Sohn des Grafen
Waltbert im Graingau und der Mathilde,
Tochter von Graf Egbert; Onkel der Königin
Mathilde
Krüger, Sabine: Seite 90-95
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"Studien zur Sächsischen Grafschaftsverfassung im
9. Jahrhundert"
Quellen zur Genealogie der WIDUKINDE
Als Kinder einer Mathilde und Nachkommen Widukinds
bezeugt:
h) Reginbern, Besieger der Dänen (Widukind
a.a.O.); Besitz in Apoldern, Alpesdorf, Venreder, Padlo
(Trad. Corb. § 454)
Von den beiden Vaterbrüdern
der Königin Mathilde,
Widukind (II) und Reginbern, wissen wir kaum etwas,
abgesehen davon, daß Reginbern [1138
Die Schenkung
eines Reginberi in vier Orten beu Lauenau (Trad. Corb. A §
229/B § 454 von etwa 866), die S. Krüger (wie Anm. 5) Seite 90
auf unseren Reginbern bezieht, will W. Schlaug (wie Anm. 507) Seite
145 mit Anm. 3 freilich einem Reginheri zuordnen.] als Dänensieger
wohl sein Tätigkeitsfeld im westsächsischen Bereich gehabt hat.
Sie werden sicher Nachkommen gehabt haben; wir kennen auch einige von ihnen,
ohne daß wir das genaue Verwandtschaftsverhältnis angeben könnnen.
So wird der Wedekind, der für seinen Sohn Reynuert um 980 eine Schenkung
in Borry (südöstlich Hameln) an Corvey macht, in unserem Zusammenhang
gehören [1138a Trad. Corb. A § 344/B § 83.]. Sicher
sind als IMMEDINGER die Grafen im Agradingengau im Emsland anzusprechen.
Der comes Thuring (During), der 945 und 946 in Königsurkunden
genannt wird [1139 MGH DFO I 73 (945) und DO I 77 (946).] wie sein
Nachfolger Sigibert und der unter anderem auch in dessen Grafschaft
947 in 20 Orten des Leri-, Hase,- Dersi- und Agradingengaus an das von
der
Königin Mathilde gegründete
Kloster Enger tradierende Dietrich (Diotericus) [1140 MGH
DO I 91 (947). Der äältere Dedi, der nach Widukind II 11 im Aufstand
von 938 fiel, wird ebenfalls hierher zu ziehen sein.] tragen
IMMEDINGER-Namen.
Wilmans [1141 Wilmans, Kaiserurkunden I Seite 446.] sah in Diotericus
einen
Neffen der Königin Mathilde. Das
ist zwar eher möglich als die Annahme von Hillebrand [1142
W.
Hillebrand (wie Anm. 1135) Seite 29.], er sei mit dem Vater der Königin
identisch; aus chronologischen Gründen könnte man eher jenen
Theoderich,
der 880 gegen die Dänen fiel [1143
Ann. Fuld. ad a. 880.],
als Vater Mathildes
ansprechen, wenngleich auch das keineswegs sicher
ist. Am ehesten wird man die genannten Personen als Söhne und Enkel
von Widukind (II) und Reginbern
ansehen dürfen, die hier und in den sächsischen Teilen der Diözese
Utrecht die mächtigsten Adligen gewesen sind.
Literatur:
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Hlawitschka Eduard: Stirps Regia. Forschungen
zum Königtum und Führungsschichten im frühen Mittelalter.
Ausgewählte Aufsätze. Festgabe zu seinem 60. Geburtstag. Verlag
Peter Lang Frankfurt am Main - Bern - New York - Paris Seite 355,358 -
Schnith
Karl: Frauen des Mittelalters in Lebensbildern. Verlag Styria Graz Wien
Köln 1997Seite 12,15 - Wenskus Reinhard: Sächsischer Stammesadel
und fränkischer Reichsadel. Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen
1976 Seite 133 -