Konrad                                                     Graf von Wasserburg, Hallgraf
---------                                                   Vogt von Rott
um 1195-28.1.1259 (28.1.1258 Isenburg)
              Offenberg

Einziger Sohn des Grafen Dietrich III. von Wasserburg und der Heilika von Bayern, Tochter von Herzog Otto I.
 

GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Dr. Wilhelm Wegener: Seite 163
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71. Konrad

(nach dem mütterlichen Großoheim Erzbischof Konrad von Mainz benannt). F. u. eV.
1201 Graf Dietrich und Sohn Konrad MB 1, 273 n 5
selbständig 1211 29/1 Chunradus dei gratia comes de W. MB 1, 280 f n 11
1217 14/6 Hallegravius de W. OÖ UB 2, 591 f n 398 Bö-Fi n 907
1226 Vogt von Rott MB 1, 374 f n 18, Bö-Fi n 1619
hat 1242 Herzog Otto II. zum Erben eingesetzt MB 2, 201 f n 2;
1247 11/11 Wasserburg samt Grafschaft von Bayern okkupiert SS 17, 343
+ 1259 28/1 bei einem Brand als Insasse des Leprosenheimes Offenberg in Steiermark SS 30 a, 722
Attel: Hainricus (sic) comes de W. Necr. 3, 75
Salzburg Dom: comes de W. combastus frater noster
Seeon (29/1) Ch. c. de W.
Raitenhaslach: c. de W. Ch.
Admont: Ch. c. de W. Necr. 2, 100, 219, 262, 290.
Gemahlin
Kunigunde
Tochter des Grafen Gebhard II. von Hirschberg
1223 17/8 zuerst als Gattin Konrads erwähnt MB 28 b, 143 f
erscheint zuletzt 1249 2/2, wo sie hirschbergische Güter an Freising vermacht, von den bogenschen Gütern Degenberg und Bergern als Morgengabe aus ihrer 1. Ehe (mit dem Grafen Berthold III. von Bogen + 1218) und ihrem verstorbenen Bruder Gebhard IV. spricht, während unter den Zeugen der nobilis vir Gebhard von Tölz erscheint (Meichelbeck, Hist. Fris. 2 a, 32 f).
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GENEALOGISCHES HANDBUCH ZUR BAIRISCH-ÖSTERREICHISCHEN GESCHICHTE
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Prof. Dr. Otto Dungern: Seite 25
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63. Konrad III.

1201 (Mb. I. 273) zum erstenmal mit seinem Vater Dietrich genannt
22.I.1211 (Rb. II. 46) Chunradus Dei gratia comes de Wasserburg
heiratet zwischen 22.X.1218 und 1.VIII.1224 (Rb. II. 86 und 146)
14.VI.1231 (OÖ. UB. II. 591 Böhmer-Ficker reg. 217. 906)
Konrad Hallgraf von Wasserburg: stirbt 28.I.1259 in einem Leprosenheim zu Offenberg, Steiermark, bei dessen Brand (MG. SS. XXX/1. 722)
zum 29.I. Nec. II. 219 (Seeon).
Gattin:
Kunigunde, Tochter Gebhard III. Graf von Hirschberg (fra. II. 34. 151: ihr Bruder hier Gebhard Graf von Piugen [Boigreich in Niederösterreich] genannt), testiert 2.II.1249 (Rb II. 402 und fra. wie vor).
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Konrad geriet schroff gegen die herzoglichen WITTELSBACHER, wurde 1247 verjagt und verbrannte in einem Heim.
 
M. Spindler:
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"Geschichte Bayerns"

Als Albert Beham von Lyon zurückkehrte, fand er einen Gönner am Grafen Konrad von Wasserburg, den gleichen, der 1242 den Herzog Otto II. von Bayern zu seinem Gesamterben eingesetzt hatte. Konrad gewährte ihm erneut Unterschlupf in seiner für unbezwinglich gehaltenen Stadtfeste und eröffnete unter Alberts Einfluss einen Kreuzzug gegen den Herzog und die Feinde der Kirche. Nach einer halbjährigen Belagerung gelang es im Herbst 1247, die Feste zu brechen. Albert und Konrad konnten entweichen, sie flohen nach Böhmen, von da nach Lyon.
Das Bild des letzten WASSERBURGERS, des Grafen Konrad, des Sohnes einer WITTELSBACHERIN, ist getrübt durch Unstetigkeit und Leidenschaft, Wankelmut und Gewalttätigkeit. Er kämpfte für und wider Ludwig den Kelheimer, für und wider dessen Sohn. In seinem Leben werden die Auswirkungen des kirchenpolitischen Kampfes besonders deutlich. Der Herzog ließ ihn schließlich durch seinen Sohn Ludwig mit Gewalt aus dem Land vertreiben. Er begegnet noch an STAUFER-feindlichen Höfen, taucht auch noch in Bayern auf, doch fehlt ein Anhaltspunkt dafür, daß er wieder in den Besitz seiner Güter und Rechte gekommen wäre.1259 ist er in der Steiermark an Aussatz gestorben.
 
 
 
 

vor 1.8.1224
  oo 2. Kunigunde von Hirschberg, Tochter des Grafen Gebhard II.
                  -   1248

     1. oo Berthold III. Graf von Bogen
             um 1190-12.8.1218 gefallen