Manegold I.                                               Graf im Zürichgau
-------------                                              Vogt von Kloster Einsiedeln
um 940/50-12.6.991 (28.5./1.5.991 Isenburg)
 

Begraben: Dom zu Quedlinburg

Ältester Sohn des Grafen Burkhard I. im Zürichgau (Isenburg) oder des Züricher Reichsvogtes Uto I.
 

GENEALOGISCHES HANDBUCH DER SCHWEIZER GESCHICHTE Band IV
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Hans Kläui: Seite 185
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9. Manegold I.
Geboren um 940., + 991 Jun. 12

Bestattet in Quedlinburg.
Wird im Liber Heremi als Zürichgaugraf bezeichnet; sein Großvater sei Eberhard, sein "patruus" Gottfried gewesen. Als Vater kommt daher der Zürichgaugraf Burkhard (Nr. 5) oder Reichsvogt Uto (Nr. 6) in Frage. Tauscht zwischen 962 Aug. 7. und 963 Feb. 2. mit Abt Burkhard von St. Gallen eine Hube zu Eppelhausen (Gde. Unterstammheim, Kt. Zürich) gegen eine andere in Schlattingen (Kt. Thurgau). Um 964/68 Vogt des Chorherrenstifts Zürich (Reichsvogt). Wird von Herzog Burkhard II. auf 968 Jun. 28. an das Zeugenverhör des Grafen Gottfried (seines Onkels) befohlen. Seit 973 Vogt des Klosters Einsiedeln; 975 Dez. 26. und 976 Jul. 4. in Diplomen Kaiser OTTOS II. als Graf des Zürichgaus bezeugt, welche Grafschaft er von diesem Herrscher nach dem Liber Heremi zu Lehen besessen haben soll. 981 schenkt Graf Manegold den Ort Höngg (Kt. Zürich) an das Kloster Einsiedeln, dessen Vogt er ist. Fortan lebt er als vertrauter Gefolgsmann der Kaiserin Adelheid in Königsnähe. Empfängt 987 Aug. 27. zu Memleben auf Bitten der Kaiserin Theophanu von deren Sohn, OTTO III., den Ort Baden(-Baden) im Ufgau, vermutlich gleichzeitig auf Wunsch Adelheids auch den zu deren Wittum gehörenden Hof Sermersheim im Elsaß, damit er darauf ein Kloster errichte. Graf Manegold gibt ihr diesen, da die Gründung nicht mehr gelang, auf dem Totenbett zurück und stirbt in Sachsen 991 Jun. 12. Kaiserin Adelheid begleitet die Leiche des treuen Freundes persönlich zur Bestattung nach dem Dom von Quedlinburg.
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Manegold I., Großneffe der Herzogin Regilinde von Schwaben, war ein naher Verwandter und enger Vertrauter der Kaiserin Adelheid.
 
Kurt Hils: Seite 18,54
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"Grafen von Nellenburg"

Außerdem stand der 991 gestorbene Graf Manegold, Zürichgaugraf und Vogt von Einsiedeln, der Kaiserin Adelheid sehr nahe und stellt eines der Glieder zwischen dem Burkhardingischen Herzogsgeschlecht und der Nellenburger Familie dar.
Daß es sich in D H IV 152 um den NELLENBURGER handelt, wird noch wahrscheinlicher, wenn man die Stellung eines vermutlichen Vorfahren der NELLENBURGER berücksichtigt, des Vogtes von Einsiedeln und des Vertrauten der Kaiserin Adelheid, Manegold nämlich. Dieser starb am 28. Mai 991 und wurde in Anwesenheit der Kaiserin Adelheid in Quedlinburg begraben.
Am 27. August 987 hatte der Graf Manegold von OTTO III. Besitz in Baden-Baden erhalten. Diese Schenkung wird wohl mit dem Plan Adelheids, im Oberrheingebiet zusammen mit ihrem vermutlichen Verwandten und Vertrauten Manegold ein Kloster zu stiften, in Verbindung zu bringen sein. In der Zeit von 987-990 ist auf Wunsch Adelheids ihr Hof zu Sermersheim im Elsaß Manegold übertragen worden, damit er in dieser Gegend ein Kloster gründe. Aber der Plan kam nicht zur Ausführung, und kurz vor seinem Tod gab Manegold das Gut zurück. Die Diplome für das Kloster Selz, das Adelheid dann auf ihrem Eigengut im Elsaß gegründet hatte, sollten dem Seelenheil OTTOS I., OTTOS II., Adelheids, Manegolds und OTTOS III. dienen. Graf Manegold hatte also unter der Kaiserin Adelheid eine besondere Vertrauensstellung inne, die zum Teil sicher auf gemeinsame Abstammung vom Burkhardingischen Geschlecht zurückgeht, und erheblichen Einfluß rechts und links des Oberrheins erlangt, was die Schenkung königlichen Hausgutes in Hochfelden und Schweighausen an Eberhard von Nellenburg verständlich macht.

 
 
 
 
 
 
 
 

Kinder:

  Sohn
          -   1056
 
  Eberhard IV.(Eppo)
  980/90-Febr. 1030/34
 
  Irmengard
        -

  oo Werner I. Vogt von Kaufungen (UDALRICHINGER)
              -23.8.1040