April 1077 noch am Leben sein müssen. Dieser Nachricht
steht
aber die Angabe in der Epochis Benedictino-Lambertinis entgegen, dass Herzog
Marquard am 16. November des Jahres 1076 gestorben
sei.
Nach Burkhard
könnte Marquard
erst am 16. April 1077 gestorben sein, und doch erscheint sein Sohn
Liutold in einer schon vor jenem Tage wahrscheinlich schon im
März,
vielleicht gar schon im April jenes Jahres zu Pavia ausgestellten
Urkunde
als Herzog.
Marquard und seine
Gemahlin Luitpurg, von der
es unbekannt
ist, ob sie vor oder nach ihrem Gemahl gestorben ist, sollen zufolge
der
im Stifte St. Lambrecht fortbestehenden Überlieferung in der
Kirche
zu St. Martin im Greut, östlich von Neumarkt, wo Luitpurg
ein
Frauenkloster gestiftet haben soll, begraben worden sein.
Herzog Marquard
hinterließ
vier Söhne Luitold, Heinrich, Ulrich und Hermann,
die als solche geschichtlich erweis bar sind. Außer diesen werden
noch drei andere Söhne Adalbero,
Marquard und Hartmann und drei Töchter
Beatrix, Kunigunde und Hemma zugeschrieben.
Kinder:
Liutold
um 1045/50 † 12.5.1090
Heinrich III.
um 1050 † 4.12.1122
Markward Graf
†
vor
16.6.1076
Ulrich Abt von St. Gallen
†
21.12.1121
Hermann Bischof von Passau
(1085-1087)
um 1055 † 1087
Literatur:
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Brandenburg
Erich: Die Nachkommen Karls des
Großen.
Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 32 Seite 65 - Klaar,
Karl-Engelhard:
Die Herrschaft der Eppensteiner in Kärnten, Klagenfurt 1966
Seite
34,39,41,44,50,60,99,106 - Schwennicke,
Detlef: Europäische
Stammtafeln.
Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge
Band
III Teilband 1, Herzogs- und Grafenhäuser des Heiligen
Römischen
Reiches und andere europäische Fürstenhäuser, Verlag von
J.A. Stargardt Marburg 1984 Tafel 24 - Tangl,
Karlmann: Die Grafen, Markgrafen und Herzoge
aus
dem Hause Eppenstein, Archiv XV Seite 231 -
Thiele, Andreas: Erzählende
genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2
Deutsche
Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II, R.G. Fischer
Verlag 1994 Tafel 494 - Wegener, Wilhelm
Dr. jur.: Genealogische
Tafeln
zur mitteleuropäischen Geschichte, Heinz Reise-Verlag
Göttingen
1962-1969 Seite 111 -