Sohn des Grafen N.N.
Gerd Althoff: Seite 402
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"Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung"
G 67
Lü: 18.6. Guncelinus com fr. n. ? Graf von Schwerin
Durch den Zusatz frater noster ergibt sich, daß dieser
Graf im 12. oder 13. Jahrhundert lebte. Zur Zuordnung bietet sich daher
der gleichnamige Graf von Schwerin an, der als Vertrauter Heinrichs des
Löwen häufiger erwähnt wird; vgl. Helmold II, 98 u. ö.;
siehe auch die Erwähnung in den Urkunden Heinrichs des Löwen,
Register Seite 226 und zuletzt Jordan, Heinrich der Löwe, Seite 126f.,
Seite 175f. u. ö.
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Günzel von Hagen war Ministeriale
Heinrichs des Löwen und dessen treue und wichtige Stütze. Er
wurde 1160 Statthalter in den eroberten mecklenburgischen Gebieten, stritt
mit dem angestammten Fürstenhaus, zog 1164 mit gegen Pommern/Mecklenburg
und wurde 1167 Graf von Schwerin-Boizenburg, zu Wittenburg und Neustadt.
Er war mit Graf Heinrich von Badwide-Ratzeburg wichtigster Exponent der
sächsischen Slawenpolitik und der deutschen Ostkolonisation. Er machte
1172/73 Heinrichs des Löwen Reise in den Orient mit, 1179 dessen Feldzug
gegen den Erzbischof von Köln und die Schlacht bei Hallerfeld und
griff 1168 gegen die ASKANIER in den Bremer Kapitelstreit ein. Er unterwarf
sich erst nach Heinrichs des Löwen Unterwerfung 1181 Kaiser
FRIEDRICH I. BARBAROSSA und wurde in Schwerin bestätigt.
Er stritt viel mit den SCHAUENBERGERN in Holstein-Wagrien um Rechte und
Besitzungen.
Karl Jordan: Seite 86,93,95,120
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"Heinrich der Löwe"
Befehlshaber eines großen Gebietes wurde Gunzelin,
der Angehörige des edelfreien Geschlechtes von Hagen, dessen Stammsitz
am Elm östlich von Helmstedt lag. Er ist der Stammvater des Schweriner
Grafenhauses geworden.Außer
Schwerin wurde ihm auch die Burg Ilow anvertraut.
Auch die Burgwarde von Quetzin und Malchow konnte Pribislaw kampflos
in seine Hand bringen, nachdem er den Besatzungen freies Geleit zugesichert
hatte. Nur die beiden von Gunzelin von Hagen und
seinen Mannen verteidigten Burgen Ilow und Schwerin leisteten
erfolgreichen Widerstand.
Wie in Wagrien und im Gebiet der Polaben begnügte sich Heinrich
der Löwe auch hier mit einer lehnrechtlich begründeten Oberhoheit.
Auch das Gebiet von Schwerin wurde jetzt Gunzelin
in Form einer Grafschaft als erbliches Lehen übertragen (1167).
Die Wahl eines ASKANIERS zum Erzbischof von Bremen war eine deutliche
Kampfansage an Heinrich den Löwen. Als es nach dieser Doppelwahl in
Bremen zu Unruhen kam, griff der in Vertretung des Herzogs, der gerade
mit den Erzbischöfen von Mainz und Köln für den Kaiser eine
Gesandtschaft zu den Königen von England und Frankreich durchführte,
Graf Gunzelin von Schwerin mit Waffengewalt
in der Stadt ein.
oo Oda von Lüchow, Tochter des Hermanns
- um 1190
Kinder:
Heinrich I. der Schwarze
- 1228
Hermann Gegenbischof von Schwerin (1191-1195)
- um 1228
Friedrich I. Bischof von Schwerin (1238-1240)
- 1240
Helmhold I. Graf von Schwerin-Schwerin (1185-um 1206)
- um 1206
Günzel II.
- um 1221
Literatur:
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Jordan, Karl: Heinrich der Löwe, Deutscher Taschenbuch Verlag
München, Seite 86,88,93,95,98,120,126,167,175,200,206 - Gerd Althoff:
Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung.
Studien zum Totengedenken der Billunger und Ottonen. Wilhelm Fink Verlag
München 1984, Seite 402 G 67 -