Mistislaw                                                   Fürst der Obodriten
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    - um 1022
 

Sohn des Abodriten-Fürsten Mistiwoi
 

Lexikon des Mittelalters: Band V Seite 882
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Mstislav (Mistizlavus, identisch mit Missizla)
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Sohn des Billug?

Fürst der Abodriten ca. 990/95-1018

Chronologisch verworrene und legendäre Berichte Adams von Bremen und Helmholds von Bosau lassen nur vermuten, dass Mstislav als Sohn Mstivojs die Herrschaft antrat. Der Einfluß der heidnischen Lutizen verhinderte eine eigenständige Politik Mstislavs, doch blieb er Christ; zur Zeit von Bischof Benno (ab 1014) begann sogar eine Reorganisation des Bistums Oldenburg. Erst 1018 (bei Thietmar von Merseburg) erhält die Person Mstislavs historische Authentizität. Da er den Lutizen keine Heeresfolge gegen Boleslaw I. von Polen geleistet hatte, griffen sie ihn an, inszenierten einen Aufstand und zwangen ihn zur Flucht. Zugunsten von Mstislavs nakonidischer Dynastie intervenierten König Knut von Dänemark und Herzog Bernhard II. von Sachsen, so dass sein Sohn Uto-Pribignev ab 1020 die Stelle des Vaters einnehmen konnte.

Literatur:
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SlowStarSlow III, 325 - W. H. Fritze, Probleme der abodrit. Stammes- und Reichsverfassung (Siedlung und Verfassung der Slawen zw. Elbe, Saale und Oder, hg. H. Ludat, 1960), 160ff. - Chr. Lübke, Reg. zur Geschichte der Slaven an Elbe und Oder, 1985ff., T. II-IV, V [Ind.]
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 Andreas Thiele: Band I Teilband 2 Tafel 369
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"Erzählende genealogische Stammtafeln"

Mstislaw zog 982 mit Kaiser OTTO II. nach Italien, machte den Aufstand von 983 mit und zog 1002 nicht mit gegen Polen. Er duldete als Fürst der Obotriten die Ausbreitung des Christentums und wurde um 1018 durch eine Rebellion vertrieben.