Sohn des Abodriten-Fürsten
Niklot
Wartislaw war Gegner Heinrichs des Löwen, erzwang 1160 mit die Freilassung des Vaters, wurde 1160 Fürst von Mecklenburg, rebellierte und wurde hingerichtet.
Jordan Karl: Seite 85-86,92-96
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"Heinrich der Löwe"
Im Kampf gegen das sächsisch-dänische Heer erlitten
Pribislaw
und sein Bruder Wratislaw in der Nähe
von Mecklenburg eine Schlappe. Nach dem Tode ihres Vaters brach der Widerstand
im Lande schnell zusammen. Seine beiden Söhne gaben auch Werle preis,
steckten die Burg in Brand und zogen sich in das unwegsame Landesinnere
zurück. Noch im gleichen Jahr schlossen sie mit dem Herzog Frieden,
traten das ganze von ihm eroberte Land an ihn ab und behielten nur die
Gebiete von Kessin und Zirzipanien mit der Burg Werle, die sie von
Heinrich zu Lehen nahmen.
Der Friede im Obodritenland war durch den siegreichen
Feldzug des Jahres 1160 keineswegs gesichert. Niklots
Söhne
Pribislaw und Wratislaw gaben
den Kampf um ihr väterliches Erbe noch nicht auf. Einem Angriff, den
sie im Frühjahr 1163 vorbereiteten, kam der Herzog, der von ihren
Plänen erfahren hatte, durch einen Vorstoß gegen die stark befestigte
Burg Werle zuvor. Mit Hilfe von Belagerungsmaschinen, wie er sie
in Italien bei den Kämpfen vor Crema und Mailand kennengelernt hatte,
einem Rammbock und einem großen hölzernen Turm, eroberte er
Werle und nahm
Wratislaw und eine größere
Zahl slawischer Herren gefangen. Wratislaw
wurde nach Braunschweig abgeführt. Pribislaw gab den
Widerstand zunächst auf und schloß Frieden. Der Friedensschluß
des Jahres 1163 war nicht von langer Dauer. Auf Veranlassung seines gefangenen
Bruders Wratislaw begann Pribislaw
mit Hilfe der Pommern-Fürsten bereits im Februar 1164 erneut den Kampf.
Er überrumpelte die Feste Mecklenburg, deren Befehlshaber Heinrich
von Schooten gerade abwesend war, und richtete unter den flämischen
Bewohnern des Ortes ein schreckliches Blutbad an, Frauen und Kinder wurden
in die Gefangenschaft abgeführt. Auch die Burgwarde von Quetzin und
Malchow konnte Pribislaw kampflos in seine Hand bringen, nachdem
er den Besatzungen freies Geleit zugesichert hatte. Nur die beiden von
Gunzelin von Hagen und seinen Mannen verteidigten Burgen Ilow und
Schwerin leisteten erfolgreichen Widerstand. Im Sommer des Jahres
ging Herzog Heinrich, unterstützt von Dänemerk und zahlreichen
sächsischen Großen, zum Gegenangriff über. Bei Malchow
ließ er den gefangenen Wratislaw,
in dem er den Anstifter für diese Erhebung sah, öffentlich
hängen.
oo N.N.
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Kinder:
Nikolaus I.
-25.5.1200