Herigolt (Herolt)                               Vogt von Niederaltaich
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nach 895

Sohn des Grafen N.N. aus altadeligem bayerischen Geschlecht; Bruder von Markgraf Luitpold von Bayern



Schwennicke Detlev: Tafel 83
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

HEROLT
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nach 895

Vogt von Niederaltaich

Störmer Wilhelm: Seite 450
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"Früher Adel. Studien zur politischen Führungsschicht im fränkisch-deutschen Reich vom 8. bis 11. Jahrhundert."

Die Vogtei unter den LUITPOLDINGERN über Niederlataich war offensichtlich bis zu einem gewissen Grade eine Scheinvogtei. Der erst von Hermann von Altaich bezeuegte Herigolt unter dem Markgrafen Luitpold (
907) war nämlich Luitpolds Bruder [167 In zeitgenössischen Quellen heißt er Heriolt: Reindel, Luitpoldinger 54 nr. 38. Zu den Verwandtschaftszusammenhängen Heriolts Mitterauer, Karolingische Markgrafen 227f., 237, 241,245.]. Sein zweiter Nachfolger als Vogt ist sein Sohn Albrich, und zwar unter Herzog Berthold ( 947), der Albrichs Vetter war [168 Siehe Stammtafel bei Mitterauer, Karolingische Markgrafen 245.]. In Raffolt, Albrichs Vorgänger in der Niederaltaicher Vogtei vermutet Michael Mitterauer einen Angehörigen der WITAGO-Familie [169 Ebenda 150,257.], die ebenfalls durch engen Zusammenhang mit den LUITPOLDINGERN gekennzeichnet ist. Da Raffolt unter Herzog Arnulfs als Altaicher Vogt amtierte, müßte er wohl den Konfiskationen Arnulfs zugestimmt haben. Unter einem Bischof Tuto, der wohl nur der in Regensburg regierende Tuto (894-940) sein kann, also wiederum in die Zeit der LUITPOLDINGER fällt, wird als Altaicher Vogt ein Perhtold genannt, der mit dem luitpoldingischen dux Berthold, Vetter des Vogtes Albrich, identisch zu sein scheint [170 Vgl. Stammtafel bei Mitterauer, Karolingische Markgrafen 245, ebenso bei Reindel, Luitpoldinger VIII.].

Werke des Hermann von Altaich
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Von den Altaicher Vögten.
 
Obgleich wir vielfach die Privilegien der Kirche und alte Güterschenkungen eingesehen haben, konnten wir doch nicht recht finden, wer zuerst dieser Kirche Vögte gesetzt hat, und welche. Nöthig aber war es, daß jede Kirche ihren Vogt oder Schutzherrn habe, aus vielen Gründen. Wenn nämlich irgend ein Grundstück auf die Kirche übertragen wird, so muß es der Vogt in seinen Schutz aufnehmen und vor Jedermann schützen, in so weit ihm und der Kirche das Recht zur Seite steht. Ferner, da es sich für die Würde des Geistlichen nicht paßt, Gericht und Blutsühne auszuüben, so soll der Vogt unter den Leuten der Kirche Diebstahl, Nothzucht, Todtschlag, starke Körperverletzung, Brandstiftung und ähnliche Sachen,
durch deren Bestrafung eine kirchliche Person irregulär  würde, nach dem gewohnten Rechte richten. Dies Alles wurde um der Ruhe und Freiheit der Kirche willen in alten Zeiten festgesetzt.  
Wir fanden aber, daß folgende Vögte der Kirche gewesen sind: Zur Zeit des Herzogs Liupold und des Bischofs Tuto war Herigolt Vogt der Kirche. Zur Zeit des Herzogs Arnold und des Abtes Agilolf war Raffold Vogt der Altaicher Kirche. Zur Zeit des Abtes Chunibert und des Herzogs Perhtold war Albrich Vogt. Zur Zeit des Herzogs Heinrich war Graf Meinhard Vogt; dieser hatte den Grafen Ulrich zum Bruder. Zur Zeit der Kanoniker und des Herzog Perhtold war Chunrad Vogt. Der Herzog Heinrich hatte zum Vogt Waesigrim. Der Bischof Tuto hatte zum Vogt Perhtold.









Literatur:
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M
itterauer Michael: Karolingische Markgrafen im Südosten. Archiv für österreichische Geschichte Band 123. Hermann Böhlaus Nachf./ Graz-Wien-Köln 1963
Seite 227f.,228, 237,241,245 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 83 - Störmer Wilhelm: Früher Adel. Studien zur politischen Führungsschicht im fränkisch-deutschen Reich vom 8. bis 11. Jahrhundert. Teil I und II. Anton Hiersemann Stuttgart 1973 Seite 450 - Werke des Hermann von Altaich -