EUROPÄISCHE STAMMTAFELN NEUE FOLGE BAND L1 Tafel 86 B
Die Grafen von Wasserburg entstammten einer Andechser Seitenlinie.
Friedrich Prinz:
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"Bayerns Adel im Hochmittelalter"
An den Machtbereich der FALKENSTEINER und der ihnen zugeordneten WEYARNER
nach Norden anschließend erstreckte sich die Herrschaft der Grafen
von Wasserburg. Sie trugen wie die FALKENSTEINER zahlreiche
Lehen der Salzburger Kirche im Chiemgau, gründeten Stift Attel und
Altenhohenau, bevogteten Rott am Inn, die Gründung des Pfalzgrafen
Kuno von Rott (1081), besaßen vor den WELFEN die Hallgrafschaft (Reichenhall),
ferner den größeren Teil der späteren wittelsbachischen
Gerichtes Markt Schwaben sowie die Grafschaft Kling östlich der Wasserburg,
die durch Erbgang an die WASSERBURGER
gekommen war. Sie setzten sich ferner mit ihrer Burg Viechtenstein und
einer Reihe von Besitzungen südlich davon in dem Dreieck fest, das
vom Unterlauf des Inns und der Donau östlich Passau gebildet wird,
ebenso in Kreuzenstein bei Korneuburg. Eine enge familiäre Verbindung
der WASSSERBURGER zu den pfalzgräflichen
ARIBONEN ist anzunehmen.