Einziger Sohn des Königs
Bonifatius I. von Montferrat-Thessalonich aus seiner 2.
Ehe mit
Margarete
von Ungarn, Tochter von
König
Bela III.
Brandenburg Erich: Tafel 19 Seite 39
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
XIV. 430 b. DEMETRIUS, König
von Thessalonich 1207, vertrieben 1222
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* ca. 1205, + 1227
Anmerkungen: Seite 153
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XIV. 427. - 430
Brader, Röhricht 699-702.
DEMETRIUS
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* um 1205, + 1230/39
Demetrius folgte unter
der Vormundschaft der Mutter als König von Thessalonich und
nannte sich zeitweise sogar Kaiser. Die Mutter konnte ihm letztlich das
Erbe nicht erhalten. Er verlor nach und nach alles an Kaiser
Theodor I. Angelos von Epiros, den Neffen von Kaiser
Isaak II. von Byzanz. Er wurde 1224 endgültig vertrieben.
Bonifaz von Montferrat war bereits 1207 gefallen; sein 1209 gekrönter junger Sohn Demetrios konnte sein Reich nicht halten gegen die stürmischen Angriffe des epirotischen Herrschers Theodoros Angelos Dukas Komnenos (1224-1230), dessen drei Kaisernamen ein politisches Programm ausdrückten. Demetrius floh 1224 nach dem Verlust seiner Hauptstadt nach Italien.
Winkelmann Eduard: Erster Band Seite 228
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"Kaiser Friedrich II."
1223
Schon war das Königreich Thessalonich bis
auf die Hauptstadt wieder von Theodor Angelos,
dem Fürsten von Epirus, in Besitz genommen worden, und eben rüstete
der Bruder des letzten lateinischen Königs
Demetrius,
Markgraf
Wilhelm von Montferrat, um es mit einem Vorschusse des Kaisers,
dem er dafür seine Güter verpfändete, dem Griechen wieder
zu entreißen [2 Wilhelm galt 1223 Oktober nach einer Urkunde
seines Sohnes Bonifaz,
W. A. I, 485, noch für verpflichtet, den Zug des Kaisers ins Heilige
Land mitzumachen weil er dazu vom Papste schon 4.700 Mark erhalten hatte
(vgl. oben Seite 152); im März 1224 aber ist er bei FRIEDRICH
II. in Catania, B.-F. 1518, und entleiht von ihm 9.000 Mark,
B.-F. 1524. Also im Winter von 1223 auf 1224 hat sich der Markgraf zu dem
Zuge nach Griechenland entschlossen, zu welchem ihn auch der Troubadour
Elias Cairel, der selbst in Romanien gelebt hatte, mit scharfem Spotte
über seine Lässigkeit aufreizte. Ist die oben Seite 152 Anmerkung
3 mitgeteilte Charakteristik Wilhelms
richtig, dann wird die Kirche
Mühe gehabt haben, von ihm ihre schon geleisteten Vorschüsse
zurückzubekommen. Nach dem Besuche in Catania scheint er erst aus
N-Italien seine Leute quos in Lombardia et Tuscia retinuerant zu haben;
er führt sie nach Brindisi, et relicta sua gente apud Brundisium,
ipse ad imp. in Siciliam vadit, consilium ab eo et auxilium petiturus.
Dieser zweite Versuch bei FRIEDRICH
dürfte in den September 1224 fallen, da damals auch der lateinische
Erzbischof von Thesssalonich, Martin, bei FRIEDRICH
in
Catania Zeuge ist. Nach Rycc. chron. priora p. 115 fährt
Wilhelm
im Dezember nach Romanien über und Honorius
III. kündigte November 28., Rayn. § 23 ff. P. 7321, der
lateinischen Geistlichkeit des Ostreiches, den welcher er die Hälfte
ihres Einkommens für den Markgrafen verlangte, die Ankunft desselben
auf den März 1225 an. Rycc. p. 345 setzt Wilhelms Tod in den
September 1225.] - ein Unternehmen, welches nur möglich war, wenn
die Kirche den Markgrafen von den ihr gegenüber im Jahre 1221 übernommenen
Verpflichtungen zugunsten eiens Kreuzzuges für das Heilige Land vorher
entbunden hatte.
Winkelmann Eduard: Zweiter Band Seite 142,187
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"Kaiser Friedrich II."
1228
Für die Zukunft aber, wenn der König zur Großjährigkeit
gelangt sein werde, meinte FRIEDRICH
sich eine Bürgschaft für seinen dauernden Einfluß auf ihn
dadurch zu sichern, daß er ihn während seines Aufenthalts in
Limisso mit einer Dame aus einer im allgemeinen seinem eigenen Hause ergebenen
Familie vermählte, nämlich mit Alis,
der Tochter des verstorbenen Markgrafen Wilhelm IV. von Montferrat,
die ihr Oheim, der aus Thessalonich vertriebene König
Demetrius, wahrscheinlich mitgebracht hatte, als er, überall
um Hilfe zur Wiedererlangung seines Königreiches werbend, im Sommer
1228 zum Kaiser nach Cypern gekommen war, wenn er ihn nicht vielleicht
schon von Italien dorthin begleitet hatte.
1230
Ohne Zweifel war auch die Zahl der anwesenden Großen
bedeutender, als sie hier nach Rycc. gegeben wird. Nach B.-F. 1803 waren
in San Germano noch die Bischöfe von Triest und Seckau, dann Konrad
von Hohenlohe und die ORTENBERGER, die auch schon in Foggia bei FRIEDRICH
gewesen waren; ferner Demetrius, König
von Thessalonich (von Montferrat, siehe oben Seite 142), Graf
Otto von Botenlauben, Burggraf Konrad von Nürnberg, Gebhard von Arnstein
und andere.
Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen
Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 19 Seite 39,153
-
Mayer, Hans Eberhard: Geschichte der Kreuzzüge, Verlag W.
Kohlhammer GmbH 1995 Seite 183 - Stürner Wolfgang: Friedrich
II. Teil 2 Der Kaiser 1220-1250 Primus Verlag Darmstadt, 2000 Seite 145
A - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur
europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-,
Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 459 - Winkelmann Eduard: Kaiser Friedrich
II. 1. Band, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1963, Seite 198,228
- Winkelmann Eduard: Kaiser Friedrich II. 2. Band, Wissenschaftliche
Buchgesellschaft Darmstadt 1963, Seite 142,187,490 -