Sohn des
Lexikon des Mittelalters: Band VI Seite 1010
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Nakon, Fürst der Abodriten bis ca. 966
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Wahrscheinlich Sohn eines von König HEINRICH I. 931 unterworfenen und getauften Abodriten-Fürsten. Die Beziehungen zu Sachsen (vor allem zu den BILLUNGERN) und das Bekenntnis zum Christentum in einer weitgehend von der Gentilreligion geprägten Gesellschaft waren seit der Zeit, trotz aller Schwankungen, Konstanten in der Politik der abodritischen Dynastie, der NAKONIDEN. An dem slavischen Aufstand gegen die Herrschaft König OTTOS I. von 954/55, in dessen Verlauf Nakon erstmals in den Quellen erscheint, hatten die sächsischen Adligen Wichmann und Ekbert Anteil. An der Spitze des vereinten slavischen Heeres fand Nakons Bruder und Mitherrscher Stojgnev den Tod. Als Alleinherrscher bei den Abodriten, wenn auch unter Aufsicht Hermann Billungs, hatte Nakon auch die Oberherrschaft über die Wagrier in O-Holstein inne. Der jüdische Reisende Ibrahim ibn Ya'kub stellte um 966 'Naqun', dessen Gebiet bis an die Grenzen Sachsens und Dänemarks reichte und der in einer großen Burg (wahrscheinlich Mecklenburg) residierte, in eine Reihe mit slavischen Fürsten der Bulgaren, Böhmen und Polen. Nach Nakons Tod führte sein Sohn Mstivoj seine Politik fort: mit Unterstützung Hermann Billungs schaltete er die heidnische Opposition in Wagrien aus und ermöglichte die Gründung des Bistums Oldenburg (968/72).
Literatur:
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SlowStarSlow III, 348 - F. Wigger, Mecklenburg. Annalen bis zum Jahr
1066, 1860, 32ff. - W. Brüske, Unters. zur Gesch. des Lutizenbundes,
1955, 23ff. - Gesch. Schleswig-Holsteins, IV, 1981, 121f. - Chr. Lübke,
Reg. zur Gesch. der Slaven an Elbe und Oder, II, V [Ind.], 1985ff.
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