Ältester Sohn des Grafen
Sigiboto V. von Hernstein-Neuenburg und der Luitgard von Valley,
Tochter von Graf Konrad I.
GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Dr. Wilhelm Wegener: Seite 220
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22. Sigiboto VI.
F. u. eV.
(1222/26) ungenannt siehe 17
(1225/30) gibt seiner Schwester Alheit
Besitzungen, darunter alles, was sein Vater von dem Herzog von Steier in
Österreich gehabt hatte, wogegen sie auf ihre Erbansprüche in
Bayern verzichtet Aventin, Adversaria DBT 157 f, offenbar aus Anlass ihrer
Vermählung mit Heinrich von Kuenring; (1231 nach 7/5) Otto I. von
Meranien lehnt den von den domini comites de Nwenburc erbetenen Beistand
Bedauerns ab Aventin, Adversaria DBT 158; IV.
(1244 statt 1246) Siboto comes de Niuwenburch
occiditur, frater eius Chunradus capitur, comiti Chunrado de Wazzerburch
in custodiam traditur, qui castra ipsius fraudulenter usurpavit Annal.
Scheftlar. SS 17, 342 f. Dazu Aventin, Bayer. Chronik, Akademieausgabe
5, 404 und Catalogus religiosorum Weyarensium 44: ein (angeblicher) Sohn
Sigibotos, Sigiboto, sei 6/10 1272
im Bad zu Neuenburg ermordet worden. Diese Angabe kann so nicht stimmen,
da es nach 1260 keine Grafen von Neuenburg mehr gegeben hat. Daher muss
sie auf 22 bezogen werden, der somit 6/10 1244 ermordet wurde.
Gemahlin
Irmgard
Hundt, Stammenbuch 1, 51, der sie mit dem angeblichen Sohn von 22 verheiratet
sein lässt.
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GENEALOGISCHES HANDBUCH ZUR BAIRISCH-ÖSTERREICHISCHEN GESCHICHTE
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Prof. Dr. Otto Dungern: Seite 80
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21. Sigiboto IV.
Graf von Hadamarsperg
Vogt von Chiemsee;
Sohn von Sigiboto
II. und Bruder von Kuno
II.: fra. II/8. 294, 29.
+ vor 1.II.1245 (Mb. II. 401, 18 = Salzb. UB. II, Nr. 1064).
Ehegattin:
Adelheid.
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M. Spindler:
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"Geschichte Bayerns"
Den FALKENSTEINERN,
die den Ausgang des Inn aus dem Gebirge beherrschten, wurde ihre enge Verbindung
mit den ANDECHSERN, auf deren Seite sie kämpften, und mit dem Bischof
von Freising, dessen Gegnerschaft zum Herzogshaus sich fortwährnd
erneuerte, zum Verhängnis. Der Tod des wohl im Kampf gegen den Herzog
1243/44 gefallenen Grafen
Siboto bildete den Auftakt zur Liquidierung ihres ganzen reichen
Besitzes, dessen Hauptanteil die Herzöge sich sicherten. Kuno, der
Bruder des Gefallenen, traf vergebens verzweifelte Gegenmaßnahmen.
Auch er wandte sich an Ottos Gegnerin, die Kirche. Im Jahr 1245 übergab
er sein ganzes Hab und Gut unter den Vorbehalt lebenslänglicher Nutznießung
an Freising, schließlich verkaufte er Teile davon an den Bischof.
Er verlor sein ganzes Erbe. Im Jahr 1260 hört man das letzte Mal von
ihm. Vom Sohn Sibotos,
dem rechtmäßigen Erben, der beim Tod seines Vaters wohl noch
zu jung war, um sich wehren zu können, ist nur bekannt, dass er 1272
im Bad ermordet wurde.