Sigiboto VI.                                             Graf von Neuenburg-Hartmannsberg-Hernstein
-------------                                            Vogt von Herrenchiemsee
um 1198-6.10.1244 ermordet (oder 1272)
               Neuenburg

Ältester Sohn des Grafen Sigiboto V. von Hernstein-Neuenburg und der Luitgard von Valley, Tochter von Graf Konrad I.
 

GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
-------------------------------------------------------------------------------------
Dr. Wilhelm Wegener: Seite 220
*****************
22. Sigiboto VI.

F. u. eV.
(1222/26) ungenannt siehe 17
(1225/30) gibt seiner Schwester Alheit Besitzungen, darunter alles, was sein Vater von dem Herzog von Steier in Österreich gehabt hatte, wogegen sie auf ihre Erbansprüche in Bayern verzichtet Aventin, Adversaria DBT 157 f, offenbar aus Anlass ihrer Vermählung mit Heinrich von Kuenring; (1231 nach 7/5) Otto I. von Meranien lehnt den von den domini comites de Nwenburc erbetenen Beistand Bedauerns ab Aventin, Adversaria DBT 158; IV.
(1244 statt 1246) Siboto comes de Niuwenburch occiditur, frater eius Chunradus capitur, comiti Chunrado de Wazzerburch in custodiam traditur, qui castra ipsius fraudulenter usurpavit Annal. Scheftlar. SS 17, 342 f. Dazu Aventin, Bayer. Chronik, Akademieausgabe 5, 404 und Catalogus religiosorum Weyarensium 44: ein (angeblicher) Sohn Sigibotos, Sigiboto, sei 6/10 1272 im Bad zu Neuenburg ermordet worden. Diese Angabe kann so nicht stimmen, da es nach 1260 keine Grafen von Neuenburg mehr gegeben hat. Daher muss sie auf 22 bezogen werden, der somit 6/10 1244 ermordet wurde.
Gemahlin
Irmgard
Hundt, Stammenbuch 1, 51, der sie mit dem angeblichen Sohn von 22 verheiratet sein lässt.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
GENEALOGISCHES HANDBUCH ZUR BAIRISCH-ÖSTERREICHISCHEN GESCHICHTE
-----------------------------------------------------------------------------------------------------
Prof. Dr. Otto Dungern: Seite 80
******************
21. Sigiboto IV.

Graf von Hadamarsperg
Vogt von Chiemsee;
Sohn von Sigiboto II. und Bruder von Kuno II.: fra. II/8. 294, 29.
+ vor 1.II.1245 (Mb. II. 401, 18 = Salzb. UB. II, Nr. 1064).
Ehegattin:
Adelheid.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
M. Spindler:
**********
"Geschichte Bayerns"

Den FALKENSTEINERN, die den Ausgang des Inn aus dem Gebirge beherrschten, wurde ihre enge Verbindung mit den ANDECHSERN, auf deren Seite sie kämpften, und mit dem Bischof von Freising, dessen Gegnerschaft zum Herzogshaus sich fortwährnd erneuerte, zum Verhängnis. Der Tod des wohl im Kampf gegen den Herzog 1243/44 gefallenen Grafen Siboto bildete den Auftakt zur Liquidierung ihres ganzen reichen Besitzes, dessen Hauptanteil die Herzöge sich sicherten. Kuno, der Bruder des Gefallenen, traf vergebens verzweifelte Gegenmaßnahmen. Auch er wandte sich an Ottos Gegnerin, die Kirche. Im Jahr 1245 übergab er sein ganzes Hab und Gut unter den Vorbehalt lebenslänglicher Nutznießung an Freising, schließlich  verkaufte er Teile davon an den Bischof. Er verlor sein ganzes Erbe. Im Jahr 1260 hört man das letzte Mal von ihm. Vom Sohn Sibotos, dem rechtmäßigen Erben, der beim Tod seines Vaters wohl noch zu jung war, um sich wehren zu können, ist nur bekannt, dass er 1272 im Bad ermordet wurde.