Günzel II.                                                 Graf von Schwerin-Wittenburg (1185-um 1221)
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    - um 1221
 

Sohn des Grafen Günzel I. von Hagen-Schwerin und der Oda von Lüchow, Tochter von Hermann
 

Günzel II. unterstützte Dänemark, wurde dessen Vasall und eroberte Holstein mit in der Schlacht bei Stellau.

Seine Tochter und Erbin Ida heiratete Niels I. von Dänemark (+ 1218), Sohn des Königs Waldemars II., der Graf von Schwerin-Wittenburg wurde. Deren gemeinsamer Sohn Niels II. (+ 1251) war 1221-1223 Graf von Schwerin, wurde von seinem Großonkel Heinrich I. abgesetzt und bis 1227 gefangen. Er mußte völlig verzichten.
 
Peter Thorau: Teil I Seite 23-25,202
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"Jahrbücher des Deutschen Reichs unter König Heinrich (VII.)"
 
Graf Gunzelin II. von Schwerin, ein treuer Anhängher des WELFEN, wurde von Waldemar II. von Dänemark mit Gebieten um Wittenburg und Boizenburg belehnt.
Geichzeitig hielt er sich damit die Möglichkeit einer Annäherung an den staufischen Gegegnkönig offen, gegen den wiederum er im Notfall auf den welfen-treuen Gunzelin von Schwerin stützen konnte.
Den Waldemar vermutlich willkommenen äußeren Anlaß zum Krieg lieferteen die Zwistigkeiten mit Heinrich und Gunzelin von Schwerin. Deren Grafschaft, die sich wie ein Keil zwischen das dänische Holstein und die Mark Brandenburg schob und von ihnen gemeinsam regiert wurde, war schon 1208 das Ziel eines dänischen Angriffs gewesen. Damals hatte Albrecht von Orlamünde die Boizenburg niedergelegen und das Land auf brutalste Weise verwüsten lassen. 1214 eroberte und zerstörte Waldemar die Schweriner Burg Wortmunde und zwang die welfische gesinnten Grafen zur Lehnshuldigung. Ein Vorstoß Albrechts von Brandenburg nach Pommern wurde von den Dänen erfolgreich abgewehrt und der Markgraf über die Elbe zurückgeworfen.
Nachdem Waldemar die beiden Schweriner Landesherren in die Lehnsabhängigkeit gezwungen hatte, versuchte er Heinrichs Bruder, den Grafen Gunzelin, auch persönlich enger an sich zu binden. Er verheiratete 1217 seinen natürlichen Sohn Nikolaus von Halland mit der einzigen Tochter Gunzelins; Nikolaus starb indes schon Dezember 1220. Vor allem aber gelangte durch diese Eheverbindung die Hälfte der Grafschaft in noch größere Nähe zur dänischen Krone, da das Schweriner Erbrecht die weibliche Erbfolge kannte.
 
 
 
 

Literatur:
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Thorau, Peter: Jahrbücher des Deutschen Reichs unter König Heinrich (VII.) Teil I, Duncker & Humblot Berlin 1998, Seite 23-25,202 - Winkelmann, Eduard: Jahrbücher der Deutschen Geschichte, Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig 2. Buch Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1873, Seite 148,151,387 -