Heinrich                                          Markgraf del Vasto
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um 1170- vor 1141
 

Einziger Sohn des Markgrafen Manfred I. del Vasto; Bruder der Königin Adelheid von Jerusalem
 

Houben, Hubert: Seite 23,25,26,28,53
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"Roger II. von Sizilien. Herrscher zwischen Orient und Okzident."

Nur an enge Verwandte gab Roger I. Lehen aus: Syrakus an seinen unehelichen Sohn Jordan und nach dessen Tod an seinen Neffen Tankred, den Sohn Wilhelms; Ragusa an seinen Sohn Gottfried; Troina an einen weiteren Sohn namens Malgerius; Peterno, Butera und andere Orte an seinen Schwager Heinrich del Vasto.
Adelheids Bruder Heinrich bekam eine Tochter des Grafen zur Frau. Durch dieses komplexe Heiratsbündnis verband Roger I. seine Familie eng mit den ALERAMIDEN, einer mächtigen Adelsfamilie aus N-Italien, die in Ligurien und Piemont beheimatet waren.
Sicher ist, dass die Gräfin einige Rebellionen von Vasallen mit harter Hand unterdrückte. Spätere griechische Quellen sprechen in diesem Zusammenhang von einem "Aufstand der Barone im ganzen Lande Kalabrien und Sizilien", von der Zerschlagung der Rebellen "wie Töpfergeschirr". Die junge Regentin stützte sich vor allem auf ihren Bruder Heinrich sowie auf die Mitarbeiter Rogers I.
Es gelang Adelheid, ihrem Sohn die Grafschaft von Kalabrien und Sizilien in geordneten Verhältnissen zu hinterlassen. Ihr Bruder Heinrich hatte mit zahlreichen Einwanderern aus N-Italien, die in den süditalienischen Quellen vereinfachend Lombarden genannt werden, im Gebiet von Paterno und Butera niedergelassen, das ihm Roger I. als Lehen zuwies.
Eine neue Monarchie konnte nicht einfach erfunden werden. Man zog die Fiktion heran, Sizilien sei in alten Zeiten ein Königreich gewesen. Nach Alexander von Telese wurde diese Idee vor allem von Rogers Onkel, Heinrich del Vasto, suggeriert. Dieser meinte, nachdem sein Neffe Sizilien, Kalabrien, Apulien und den Rest S-Italiens "fast bis Rom" unterworfen habe, könne er sich nicht mehr mit der Würde eines Herzogs begnügen; er müsse König werden.

Bresslau, Harry: Band 1 Seite 399-404
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"Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Konrad II."

Das Haus der Aledramiden

§ 5. Die Linie der Markgrafen von Vasto

Sichere Nachrichten haben wir erst wieder über seine Nachkommen. Von seinen fünf Söhnen, denen ein großer Teil der Güter des Turiner Hauses durch ihre Mutter zufiel, ist Heinrich oder Alrich, wie es wahrscheinlicher nach seinem Großoheim, dem Bischof von Asti, hieß, sonst unbekannt; Otto, der 1065 clericus heißt, kommt für uns nicht weiter in Betracht. Über das Schicksal der übrigen belehrt uns zunächst eine Bulle Gregors VII. vom 3. November 1079. Der Papst hat vernommen "quod Bonifatius marchio, germanus Manfredi et Anselmi nuper interemptorum, ejusdem Anselmi desponsatam conatur sibi in conjugium cpolare": er befiehlt den Bischöfen von Asti und Turin und dem Erwählten von Acqui ihn mit Ermahnungen, nötigenfalls mit kirchlichen Zensuren von diesem Frevel abzuhalten. Bonifaz war nach diesem, wie wir aus dem Ausdruck der Bulle schließen dürfen, unnatürlichen Todes seiner Brüder das Haupt der Linie; sein Bruder Manfred hatte einen Sohn Heinrich II. [Ich zähle die Markgrafen der Linie von Vasto besonders.] hinterlassen, mit den der Oheim 1097 für die Kanoniker zu Ferranica im Tal der Bormida urkundete.
 
 
 
 

  oo Flandina von Sizilien, Tochter des Grafen Roger I.
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Literatur:
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Bresslau, Harry: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Konrad II. Band 1 Seite 399-404 - Houben, Hubert: Roger II. von Sizilien. Herrscher zwischen Orient und Okzident, Primus Verlag Darmstadt 1997, Seite 23,25,26,28,38,53 -