Posse, Otto: Tafel 4 Seite 49-51
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"DIE WETTINER. Genealogie des Gesamthauses Wettin."

12. HEINRICH DER ERLAUCHTE
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* nach 30. August 1215 und vore 20. Juli 1216, + vor 8. Februar 1288

Von 1221-127 unter Vormundschaft des Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen, dann bis zur Mündigkeit (1230), des Herzogs Albrecht I. von Sachsen. Eventualbelehnung mit Thüringen und der Pfalzgrafschaft Sachsen 30. Juni 1243. Wahrscheinlich im Jahre kam das Pleissnerland, mit Altenburg, Chemnitz und Zwickau, und inn Folge des Absterbens der Landgrafen von Thüringen (1247) die Landgrafschaft Thüringen und Pfalzgrafschaft Sachsen an das Haus WETTIN.

1. Gemahlin:
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Constantia, Tochter Leopolds VII. von Österreich
* (6. Mai 1212?), + 1243 vor 5. Juni

verlobt 1225, vermählt Stadlau 1. Mai 1234

2. Gemahlin:
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Agnes, Tochter des Königs Otakar II. von Böhmen
        + 10. Oktober 1268

vermählt Ende 1244, wahrscheinlich 1245

3. Gemahlin:
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Elisabeth von Maltitz, Tochter Ulrichs von Maltitz
* 1238/39, + 25. Januar 1333

vermählt nach 1268 und vor 1273

12. Heinrich der Erlauchte

- Vermählt: Beilage III - Constanze soll am 6. Mai 1212 geboren sein. Diese Angabe Neuerer beruht höchstwahrscheinlich auf dem vielbenutzten Werkchen des Anton Aedllen von Gesau, Geschlechtsfolge der Beherrscher Oesterreichs (Wien 1795, 8°), Seite 27, welches seinerseits unzweifelhaft aus dem fictiven Ortilo geschöpft hat, einer Quelle, die, als Produkt Chr. Hanthalers nicht dem mindestens Anspruch auf Glaubwürdigkeit besitzt (Hanthaler, Fasti Campililienses 2, 609). - Die Verlobung mit Constanze fand statt 1225, wohl eingeleitet durch den Vormund Heinrichs, den Landgrafen von Thüringen, da in demselben Jahre seine eigene Schwester mit einem Sohne des Herzogs Leopold vermählt worden ist. Die Contin. Scotorum (SS. 9, 624) berichtet über beide Ereignisse in einem Zuge: Filius eiusdem ducis Liupoldi Austrie et Stirie, Heinricus nomine sororem landgravii Durunggie duxit in uxorem, filio margravii de Mizzen filia iam dicti ducis est desponsata. - Cont. Praedicat. Vind. a. O. 727 fasst sich kürzer, nennt aber den Ort der Hochzeit: Ringlense, ubi multi principes convenerunt. Annal. Mellic. a. O. 508 und Cont. Garstens. a.  O. 508 zum Jahre 1235 und 1236. Vermählt zu Stadlau am 1. Mai 1234. Cont. Sancruc. II (SS. 9, 637): Fridericus illustris dux Austrie et Styrie, et Theodora ducissa mater sua, in octavis pasce ad festum apostolorum Philippi et Jacobi nuptias sollempnes celebrant in campo iuxta Stadelowe. - Constanze + vor 5. Juni 1243 (Or. H. St. A. Dresden 387), da ihr Gemahl an diesem Tage zu ihrem Seelenheil an das Kloster Altzelle, in dem sie wohl an diesem Tage beigesetzt wurde, eine Schenkung machte. Ann. Erphord. (SS. 16, 34): Anno 1243. Eodem anno obiit marchionissa. - Ann. Veterocell. (Beilage VII): 1243. Constancia marchionissa obiit, mater lantgrvii et marchionis Theoderici.
- In zweiter Ehe vermählt mit Agnes Ende 1244, wahrscheinlich 1245. Palacky, Geschichte von Böhmen 2, 127, setzt die Vermählung ins Jahr 1244. Da jedoch Papst Innocenz IV. 1244 Dezember 9 (Mon. Germ. Epp. 52, 72) den Ehedispens erteilt, so dürfte die Vermählung erst im folgenden Jahre stattgefunden haben.
Gestorben am 10. Oktober 1268.
Annal. Veterocell. (Beilage VII): 1268 VI. iudis octobris obiit marchionissa Agnes. Sie ist in Altzelle beigesetzt nach Beilage VI. - Beilage V: Domna Agnes uxor Henrici obiit a. d. 1268.
- In dritter Ehe vermählt mit Elisabeth nach 1268 und vor 1273, da ihr Sohn Friedrich 1273 geboren ist (Beilage III). Opel, Ann. Veterocell. 87: Item post Constantiae mortem - der Chronist, hier die Tabula in cepella principum (Beilage III) als Vorlage benutzend, kennt die zweite Gemahlin Agnes nicht - duxit aliam uxorem Elisabeth, de qua genuit Fredericum marchionem de Dreseden, dictum Clemme. Die Bautzner Handschrift (vgl. Einleit.) hat am Rande den Zusatz, von späterer Hand: que obiit anno 1243 in Cella sepulta, duxit Agnem, sororem Ottakkari regis Bohemie, que obiit sine prole 1268 VI. idus octobris in Cella sepulta. - Dem Herrn Major von Maltitz, der sich seit über 40 Jahren mit der Erforschung  seiner Geschlechtsgeschichte beschäftigt, verdanke ich folgende Angaben: Ulrich von M., Sohn Ulrichs, urkundl. 1224 Rath des Markgrafen von Meissen, auf Albertitz und Biberstein gesessen, war vermählt mit einer von Staupitz um 1238 (+ um 1239), in zweiter Ehe mit Brigitte, Schwester Thylichs von Honsberg, welche in zweiter Ehe Johann von Herstein heirratete. Aus der ersten Ehe mit N. von Staupitz entstammte Elisabeth. Sie starb 1333 nach Beilage V: Et Elisabeth mater predicti Clemmonis MCCCXXXIII. Urkundlich wird sie noch genannt 1324 Mai 25 (Or. Dresden Nr. 2313). Necrol. des Dominikanerklosters Pirna (Cod. dipl. Sax. reg. II, 5, 227): IX. D. VIII. Kal. Febr. ob. domina Elyzabeth antiqua marchionissa de Dreseden. - Fabricius Orig. Sax. 577: Ea obiit X. Calend. Martii.