Begraben: Kloster Eberbach (Rheingau)
Jüngerer Sohn des Grafen
Johann I. von Ligny-Roussy aus dem Hause
LUXEMBURG und der Alix von Dampierre-Namur, Tochter von
Graf Guido V.
Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 515
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Johann I. von Luxemburg-Ligny, Erzbischof von Mainz (1371-1373)
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* 1342, + 4. April 1373
Begraben: Kloster Eberbach (Rheingau)
Eltern: Johann, Graf von Luxemburg-Ligny (+ 1364), Alic, Tochter Graf Guidos von Flandern
KARL IV. nutzte seine Verwandtschaft mit Johann, um ihn in seine Reichskirchenpolitik einzusetzen. Durch Fürsprache des Kaisers erhielt er aufgrund päpstlicher Provisionen am 30. September 1355 ein Domkanonikat in Trier, am 23. September 1365 das Bistum Straßburg, von wo aus er am 28. April 1371 in das Erzbistum Mainz transferiert wurde. Am 14. September 1371 zum Reichslandvogt in der Wetterau ernannt, errichtete er dort einen Landfrieden geringer Ausdehnung. Im nächsten Jahr trat er dem thüringischen Landfrieden des Kaisers bei. Auch anderweitig unterstützte er bereitwillig die Maßnahmen KARLS IV. Sein Verhalten kennzeichnen Ausgleichsbemühungen mit den Städten Mainz und Erfurt sowie mit der Pfalzgrafschaft, während die Beziehungen zur Landgrafschaft Hessen gespannt blieben. Im Mittelrheinraum setzte er die Politik seines Vorgängers Gerlach von Nassau fort. Eigenständige Ansätze im Sinne der Bestrebungen KARLS IV. beendete sein früher Tod.
Quellen und Literatur:
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F. Vigener, Regesten der Erzbischöfe von Mainz II,2,
1931, 7-43, Nr. 2830-3014 - F. Schwind, Zur staatlichen Ordnung der Wetterau
von Rudolf von Habsburg bis Karl IV. (Der deutsche Territorialstaat im
14. Jh., hg. H. Patze, II [VuF 14], 1971), 199-228, besonders 224f.